Der Vorsitzende des Zuchtbuches, Sebastian Fabian, zeichnet Hans-Wilhelm Esse mit der goldenen Zuchtbuch-Nadel aus.

 

Protokoll der Jahresversammlung vom 28. Mai 2017 im Vereinsheim des RGZV Steinhude

 

1. Eröffnung und Begrüßung

 

Der Vorsitzende des Zuchtbuches Hannover, Sebastian Fabian, eröffnet die Jahresversammlung um 10.15 Uhr und überreicht ein Gastgeschenk an Dirk Thiele, den stellvertretenden Vorsitzenden des RGZV Steinhude. Dirk Thiele übermittelt die Grüße des Vorsitzenden, Manfred Schmidt, der im Urlaub weilt. Besonders begrüßt Sebastian Fabian die Bundesehrenmeister und die Träger der Goldenen Feder des Landesverbandes Hannover.                                                      

 

2. Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und Festsetzung der Tagesordnung

 

Entschuldigt hat sich der Landesverbandsvorsitzende Alfred Karl Walter. Außerdem haben sich entschuldigt: Fritz-Helmut Mues, Egon Dopmann, Stefanie Walter, Wolfgang Vallan, Karl-Heinz Klages, Carsten Djuren, Familie Wesemeyer und Simon Bultmann. Die Einladung zur Jahresversammlung erfolgte ordnungsgemäß, die Tagesordnung wird einstimmig angenommen.

 

3. Gedenken der verstorbenen Mitglieder

 

Im Gedenken der verstorbenen Mitglieder Hermann Kaps und Friedhelm Beckmeyer erheben sich die Anwesenden von den Plätzen.

 

4. Ehrungen

 

Der Vorsitzende des Zuchtbuchs Hannover, Sebastian Fabian, überreicht zunächst die Staatspreise. Die Medaillen des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gehen an: Bronze Detlev Weichert auf gestreifte Zwerg-Wyandotten mit 571 Punkten. Silber errang die Zuchtgemeinschaft Mues auf rostrebhuhnfarbige Zwerg-Welsumer mit 574 Punkten. Über die goldene Medaille darf sich Werner Emme auf schwarze Cayugaenten mit ebenfalls 574 Punkten freuen.

 

Medaillen der Niedersächsischen Landwirtschaftskammer gehen in Silber an Simon Bultmann, Grübbe Bartzwerge schwarz-weißgescheckt, 569 Punkte und in Bronze an Justin Jeremy Fabian mit Zwerg-Italienern gelb und 561 Punkten. Er ist auch Jugendzuchtbuchmeister.

 

Weiter geht es mit den BDRG-Zuchtbuchpreisen, dem BDRG-Zinnkrug für Wilfried Schönebeck, das Hummel-Band des LV Groß Hamburg an Friedrich Schumann. Deutscher Zuchtbuchmeister 2016 ist Anton Schumann mit Zwerg-Hamburger goldlack und mit Wiener Tümmlern hellgestorcht. Anton Schumann, der sich mit drei Rassen an der Zuchtbuchschau in Hannover beteiligt hat, kann mit Wiener Tümmlern und 673 Punkten die Bundesmedaille, mit Zwerg-Hamburgern goldlack (670 Punkte) den BDRG-Krug und mit silberlack (669 Punkte) den BDRG-Becher in Empfang nehmen. Auf die Frage des Vorsitzenden, was er richtig und die anderen falsch machen, sagt Anton Schumann: „Man muss züchten.“ Weitere Erläuterungen dazu sollen bei einem späteren Tagesordnungspunkt folgen.

 

Olaf Metzner, der sich erstmals an der Zuchtbuchschau beteiligte, kann das Zuchtbuchband des LV Hannover für seine schwarzen Zwerg-Orpington mit 569 Punkten entgegennehmen. Ein weiteres LP-LV Hannover Zuchtbuchband erringt Michael Beckmeyer mit silber-Wildfarbigen Zwergenten und 568 Punkten. Ein LV-Zuchtbuchband überreicht der Zuchtbuchobmann an Anton Schumann für seine Wiener Tümmler, die es in Hannover auf 567 Punkte brachten.

 

Eine goldene Zuchtbuch-Nadel gibt es für Hans-Wilhelm Esse, der damit für seine langjährige und treue Mitgliedschaft geehrt wird. Hans-Wilhelm Esse überreicht dem Vorsitzenden, Sebastian Fabian, einen Katalog der ersten eigenständigen Zuchtbuchschau. Zu dieser war 1984 nach Bremervörde-Engeo eingeladen worden.

 

Es folgt die Vergabe der Stallplaketten für Werner Emme, Andreas Wesemeyer, Lena Marie Wesemeyer, Brian Wesemeyer, Anton Schumann, Heiner Albrecht, Rico Albrecht, Alysha Josée Fabian, Justin Jeremy Fabian, Sebastian Fabian, Marek Gast, ZG Stahl, ZG Thegelkamp, Detlev Weichert, Carsten Djuren, Wilfried Schönebeck und Friedrich Schumann. Da der Zuchtbuchobmann die Unterlagen früher als bisher an den Bundeszuchtbuchobmann, Klaus-Dieter Hawes weitergeben muss, wird einstimmig beschlossen, dass die Abgabe der Unterlagen künftig bis zum 1. Februar erfolgen soll. Diese Änderung wird in den Richtlinien und Beschlüssen verankert.

 

5. Genehmigung der Niederschrift der Jahresversammlung vom 5. Juni 2016 im Vereinsheim des GZV Rodenberg

 

Da das Protokoll allen Mitgliedern schriftliche zugegangen ist, wird auf das Verlesen verzichtet. Axel Thegelkamp stimmt gegen die Niederschrift, da bei der Ausgabe der Stallplaketten 2016 die ZG Thegelkamp, Michael Beckmeyer und Friedhelm Beckmeyer, die ZG Rieper und Wolfgang Ganzert vergessen worden waren.

 

6. Jahresbericht des Vorsitzenden

 

Der Bericht liegt dem Protokoll bei.

 

7. Bericht des Kassenleiters

 

Andreas Seifert legt den Kassenbericht vor. Er betont, dass das Zuchtbuch noch über ein finanzielles Polster verfüge. Es folgt erneut eine Diskussion über Einsparmöglichkeiten und dabei geht es auch um die Prämien für die Aussteller der Zuchtbuchschau. Friedhelm Kappe verweist darauf, dass für das Zuchtbuch ein Zuschuss der Landwirtschaftskammer fließe. Ein Teil werde an den Landesverband abgegeben. Andreas Seifert und Sebastian Fabian erklären, dass der Landesverband das Zuchtbuch auch fördere. So zahle er die Bänder. Künftig werde das Zuchtbuch vom LV mindestens 250 Euro oder zehn Euro je Nachweis der Züchter bekommen. Anton Schumann führt aus, dass man „erst nachdenken sollte, wenn der Kassenbestand unter 1500 Euro liegt.“ Da dies nach Ausführung von Andreas Seifert bereits so ist und Sebastian Fabian noch einmal erklärt, dass die Sorge des Schatzmeisters berechtigt ist, wird auf Empfehlung von Friedhelm Kappe, Anton Schumann und Detlev Weichert beschlossen, die bisherige Förderung der Aussteller beizubehalten aber in der nächste Jahresversammlung mit der Empfehlung einer Anhebung des Beitrags auf 15 Euro zu gehen. Diesem Vorschlag stimmt die Versammlung einmütig zu. Klaus Stahl führte zuvor noch aus, dass er wie viele andere dem Zuchtbuch wegen der Förderung beigetreten sei.

 

8.  Bericht der Kassenprüfer

 

Die Kasse des Zuchtbuches ist mit der Kasse des Landesverbandes von Olaf Metzner, Norbert Bürger und Volker Tamke geprüft worden. Olaf Metzner bescheinigt dem Schatzmeister eine einwandfreie Kassenführung.

 

9. Entlastung des Kassenleiters und des gesamt Vorstandes

 

Einstimmig erfolgt darauf die Entlastung.

 

10. Wahlen:

 

a. des Schriftführers

 

Das Amt des Schriftführers hat Peter Jahn 2015 kommissarisch übernommen. Turnusmäßig stehen 2017 Wahlen an. Der Vorstand, der die letzten Monate nutzte, um einen Nachfolger zu finden, schlägt Simon Bultmann vor.  Er nimmt nicht an der Versammlung teil, da der Ausbildungsleiter der Preisrichtervereinigung kurzfristig einen Schulungstermin angesetzt hat, an dem Simon Bultmann teilnehmen muss. Er hat seine Bereitschaft erklärt für das Amt des Schriftführers zu kandidieren und wird einstimmig gewählt.

 

11. Kurzbericht zur BDRG Zuchtbuchtagung 2017

 

Sebastian Fabian berichtet von der Tagung im Haus Düsse in Nordrhein-Westfalen und gibt das Ergebnis der Vorstandswahl bekannt. Er geht auf den Antrag ein, dass künftig die Bundeszuchtbuchschau auch in Leipzig und Erfurt stattfinden soll. Hannover wird 2017 die bundesweite Zuchtbuchschau ausrichten, wie es bereits vor dem Beschluss in der Einladung zur Deutschen Junggeflügelschau mitgeteilt wurde. In diesem Zusammenhang kritisiert Olaf Metzner den neuen Zuchtbuchobmann, Fritz-Dieter Hawes, der erst bei der Bundestagung in Altötting danach fragte, ob die Bundesschau des Zuchtbuches in Hannover stattfinden könne. Dazu Olaf Metzner: „Die Entscheidung brauche ich früher.“ Er lässt dennoch keinen Zweifel daran, dass er diese Schau auch weiterhin in Hannover haben möchte.

 

Damit nicht genug mit der Kritik an Fritz-Dieter Hawes, der sein Amt im Vorjahr von „Mister Zuchtbuch“, Günter Wesch, übernommen hat. Auch Sebastian Fabian und Andreas Seifert stellen fest: „Die Versammlungen liefen früher geordneter und besser“, die Veränderungen zur Ära Wesch sei „doch sehr radikal“. Der LV-Zuchtbuchobmann hofft „auf Normalisierung, damit alles wieder in ordentlichen Bahnen läuft“.

 

In seinen weiteren Ausführungen verweist Sebastian Fabian darauf, dass einheitliche Unterlagen für die Aufschreibungen in Arbeit sind. Abschließend gibt er noch die Bedingungen für den Wettbewerb um die Staatsmedaille bekannt. Bei drei Ausstellungen (Bundesschau, Verbandsschau, Kreis- oder Lokalschau) kommen je fünf Tiere in die Wertung.

 

12. Anträge

 

Es sind keine Anträge eingegangen.

 

13. Aussprache zur Zucht 2017, Befruchtung, Schlupf, Aufzucht

 

Anton Schumann übernimmt diesen Part und berichtet wie er vorgegangen ist. Da die Schausaison bereits im November nach der Schau in Hoya wegen des Ausbruchs der Vogelgrippe beendet war, „habe ich meine Tauben gegen Salmonellen geimpft und bereits an Weihnachten gepaart.  Den Bestand hat er deutlich verkleinert, er geht mit zehn Paaren in die Zucht. Zwei Alttäubinnen legten nicht, „dennoch habe ich noch nie so viele Jungen gehabt. Ich muss Ringe für die letzte Brut nachbestellen.“ Wenn die Jungen geschlüpft sind, beendet Anton Schumann bereits die Zuchtsaison, denn alles, was danach kommt, würde nicht für die Schau in Hannover fertig werden. Die Zucht sei das eine, das Schaufertigmachen der Tiere das andere, was für den Erfolg wichtig sei. „Ein V-Tier wird nicht geboren, es wird gemacht", ist für Anton Schumann der wichtigste Satz in der Rassegeflügelzucht.

 

Ein Erfolgsrezept gebe es nicht. „Ich züchte erst seit 62 Jahren Hamburger“, scherzt Anton Schumann, Zeit genug, um sich eine Zuchtlinie aufzubauen. Als er noch berufstätig war, bildete sein Hobby den idealen Ausgleich. „Gab es Ärger im Betrieb, bin ich abends eine Stunde in den Stall, um Abstand zu bekommen“, betont er. Seine Tiere verwöhne er nicht besonders, „wichtig ist, dass sie Ruhe haben". Es mache nichts, wenn man zwei Tage nicht in den Stall gehe, wenn die Tiere ausreichend Wasser und Futter haben. „Neben der Ruhe ist Selektion wichtig, und es muss genau Buch geführt werden“, verrät der Bundesehrenmeister.

 

In diesem Jahr zog Anton Schumann nur von seinen Hamburger silberlack und keine im Farbenschlag goldlack nach. Die Hennen, die im März geschlüpft sind, legen im September. Seine Stämme bestehen aus Hahn und zwei Hennen, letztere sind Geschwister. Von einem Stamm - blutsfremd - durfte er sich bei der ersten Brut bei 20 eingelegten Eiern über 19 Küken und bei der zweiten Brut bei 19 eingelegten Eiern über 19 Küken freuen. Anton Schumann verschweigt nicht, dass er von anderen Stämmen mit engerer Blutführung weniger Küken bekommen hat. Dies sind aber die besten Ausstellungstiere", fügt er an.

 

Auch zum Thema Gesundheit macht Anton Schumann Ausführungen. Im Dezember werden bei ihm die Ausläufe mit Brandkalk abgestreut. Die Alttiere hält er separat, dabei hat er die Gesundheit seiner Jungtiere im Auge. Sie sollen auf unbelastetem Boden laufen. Das ganze Jahr über wechselt er bei Hühnern und Tauben die Tränken. Diese „brauchen einen Tag Ruhe, damit sie austrocknen und Krankheitserreger absterben. Mit Auswaschen allein ist es nicht getan", erklärt er. Medikamente erhalten seine Tiere nicht. Ich gebe Oregano ins Futter zur Vorbeuge, das genügt."

 

Anton Schumann setzt wie alle Zuchtbuchmitglieder auf Buchführung, zeichnet den Stammbaum seiner Tiere auf. Alles neues Blut, das hinzukommt, wird farbig gekennzeichnet." Was die Legeleistung anbelangt, sind die Aufschreibungen jedoch nur im ersten Jahr aussagekräftig, den mit zunehmendem Lebensalter nimmt die Leistung ab. Wenn man wie Anton Schumann Hennen mit einem Alter von vier Jahren noch in der Zucht hat, drücken diese kräftig auf jede Bilanz. Was die Dokumentationen für das Zuchtbuch anbelangt, betont Anton Schumann, dass „bei den Tauben die Aufzeichnungen einfach sind". Hier geht es um jeweils ein Zuchtpaar und die dazugehörigen Jungtiere.

 

Im September bringt der erfolgreiche Züchter aus Hoya seine Tiere in die Zwangsmauser. Frisch geerntete, noch warme Gerste wird drei bis vier Tage als alleiniges Futter angeboten, dann fliegen die Federn".

 

Zur Aussprache liefert auch Hans-Wilhelm Esse einen beeindruckenden Beitrag. Manchmal brauche man auch gute Zuchtfreunde, betont er sichtlich gerührt. Er sei in diesem Jahr krank gewesen und wollte gar nicht züchten, da haben es zwei Zuchtfreunde für ihn in die Hand genommen. Sie haben für ihn Eier eingelegt und zuletzt den Jungtieren Ringe aufgezogen. „Ein Jahr auszusetzen, birgt  Risiken“, sagt Friedhelm Kappe, einer der beiden Zuchtfreunde, die Hans-Wilhelm Esse so vorbildlich geholfen haben.

 

14. Jahresausblick 2017

 

Sebastian Fabian teilt mit, dass derzeit die Richtlinien des Zuchtbuches in Bezug auf Tauben und das Ziergeflügel überarbeitet werden. Das Ziergeflügel soll stärker integriert werden.

 

15. Bekanntmachungen und Verschiedenes

 

Andreas Seifert regt an, dass die Zuchtbuchmitglieder bei der Schau in Hannover ihre Tiere selbst versorgen, um die Ausstellungsleitung zu entlasten. Hiermit sind alle einverstanden. Peter Jahn geht auf die Abstimmung bei der LV-Tagung in Nienburg und die negative Äußerung  eines Delegierten des GZV Rodenberg ein, der bei der Abstimmung gegen das Zuchtbuch votierte. „So etwas darf nicht passieren, das hat eine ganz schlechte Außenwirkung ausgerechnet für den Verbandsteil, der staatlich gefördert wird.“ Peter Jahn fordert, dass sich das Zuchtbuch noch besser bekannt macht.

 

Sebastian Fabian greift dieses Thema auf und erklärt, dass er gern bei Kreisversammlungen über das Zuchtbuch informiere. Er sagt in Richtung Kreisverbände: „Sprecht mich an, ich komme.“

 

Zur nächsten Jahreshauptversammlung des Zuchtbuches Hannover wird für Sonntag, 27. Mai 2018, eingeladen. Der Ort steht noch nicht fest. Vorgeschlagen sind unter anderem Springe, Wiechendorf und Hoya.

 

Als neues Mitglied kann Sebastian Fabian abschließend Werner Allerkamp, Zum Kampe 1, 37632 Eimen, Tel. 05565/1675, begrüßen, der zum Abschluss der Versammlung spontan seine Anmeldung ausfüllt.

 

Die Jahresversammlung wird vom Vorsitzenden um 12.45 Uhr geschlossen.

 

Peter Jahn

 

Kommissarischer Schriftführer

 

Aktuelle Mitgliederliste des Zuchtbuch Stand 10.2016

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Die aktuelle Eintrittserklärung ist online

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Vordruck Zuchtbuch Brut und Aufzuchterge
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Vordruck Zuchtbuch Groß- und Wassergeflü
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Vordruck Zuchtbuch Hühner und Zwerghühne
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Vordruck Zuchtbuch Legeliste.pdf
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Vordruck Zuchtbuch Tauben.pdf
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Ein neuer Vorstand,

viel Arbeit und eine gemeinsame Zukunft

 

 

Liebe Zuchtfreundinnen und Zuchtfreunde,

Freundinnen und Freunde des Zuchtbuches,

 

seit dem 30. Mai 2015, dem Tag der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Restaurant „Zum alten Zöllner“ in Schlake-Ickhorst, hat unser Zuchtbuch einen neuen Vorstand. Daher möchte ich euch hiermit Andreas Seifert aus Auetal-Rehren als neuen Kassierer, Michael Beckmeyer aus Raddestorf als neuen stellvertretenden Vorsitzenden und mich (Sebastian Fabian) aus Barbis-Bad Lauterberg als neuen ersten Vorsitzenden des Zuchtbuches Hannover vorstellen. Neu ist auch, dass die Position des Schriftführers nicht besetzt ist. Die Arbeit wird vom Gesamtvorstand kommissarisch ausgeführt.  

Wer spezifisch zu meiner Person etwas wissen möchte, kann in der LV-Info 2014 eine kurze, persönliche Stellungnahme zu mir finden. Dort habe ich mich bereits als LV-Tier-, und Artenschutzbeauftragter vorgestellt. Allen denen das nicht ausreicht, stehe ich gerne zum persönlichen Gespräch bereit.

 

Zu allererst möchte ich mich an dieser Stelle, noch bei Andreas Wesemeyer bedanken. Danke sagen für die Jahre in den er das Zuchtbuch nach seinen besten Wissen und Gewissen geführt hat. Denn letztlich ist dies ja auch immer mit persönlicher Arbeit, Aufwand und Engagement verbunden und dies will oft von keinem übernommen werden. Daher ist es achtenswert, das er sich dieser Obliegenheit gestellt hat.

 

Einleitend möchte ich meine neue Aufgabe gerne mit einem Gleichnis darstellen. Denn ich finde mit einem Gleichnis ist die Welt einfach phantasievoller. Für mich ist das Zuchtbuch wie ein Haus, kein Neubau, eher ein etwa 80 Jahre altväterlisches Haus, das mit meinen Vorstandskollegen und mir mal wieder neue „Eigentümer“ (bitte entschuldigt den Ausdruck) bekommen hat. Denn unser Zuchtbuch ist solide und erdverwachsen erbaut worden. Jeder „Eigentümer“, jeder Vorstand, hat etwas dazu beigetragen. Es gab jene, die es gestaltet haben, mit Leben ausgefüllt haben, ihm die Pracht verliehen haben, die es hatte. Leute die es verändert haben und jene, die mit wenig Veränderung den Scharm des Vertrauten erhalten haben. Die es mit Leben ausfüllten aber auch jene, die nach innen die Mitglieder und nach außen das Umfeld, die Umwelt, außer acht gelassen haben.

Doch wie es mit neuen „Eigentümern“ ist, die ihr Haus für die Zukunft ausführen, erhalten wollen und den Scharm der Patina erhalten möchten, es geht nicht ohne Innovationen, ohne Strapazen. So ist es auch für mich und meine Vorstandskollegen. Es gibt sechs Punkte die für uns jetzt anstehen. Erstens und damit am Wichtigsten - die Papiere in Ordnung bringen, das heißt für das Zuchtbuch eine Aktualisierung der Mitgliedsdaten und die Überarbeitung vieler Papiere. Zweitens - die Fenster aufreisen und lüften. Um das unangenehme zu vertreiben und um neue Luft hinein zu lassen. Schlechte Luft kommt von schlechten Dingen und die sollen raus. Auch aus den Gepflogenheiten des Zuchtbuches. Gute, unverbrauchte Luft (Energie) kommt von Außen. Genau diese neue, unverbrauchte Energie soll in das Zuchtbuch rauschen. Drittens - es steht eine Renovierung des Innenraums an, neue Böden, neue Farben und Tapeten, neue Decken. Nachhaltige Investitionen stehen an. Heißt, das Ehrwürdige war nicht schlecht, braucht aber einen gewissen neuen Lock. Es müssen innerliche Strukturen des Zuchtbuches verändert werden, neue Grundlagen geschaffen werden, neue Arbeitsziele  müssen gestellt werden. Es bedarf mitunter neuer Ziele und vielleicht auch neuer Werte für unsere Rassegeflügelzucht im Sinne der Tiere und des Zuchtbuches.

Viertens - jedes renovierte Haus verdient es, mit Leben gefüllt zu werden. Heißt für das Zuchtbuch, neue Mitglieder gewinnen, gemeinsame Aktionen planen und durchführen und nachhaltige Inhalte für unsere Tiere setzen. Fünftens - wer von der Arbeit im Innenraum mal eine Pause braucht oder mit der Innensanierung fertig ist, gestaltet den Außenbereich, die Fassade, den Vorgarten. Bedeutet für uns, das Zuchtbuch nach außen zu präsentieren, die Mitglieder und ihre Tiere zu vertreten und nach außen für den Inhalt, die Rassegeflügelzucht, Mitglieder zu werben. Und zu guter Letzt, also Sechstens, möchte ein jeder auch gerne etwas die Charaktereigenschaft ausleben und mit seinem neuen Haus angeben. Wir, der Vorstandm, machen es schon jetzt und werden es auch künftig gerne tun. Wir würden uns freuen, wenn jeder, jedes Mitglied dies mit dem Zuchtbuch Hannover und seiner inneren wie äußeren Arbeit auch macht. Jeder soll mit Stolz vom Zuchtbuch Hannover erzählen und ruhig auch etwas angeben.

 

Ganz ohne jeden Einzelnen geht es dann aber doch nicht. Zur Überarbeitung der Mitgliedsdaten brauchen wir eure Hilfe. Uns liegen viele Datensätze vor, doch deren Aktualität müssen wir sehr stark anzweifeln. Daher unsere Bitte, füllt bitte die Datenaktualisierung nach bestem Gewissen für euch selbst und ggf. für Mitglieder des Zuchtbuches (eure Familienmitglieder, Ehepartner und Kinder) gesondert aus und sendet sie bis zum 30. Juni 2015 an mich zurück. Gebt auch anderen Zuchtbuchmitgliedern Kunde über diese Aktion, damit keiner vergessen wird. Wir werden künftig nur mit jenen Daten arbeiten, die uns durch die Aktualisierung übermittelt wurden. Gerade die Email-Adresse ist dabei wichtig und spart dem Zuchtbuch viel Geld durch entfallenen Portokosten. Zu einem späteren Zeitpunkt wird es weiter zu diesen Daten, einige Veröffentlichungen (unter Wahrung des Datenschutzes) und eine neue, aktuelle Mitgliederliste geben.

 

In diesem Sinne, allen mein Dank und auf eine gute Aufzucht eurer Tiere. Vergesst aber bitte nicht: Jedes Haus kostet Zeit. Gebt uns diese und eure Unterstützung. Dann werden wir alle unser Ziel auch erreichen.

 

 

 

Sebastian Fabian

LV-Zuchtbuchobmann, LV-Tier-, und Artenschutzbeauftragter




 

 




Landesverband Hannoverscher Rassegeflügelzüchter e.V.     

                                         im Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter e.V.

 

Zuchtbuch

 

 

 

 

Datenaktualisierung 2015

 

Name:....................... ……....................................Vorname:…………..…………..………   geb:....../…….../...........

 

Straße:...................... .........................................................   PLZ,Ort:…......................................................................

 

(............................................................   Email:………………..……………………………………...…………..

 

Ich bin Mitglied im OV – ………………..…………………..……. KV - ……………....…..……………………..

 

Ich bin Preisrichter für die Gruppen:………..………………………………………..

 

Ich züchte in der Gruppe ……………….(1,2,3,) des Zuchtbuches Hannover

Anzahl, 1,0/0,1: ………    Rasse:................................................................................................................................

Farbe: ……………...........................................................................................................

Anzahl, 1,0/0,1: ………    Rasse:................................................................................................................................

Farbe: ……………................................................................................................

Ich züchte in der Gruppe ……………….(1,2,3,) des Zuchtbuches Hannover

Anzahl, 1,0/0,1: ………    Rasse:................................................................................................................................

Farbe: ……………...........................................................................................................

Anzahl, 1,0/0,1: ………    Rasse:................................................................................................................................

Farbe: ……………...............................................................................................

 

Weiter züchte ich noch : ……………………………………………………….……...…………………………….

…………………………………………………………………..….………………………………………………………………………………………………………………………………...

 

Das will ich zum Zuchtbuch Hannover noch loswerden: ………………………………………………………..

……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….……ggf. Rückseite benutzen !

 

_________________________________________________________________________

Ort,Datum,                                             Unterschrift

 

Bitte zurück an: Zuchtbuchobmann, Sebastian Fabian, Domänenweg 1,37431 Bad Lauterberg


 

 

 

 

 

Das Zuchtbuch

 

Leider sind viele Aufzeichnungen vor 1945 verlorengegangen, die das Zuchtbuch betreffen. Es gibt aber Aufzeichnungen über Geflügelzucht, die bis vor Christi Geburt zurückreichen. Die erste Bezeichnung hieß Leistungsgruppe (ab 1937) und wurde erst unter Präsident Wilhelm Schönfelder 1978 in „Zuchtbuch für Leistungsfragen im BDRG" umbenannt. Die Leistungsgruppe war eine Sondergruppe im Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter bzw. seiner Landesverbände. Hier haben sich Idealisten der Rassegeflügelzucht zusammengeschlossen, um ihre Zucht zu vervollkommnen. Mitglied der Leistungsgruppe“ konnte jeder Züchter werden, der Mitglied eines Ortsvereines war unddessen Zuchtanlage und Tiere gewährleisteten, der Leistungsgruppe gerecht zu werden. Händler sowie Züchter, welche die Zucht gewerbsmäßig betrieben (mehr als 5 Zuchtstämme) wurden in der Leistungsgruppe nicht aufgenommen.

Die Stallanlagen mussten zweckmäßig und allen Anforderungen gerecht sein. Das Zuchtziel für alle Rassen war das Züchten und Verbreiten von lebenskräftigen, leistungsfähigen Tieren, entsprechend der Musterbeschreibung für die betreffende Rasse, um das Idealtier in Schönheit sowie in Bezug auf Leistung zu erreichen. Zu den ersten Landesverbänden, die Zuchtbücher ins Leben riefen, gehörten Bayern, Baden, Hannover, Schleswig-Holstein und Westfalen.

Die frühe Zielsetzung lag bei Hühnern in der Eierleistung sowie der Kontrolle der Befruchtungs-, Schlupf- und Aufzuchtsergebnisse. Bei Tauben ging es darum, viele Jungtiere zu haben, die qualitativ sehr gut sein sollten. Das glaubte man seinerzeit im Sinne von „Leistung und Schönheit“vereinigen zu können. Schon bald musste

man feststelle, das dies nicht einfach ist. Wenn auch gut gemeint, die Aufgabe war auf Dauer jedoch kaum lösbar. Das heutige Ziel liegt neben den Anforderungen der AAB in der Verbesserung der Rassen durch Abstammungskontrolle, das meint eine gezielte  Verwandtschaftszucht zum Zwecke der Häufung guter Erbanlagen. Noch lange nicht alle Züchter des BDRG betreiben nämlich wirklich Zucht, sie sind vielmehr Liebhaber, Vermehrer oder  Halter.

Ziel des Zuchtbuches muss es daher sein, hochwertige Zuchttiere zu züchten! Diese sollen nicht nur so viele Eier oder Jungtiere liefern, wie zur Erhaltung der Rasse erforderlich sind, sondern die Tiere sollen daneben auch gesund und leistungsfähig sein. Sie sollen ferner die erforderlichen rassischen Vorzüge aufweisen, um bei den Schauenbestehen zu können. Es ist daher unbedingt erforderlich, diese Aufgabenstellung des Zuchtbuches bekanntzumachen, damit die Arbeit richtig eingeschätzt und beurteilt wird. Die Züchter der Zuchtbücher haben dann vielen anderen Züchtern einiges voraus, denn sie betreiben wirklich Zucht.

Alle Zuchtbuchmitglieder, die ihre Aufschreibungen, ihre Zuchtstammmeldung, Legeliste, Brut- und Bewertungsliste beim Zuchtbuch abgeben, erhaltendie Stallplakette „Anerkannte Zucht im BDRG“. Das Zuchtbuch Hannover kann sich bei den Bundeszuchtbuchschauen mit seinen Leistungen sehenlassen.

Wer ohne Kontrolle züchtet, spielt nur Lotterie, Erfolg auf Dauer kann nur die Zuchtbuchführung -Stammbaumzucht- sichern.

(Quelle: Das Zuchtbuch im Wandel der Zeit und Unterlagen vom ZB Hannover





aufkleber_zb_hannover_neu.pdf
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die Termine 2017 für die LV-Jugend sind online.....

Die Meldepapiere für die LV-Jugendschau 2017 sind online....

Neue Dateien des Zuchtbuches stehen zum Download bereit

 

Neue Eintrittserklärung für das Zuchtbuch steht zum Download bereit

 

Kurzprofil vom LV:

 

Der Landesverband

Hannover besteht aus den

Regierungsbezirken

Lüneburg, Hannover und

Braunschweig und wurde

am 9. November 1879 als

Zentralverein für Rassegeflügelzucht

in der Provinz Hannover gegründet.

 

Wir betreuen heute in

13 Kreisverbänden rund

8.900 Mitglieder,

darunter 600 Jugendliche,

die in 170 Rassegeflügel-, Rassetauben-

und Kleintierzuchtvereinen

organisiert sind.

Der nördlichste Verein ist

Cuxhaven und der

südlichste Hann.Münden.

 

Letzte Aktualisierung

am 05. Juli 2017