Auf dem Titelbild zu sehen:

Die Heimatrasse im Fokus des LV Hannover im Jahr 2020 ist die Diepholzer Gans.

 

 

Eine wunderbare Sache.....

Bericht aus dem Göttinger Tageblatt von einem Besuch in der Tagespflegeeinrichtung in Wunstorf von Olaf Metzner mit einem "Schwung" Küken .....

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2021-04-17_Bericht_Göttinger_Tageblatt.p
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Achtung an alle Jubiläumsvereine im Jahr 2022

Die Vereine, wo die Jugendgruppe ein 50, 75, 100 oder 125jähriges Jubiläum im Jahr 2022 begeht, möge bitte bis zum 31.05.2021 bei der LVJLin Kathrin Stietenroth hierfür den Antrag stellen!

 

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Jugendgruppenjubilaeen Vereine blanco (1
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Hier eine wichtige Information  vom LJR für alle JULEICA Inhaber über Sonderregelungen während Corona


Vereine und das Transparenzregister

 

Im Juni 2017 wurde durch eine Änderung im Geldwäschegesetz (BGBl I, Nr. 39, vom 24. Juni 2017, S. 1822ff.) das Transparenzregister eingeführt, das auf der Umsetzung der 4. Europäischen Geldwäsche-Richtlinie (EU) 2015/849 beruht. www.transparenzregister.de

Über das Transparenzregister müssen Gesellschaften oder sonstige juristische Personen Angaben zum wirtschaftlichen Eigentümer machen.

Für Vereine dürfte wohl keine Eintragungspflicht bestehen, jedoch wird für die Führung des Transparenzregisters von allen juristischen Personen des Privatrechts, also auch eingetragenen Vereinen, eine jährliche Gebühr erhoben. Rechtsgrundlage hierfür ist § 24 Abs. 1 des Geldwäschegesetzes (GwG) in Verbindung mit Nummer 1 der Anlage 1 zur Transparenzregistergebührenverordnung (TrGebV).

Der Bundesanzeiger (Bundesanzeiger Verlag GmbH), der mit der Führung des Registers betraut ist, hat in den vergangenen Tagen begonnen an die transparenzpflichtigen Rechtseinheiten (also auch an eingetragene Vereine) Gebührenbescheide für die Führungsgebühr zu versenden. Dies gilt unabhängig davon, ob eine entsprechende Vereinigung zu einer Mitteilung an das Transparenzregister verpflichtet ist oder die Pflicht nach § 20 Abs. 2 GwG auch ohne eigene Mitteilung als erfüllt gilt. Unerheblich ist darüber hinaus auch, ob tatsächlich eine Mitteilung an das Transparenzregister erfolgte oder nicht.

Zur Verringerung des Aufwandes wird die Gebühr regelmäßig für mehrere Gebührenjahre zusammen erhoben.

Auch wenn die in Rechnung gestellten Beträge nur gering sind sollten die bei den Vereinen eingehenden Bescheide sorgfältig geprüft werden. Die Tatsache, dass neben der Gebühr auch Umsatzsteuer erhoben wird ist kein Hinweis auf eine „Fake-Rechnung“. Der Bundesanzeiger Verlag GmbH ist umsatzsteuerpflichtig und muss diese daher neben den Gebühren erheben.

Wie nun also Original und Fälschung unterscheiden? Da alle Angaben auf den Bescheiden auch der Homepage der Bundesanzeiger Verlag GmbH entnommen werden können, ist die einzig verlässliche Angabe die Bankverbindung. Nur wenn sich die folgende Bankverbindung auf dem Gebührenbescheid befindet, ist dieser

echt und die Zahlung kann vorgenommen werden.

Sparkasse KölnBonn IBAN DE30 3705 0198 1934 4806 72 BIC COLSDE33XXX

Diese Bankverbindung gilt nur für die Gebührenbescheide.

Für kostenpflichtige Leistungen des Transparenzregisters, z. B. Hinterlegung neuer Daten, befindet sich auf der hierüber ausgestellten Rechnung die folgende Bankverbindung:

Postbank Köln IBAN DE57 3701 0050 0000 3995 09 BIC PDNKDEFF

Sollte ein Verein eine Rechnung über kostenpflichtige Leistungen von der Bundesanzeiger Verlag GmbH erhalten, ist der Rechnungsbetrag, sofern eine Leistung auch in Anspruch genommen wurde, ausschließlich auf dieses Konto zu entrichten. Ist dieses nicht auf der Rechnung angegeben, sollte die Rechnung umgehend an die Polizei oder Staatsanwaltschaft weitergeleitet und Strafanzeige erstattet werden.

Ist eine Gebührenbefreiung möglich?

a) Rückwirkend wahrscheinlich nein.

b) Für die Zukunft ja.

Bei gemeinnützigen Vereinen ist dies möglich: Vereinigungen, die einen steuerbegünstigen Zweck im Sinne der §§ 52 bis 54 der Abgabenordnung verfolgen und über eine entsprechende Bescheinigung des Finanzamtes verfügen, können gemäß § 4 TrGebV bei der registerführenden Stelle eine Gebührenbefreiung ab dem Jahr 2020 beantragen.

Die Antragstellung dazu kann unter der eMail-Adresse gebuehrenbefreiung@transparenzregister.de erfolgen.

Hierzu sind gem. § 24 Abs. 1 S. 2 GwG in Zusammenhang mit § 4 TrGebV folgende Nachweise (z.B. als PDF-Datei) dem Antrag beizufügen oder innerhalb von 14 Tagen nachzureichen:

• Nachweis des steuerbegünstigten Zweckes im Sinne der §§ 52 bis 54 der Abgabenordnung (= Kopie des letzten und damit aktuellen Freistellungsbescheides des Finanzamtes)

• Der Nachweis über die Identität des Antragsstellers nach § 3 TrEinV (= Kopie des gültigen Personalausweises)

• Einen Nachweis, der die Berechtigung belegt, dass der Antragssteller für die Vereinigung handeln darf (= Vereinsregisterauszug)

 

 

ACHTUNG: 

Die für den 5. März 2021 geplante LV-Jugend Del. Hauptversammlung im Hotel Wülfers in Großippener wird auf unbestimmte Zeit verschoben!

Wenn es die Pandemie wieder zulässt, werden wir wieder in die Planung gehen.

Bitte bleibt alle gesund!

 

Eure Kathrin Stietenroth (LVJLin)


Online-Umfrage zum Thema Wolf an die GEH-Schaf- und Ziegenhalter

 

Da einige Rassegeflügelzüchter auch Schafe und Ziegen ihr Eigen nennen, wollen wir an dieser Stelle die GEH unterstützen, die auch bedrohte Geflügelrassen vor dem Aussterben retten will und mit unserem Landesverband zusammenarbeitet.

 

Peter Jahn

 

Hier der Aufruf:

Liebe GEH-Schaf- und Ziegenhalter/innen,
wir möchten heute eine Online-Umfrage der Justus-Liebig-Universität in Verbindung mit Dr. Henrik Wagner (GEH-Schafkoordinator) an alle GEH-Schaf- und Ziegenhalter mit E-Mail weiterleiten. Die Erhebung ist anonym und es werden keine Daten weitergeben. Es wäre schön, wenn sich viele Tierhalter/innen die ca. 10 Minuten Zeit nehmen, die Umfrage „Einfluss der Rückkehr des Wolfes nach Deutschland auf die Population von vom Aussterben bedrohter Haustierrassen im Bereich der Schaf- und Ziegenhaltung“ ausfüllen würden.

Der Link zur Umfrage: https://www.umfrageonline.com/s/wolfgenetDiv
Einführungstext der Universität Gießen zum Thema:

Sehr geehrte Damen und Herren,
seit der Rückkehr des Wolfs nach Deutschland hat es nicht nur in der politischen Diskussion, sondern auch auf wissenschaftlicher Ebene viele Kontroversen gegeben. Nach unserer Meinung ist ein Aspekt bisher noch nicht diskutiert und untersucht worden: Hat die Ausbreitung des Wolfs Einfluss auf die Population von vom Aussterben bedrohter Haustierrassen im Bereich der Schaf- und Ziegenhaltung?

Um eine fundierte Basis für die Diskussion dieser Thematik zu erhalten, bitten wir Sie den angefügten Fragebogen wahrheitsgemäß auszufüllen. Ihre Angaben werden in einer wissenschaftlichen Studie verarbeitet und persönliche Daten werden dazu nicht verwendet.

 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Prof. Dr. Axel Wehrend, Dipl. ECAR, Fachtierarzt für Reproduktionsmedizin
Dr. Henrik Wagner, Fachtierarzt für kleine Wiederkäuer, GEH-Schafkoordinator Justus-Liebig-Universität, Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere mit Tierärztlicher Ambulanz
Frankfurter Straße 106
35392 Gießen
Email: Henrik.W.Wagner@vetmed.uni-giessen.de
Telefon: 0641/9938703

 

 

Die Vordrucke für das Zuchtbuch stehen zum Download bereit


Mitteilung des Zuchtbuch-Obmanns

 

Sebastian Fabian weist darauf hin, dass die Mitglieder des Zuchtbuches Hannover noch bis zum 1. Februar ihre Unterlagen abgeben können. Diese sind an ihn in die  Pöhlder Straße 17, 37412 Herzberg am Harz per Post oder per E-mail: fabian.sebastian@gmx.de zu schicken. Bei Rückfragen ist der Vorsitzende des Zuchtbuches unter Tel.: 0157-31383368 zu erreichen.

 

Peter Jahn

                                                                                                                         


Neue Ideen ebnen den Weg in die Zukunft

 

 

Eine supergute Idee hat Sebastian Fabian entwickelt, um die Rassegeflügelzucht zukunftstauglich zu machen. Der Start der Internet-Aktion des KV Südhannover soll für alle Kreisverbände Ansporn sein. Ruft zu gleichen Aktionen auf, entwickelt weitere Ideen, die unser Hobby voranbringen. Es sind keine Grenzen gesetzt.

Jetzt, da die Kontakte begrenzt sind, wir viel Zeit zu Hause verbringen, ist Gelegenheit mal das aufzuschreiben, was Zuchtfreundinnen und Zuchtfreunden an Wissenswertem vermittelt werden kann. Tipps und Ratschläge soll man nicht für sich behalten - wer diese weitergibt, hilft anderen und vor allem dem Hobby. Der Trend in der Gesellschaft heißt raus aus der Stadt, viele Menschen suchen sich Wohnungen und bauen Eigenheime auf dem Land, viele sind gegen Massentierhaltung, wünschen sich gesunde Ernährung. Menschen finden zurück zur Natur, zum eigenen Geflügel im Garten. Diesen können Ziergeflügelarten und anderes Federvieh, Puten, Perlhühner, Gänse, Enten, Hühner, Zwerghühner und Tauben beleben. Für jede Gartengröße lässt sich etwas finden. Wir können punkten: Nur wir müssen es auch wollen und tun.

Also auf, lest was Sebastian und der KV Südhannover zu bieten hat und macht euch Gedanken, was jeder von uns beitragen kann.

 

Peter Jahn

 

Liebe Zuchtfreundinnen und Zuchtfreunde,

 

erlaubt mir ein paar kurze Anmerkungen bis ich zum Wesentlichen komme. Unser Wettbewerb bei Instagram läuft sehr gut. Aktuell verzeichnen wir 195 Abonnenten und 149 Beiträge. Wobei die Tendenz täglich steigend ist. Dies ist sicherlich Ausdruck dafür, dass gegenwärtig noch mehr über

das Internet agiert wird. Wer selber noch Interesse hat, sich diesem Wettbewerb anzuschließen, kann dies noch bis zum 10. Januar 2021 machen.

Nun zum eigentlichen Anliegen. Da wir uns quasi noch am Anfang des aktuellen Lockdown befinden und zu Hause bleiben sollen, haben die meisten wieder einmal mehr Zeit für die eigenen Tiere. Doch leider ist es in diesen Monaten auch sehr früh, sehr dunkel. Was die Aktivitäten einschränkt. Und doch ist es die Zeit der Anpassung, des Eier sammeln, Brüten, der Aufzucht und vieles mehr. Jetzt kommt es auf jede kleine Nuance an. Am späten Nachmittag, Abend ist jedoch noch einiges an Zeit vorhanden. Daher möchte ich Euch dazu einladen, berichtet von Euren Tieren, der Rasse, Eigenschaften und was sie für Euch so beliebt macht.

Verfasst Texte, Berichte, Aufsätze als Werbebotschaft für Eure Rassen. Oder über Erfahrungen, zum Futter, Stall, Nistzellen, Brutfehlern, usw. die Ihr anderen mitteilen wollt. Nutzt die (Mehr-)Zeit, die Ihr habt so kreativ wie möglich. Ebenso kann ich mir Videos (Tutorials) auch gut vorstellen. Alles was als Botschaft für unser Hobby gut ist. Dabei ist die Form quasi egal und bleibt Euren Möglichkeiten überlassen.

Handgeschriebene Texte, würden wir zur besseren Handhabung lediglich digitalisieren. Sie sind aber

grundsätzlich möglich. Auch „Präsentationen“ wie Schauplakate oder PowerPoint, Referate, die als

zusätzliche Arbeit des „Homeschooling“ gewertet werden könnten. Haltet dazu mal Rücksprache mit den Lehrern*, sie werden sicher erfreut sein. Und was ist leichter als eine gute Note für etwas, das Spaß macht. Bei der Veröffentlichung würden wir dann helfen. Vorrangig auf unseren aktuellen Kanälen. Der Homepage und Instagram (auch IGTV). Im weiteren aber in der LV-Info, Fachpresse, regionalen Tageszeitungen und später auch mal bei Facebook. Sendet dazu Euren Beitrag an mich.

Warum: Wenn jemand über Geflügel berichten kann, dann wir!

Wir können nicht nur klagen, wie sich die Zeiten verändert haben. Wir müssen sie selbst gestallten, müssen Interessierte da abholen, wo sie sind. Und das ist zunehmend im Alltag aber auch gerade jetzt im Lockdown, das Internet. Dort müssen wir uns, unsere Sache platzieren.

Also macht Euch ans Texten, Gestalten, Drehen. Wir freuen uns auf Eure Zusendungen.

Für die Gruppe der Jugend gibt es einen extra Bonus. Der Jugendvorstand verlost unter allen Zusendungen ein 2020er BDRG-Band.

Für die nicht mehr Jugendlichen möchten wir als Bonus auf §3g der LV-Satzung (Ehrungen (A))

verweisen. Heißt, Eure Beiträge können zum Erwerb der Goldenen Feder die vielleicht entscheidenden Punkte bringen.

Eure Arbeit lohnt sich also in jedem Fall. Für Euch, für die Tiere und unsere gemeinsame Sache. Daher auch die Bitte, helft dabei, diesen Brief bei den Mitgliedern zu verteilen.

Mit den besten Grüßen

 

Sebastian Fabian

Vorsitzender des KV Südhannover

 


 

Vogelgrippe - Wir bleiben dran

Ministerin antwortet auf Schreiben des Landesverbandes

 

Auch heute ist wieder ein neuer Ausbruch bekannt geworden. Diesmal in einem Putenmaststall. Unser Problem ist, dass unser Geflügel eine Aufstallung nur schlecht verkraftet. Die Übernetzung ist eine Form mit der alle Rassegeflügelzüchter gut leben können. Die Geflügelpestverordnung sieht diese Form des Schutzes gegen den Eintrag des Virus durch Wildgeflügel seit 2018 auch vor. Vorausgegangen sind Verhandlungen an denen der BDRG ebenso eingebunden war, wie die Geflügelwirtschaft und der Zooverband. Es konnte auch erreicht werden, dass Tauben völlig aus den Begriffen Geflügel und Vögel herausgenommen wurden, da diese sich nicht infizieren können.

Seit 2016/17 ist es in diesem Herbst zu ersten schwereren Ausbrüchen der Vogelgrippe gekommen. Von der Möglichkeit einer Übernetzung wussten aber nicht alle Veterinärämter. Deshalb haben sich die Landesverbände Hannover und Weser-Ems auf den Weg gemacht und Kontakt zu Politikern, Ministerium und der Ministerin selbst aufgenommen.

Barbara Otto-Kinast hat wie folgt geantwortet: 

 

Sehr geehrter Herr Walter,

 

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 25.11.2020, das ich Ihnen sehr gerne beantworte.

In Deutschland wurde seit Ende Oktober 2020 bei 400 Wildvögeln das Virus hochpathogenen aviären Influenza (HPAI, Geflügelpest) nachgewiesen. Die Nachweise bei Wildvögeln stammen vorwiegend aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Dabei waren die Nachweise der Geflügelpest zunächst auf Wildvögel in Küstennähe beschränkt, mittlerweile gibt es aber auch mehrere Nachweise im Landesinneren.

Bisher wurde in 12 Hausgeflügelbeständen in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen der Ausbruch der Geflügelpest festgestellt. Bei einigen dieser Bestände handelte es sich um Hobbyhaltungen. Auch in unseren Nachbarländern, beispielsweise den Niederlanden, wurden zahlreiche Ausbrüche der Geflügelpest beim Hausgeflügel gemeldet. Das Geflügelpest-Virus ist also nach wie vor in der Wildvogelpopulation vorhanden und scheint sich nach Einschätzung des Friedrich-Löffler-Instituts sogar noch weiter auszubreiten. Das Friedrich-Löffler-Institut schätzt daher das Risiko des Eintrags der Geflügelpest in Hausgeflügelbestände weiterhin als hoch ein.

In Anbetracht der Seuchenlage haben die niedersächsischen Landkreise eine Risikobewertung auf Grundlage der in § 13 Abs. 2 Geflügelpest-Verordnung vorgegebenen Kriterien vorgenommen. Diese Kriterien umfassen insbesondere regionale Gegebenheiten wie bevorzugte Rast- und Brutplätze von wildlebenden Wat- und Wasservögeln sowie das sonstige Verhalten und Vorkommen von Wildvögeln und die Geflügeldichte. Daneben ist, soweit vorhanden, die aktuelle Risikoeinschätzung des Friedrich-Löffler-Instituts einzubeziehen. In Landkreisen, in denen eine Aufstallung von Geflügel aufgrund des Ergebnisses der Risikobewertung unter Berücksichtigung der Kriterien nach Geflügelpest-Verordnung erforderlich ist, wurde eine Aufstallung von Freiland-Geflügel nach § 13 Abs. 1 Satz 1 der Geflügelpest-Verordnung angeordnet. Demnach ist die Aufstallung des Geflügels in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss (Schutzvorrichtung), anzuordnen.

Mit der Neufassung der Geflügelpest-Verordnung im Jahr 2018 wurden die Ausnahmemöglichkeiten von der Aufstallungsanordnung überarbeitet. Nunmehr können auch für bestimmte Haltungen oder Örtlichkeiten Ausnahmen von der Aufstallungspflicht im Rahmen einer Allgemeinverfügung vorgesehen werden. Voraussetzung hierfür ist, dass Belange der Tierseuchenbekämpfung nicht entgegenstehen und sichergestellt ist, dass der Kontakt zu Wildvögeln auf andere Weise weitestgehend vermieden wird (§ 13 Abs. 1 Satz 2 Geflügelpest-Verordnung). In diesem Zusammenhang dürfen Netze oder Gitter zur Vermeidung des Kontaktes zu

Wildvögeln genutzt werden, wenn sie als Abdeckung nach oben eine Maschenweite von nicht mehr als 25 mm aufweisen (Empfehlung der EFSA im EFSA Journal 2017; 15 (1): 4687) (§ 13 Abs. 1 Satz 3 Geflügelpest-Verordnung). Die Landkreise und kreisfreien Städte wurden per Erlass im Dezember 2020 auf diese Möglichkeit hingewiesen. Zudem gibt es die Möglichkeit einer einzelbetrieblichen Ausnahme von der Aufstallungspflicht, wenn wegen der bestehenden Haltungsverhältnisse die Aufstallung nicht möglich oder eine artgerechte Haltung erheblich beeinträchtigt ist, Belange der Tierseuchenbekämpfung nicht entgegenstehen und sichergestellt ist, dass der Kontakt zu Wildvögeln auf andere Weise weitestgehend vermieden wird (§ 13 Abs. 3 Satz 1 Geflügelpest-Verordnung). Auch im Rahmen einer einzelbetrieblichen Ausnahme von der Aufstallungspflicht können Netze und Gitter mit einer Maschenweite von höchstens 25 mm als Abdeckung nach oben genutzt werden, um den Kontakt mit Wildvögeln weitestgehend zu vermeiden (§ 13 Abs. 3 Satz 2 Geflügelpest-Verordnung).

Die Verwendung von Gittern und Netzen als Abdeckung nach oben ist nach den Vorgaben der Geflügelpest-Verordnung somit nur im Rahmen einer Ausnahmegenehmigung von der Aufstallungspflicht statthaft. Die Verpflichtung zur Durchführung von regelmäßigen Untersuchungen auf die Geflügelpest nach § 13 Abs. 4 Geflügelpest-Verordnung besteht sowohl bei der Genehmigung von Ausnahmen im Rahmen einer Allgemeinverfügung als auch bei Erteilung einer einzelbetrieblichen Ausnahmegenehmigung von der Aufstallungspflicht.

Ich bin mir der Belastung, die die Anordnung der Aufstallung sowohl für Sie als auch für Ihre Tiere mit sich bringt, sehr bewusst. Für Geflügel, das es gewohnt ist, den Tag im Freien zu verbringen, ist die Aufstallung eine große Belastung. Dies trifft sowohl für Rassegeflügel in Hobbyhaltungen als auch für Nutzgeflügel in landwirtschaftlichen Haltungen zu. Die Tierhalter und Tierhalterinnen stehen vor der großen Herausforderung, sowohl den Vorgaben zur Seuchenprävention als auch dem Tierwohl gerecht zu werden.

Leider zeigen die anhaltenden Nachweise der Geflügelpest bei Wildvögeln sowie die zahlreichen Ausbrüche der Geflügelpest in Geflügelhaltungen sowohl in Deutschland als auch in den umgebenden EU-Staaten, dass die Bedrohung unserer Hausgeflügelbestände derzeit noch nicht ausgestanden ist.

Durch Ihren Einsatz leisten Sie einen sehr großen Beitrag zum Erhalt der Tiergesundheit und zum Schutz der niedersächsischen Geflügelbestände vor der Geflügelpest. Dafür bedanke ich mich sehr bei Ihnen und den Mitgliedern Ihres Verbandes.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Sehr geehrte Frau Ministerin Otte-Kinast,

 

nahezu alle Landkreise und kreisfreien Städte im Norden und in der Mitte Niedersachsens haben die Stallpflicht für Geflügel zum Schutz vor der Vogelgrippe per Allgemeinverfügung verordnet. Nun ist es an den Veterinärämtern entsprechende Biosicherheitsmaßnahmen anzuordnen. Dass die Entscheidungen regional getroffen werden, erhöht die Flexibilität und die Möglichkeiten Einzelfälle zu berücksichtigen. Es gibt große regionale Unterschiede, was die Geflügeldichte aber auch was die Wasserflächen betrifft, deshalb wäre es gut, wenn die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ämter dies berücksichtigen und nach der jeweiligen Gegebenheit entscheiden.

Nach den Verhandlungen in den Jahren 2016/17, die in einer neuen Verordnung mündeten, haben neben den Vertretern der Geflügelwirtschaft, der Zoos und Tierparks auch Präsidiumsmitglieder des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter sowie des Wissenschaftlichen Geflügelhofes des BDRG mit beraten. Dabei ist man sich einig geworden, dass neben geschlossenen Ställen auch Netze zur Vermeidung des Kontaktes zwischen Hausgeflügel und den Vögeln in Zoos und Tierparks möglich ist. Mit der geänderten Geflügelpestverordnung ist die Möglichkeit geschaffen worden, im Wege der Allgemeinverfügung bei Verhängung von Stallpflichten Netze oder Gitter zur Vermeidung des Wildvogelkontaktes für bestimmte Haltungen, darunter auch beim Rassegeflügel zu ermöglichen.

Der diesjährige Ausbruch der Aviären Influenza zeigt aber, dass sich einige zuständige Veterinärämter schwer tun, wenn es um eben diese Absicherung der Geflügelvolieren mit Netzen geht. Das wirft bei vielen Züchtern und auch privaten Klein- und Kleinstgeflügelhaltern Fragen auf. Bei den Verhandlungen im Vorfeld der Neufassung der Geflügelpestverordnung ist klar herausgearbeitet worden, dass sich Wildvögel nicht auf Netze oder Draht setzen und dass die Wildvögel im Flug keinen Kot absetzen – Ausnahme Möwen. Der Kontakt zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel lässt sich verhindern, die Puten, Perlhühner, Gänse, Enten, Hühner und das Ziergeflügel können so art- und tierschutzgerecht mit Auslauf gehalten werden. Warum tun sich zuständige lokale Behörden so schwer, fragen unsere Mitglieder. Das sind in den beiden Landesverbänden rund 18 000 Menschen. Auch eine zeitliche Befristung der Aufstallung wird teilweise nicht in Aussicht gestellt, weil die Veränderung des Risikos für eine Einschleppung des Vogelgrippeerregers durch Zugvögel zeitlich nicht abgeschätzt werden könne.

Viele unserer Mitglieder glauben, dass einige regionale Risikobewertungen eher allgemein gehalten sind, tatsächliche regionale Gegebenheiten nicht berücksichtigt werden und vordergründig mögliche wirtschaftliche Folgen angeführt werden. Nicht hilfreich ist es außerdem, wenn der Eindruck erweckt wird, dass man jährlich im Herbst und im Frühjahr mit verschärften Maßnahmen rechnen müsse. Und dann sind da auch noch die Ausnahmegenehmigungen, die teilweise mit einer Verwaltungsgebühr belegt werden. Nicht nur die Vogelgrippe, sondern auch die Handhabung und Auslegung bestehender gesetzlicher Bestimmungen bedrohen die Zier- und Rassegeflügelzucht und somit den Erhalt wertvollen Genmaterials und altes heimisches Geflügel existenziell.

Beim Kleintierzuchtempfang im Jahr 2019 haben der LV-Vorsitzende Hannover, Alfred Karl Walter, und Lars Stenken vom LV Weser-Ems auf die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Aviären Influenza hingewiesen. Lars Stenken hat damals angeregt gemeinsam zu überlegen, wie die Geflügelpestverordnung im Falle eines Falles umgesetzt werden könnte und ob Niedersachsen eine Überspannung der Volieren mit Netzen tatsächlich auch als gleichwertige Möglichkeit der Aufstallung sieht. Bei der Europäischen Kommission und deren wissenschaftlichen Beratern wird davon ausgegangen, dass das Verhindern des direkten Kontakts mit Wildvögeln für Kleinsthaltungen ausreichend ist. Zum gleichen Ergebnis ist auch eine Arbeitsgruppe des zuständigen Ministeriums in Baden-Württemberg gekommen. Für die beiden dortigen Landesverbände des BDRG gilt, dass eine Abgrenzung nach oben durch Netze als Alternative möglich ist.

„Die in der Neuordnung der Geflügelpest-Verordnung vorgesehene Ermächtigung für die zuständige Behörde (in Niedersachsen die kommunale Veterinärbehörde) ist für kleinere Geflügelhaltungen tatsächlich eine Verbesserung. Durch die regionale Entscheidung und Bewertung, ob und welche Biosicherheitsmaßnahmen angeordnet werden, ergibt sich eine erheblich höhere Flexibilität und die Möglichkeit, örtliche Begebenheiten und Einzelfälle zu berücksichtigen.“ So nachzulesen in einem Vermerk der Abteilung 2 (203-02064/1-387) als Antwort auf eine  Frage von Lars Steenken beim Kleintierzuchtempfang 2018. Und weiter heißt es da: „In der Neuordnung der Geflügelpest-Verordnung wird der zuständigen Veterinärbehörde die Möglichkeit gegeben, Geflügelhaltungen von der Aufstallungspflicht auszunehmen, wenn eine artgerechte Haltung der Tiere durch Stallhaltung erheblich beeinträchtigt wird. Es muss allerdings sichergestellt werden, dass der Kontakt zu Wildvögeln auf andere Weise weitestgehend vermieden wird. Im Hinblick auf die Vermeidung eines Kontaktes mit einem Wildvogel soll hierbei die Verwendung von Netzen bzw. Gittern ausreichend sein, wobei die Maschenweite entsprechend den Empfehlungen der EFSA auf 25 mm festgelegt wird. Im Zuge des Geflügelpestgeschehens 2016/2017 hat sich gezeigt, dass die Aufstallung von Freilandgeflügel, insbesondere Laufvögeln, mit erheblichen Problemen verbunden sein kann. Es wird daher seitens Niedersachsen unterstützt, dass nunmehr auch Aspekte des Tierschutzes in der Ausnahmeregelung berücksichtigt werden.“

Die Aufstallung des Rasse- und Ziergeflügels bedeutet nicht einfach aufstallen, sondern es führt zu einem großen Stress, zu einer Immunsuppression und zu einer deutlichen Dezimierung der Bestände. Für die Rassegeflügelzüchter ist die artgerechte Freilandhaltung die einzige mögliche Haltungsform. Die Tiere werden in Ausläufen mit Ställen, die nur der Übernachtung dienen, gehalten. Und der Bau von Provisorien, um den Tieren mehr Platz zu verschaffen, z.B. mit Zelten oder Planen als dichtes Dach, hat sich erfahrungsgemäß nicht bewährt. Diese werden nach den ersten starken Regenfällen undicht. Außerdem halten sie wie auch die Folientunnel Schneefall und Stürmen nicht stand. 

Wir bitten Sie, Frau Ministerin Otto-Kinast, die vielen Klein- und Kleinstgeflügelhalter zu unterstützen, indem die Risikobewertungen fortlaufend und regional entsprechend aktualisiert werden und die die Netze über Ausläufen und Volieren tatsächlich als gleichwertige Möglichkeit der Aufstallung berücksichtigt werden.

 

Mit freundlichem Gruß

Peter Jahn - Präsidiumsmitglied des BDRG

Alfred Karl Walter - Vorsitzender des LV Hannover

 

Sebastian Fabian – Tierschutzbeauftragter des LV

 

 


Geflügelgrippe: Wichtiger Hinweis

 

Erfreut kann Lars Steenken, der LV-Vorsitzende von Weser-Ems, mitteilen: Die vielen Gespräche der letzten Tage auf allen Ebenen haben den anliegenden Hinweis des Ministeriums Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz an die Veterinärämter bewirkt. Zuständig sind nach wie vor die Veterinärämter vor Ort, jedoch zeigt der Hinweis die  Möglichkeiten auf und dient der weiteren Gesprächsgrundlage. In erster Linie betrifft es die Veterinärämter, die tatsächlich eine feste Überdachung sehen und zwingend einfordern.

An die Landkreise, kreisfreien Städte, Region Hannover,
Zweckverband Veterinäramt JadeWeser

Nachrichtlich vom LAVES

Tierseuchenbekämpfung;

Anordnung der Aufstallung von Geflügel sowie Ausnahmemöglichkeiten nach § 13 Geflügelpest-Verordnung Bezugnehmend auf meinen Erlass vom 11.11.2020 und aufgrund von Anfragen zur Aufstallung von Geflügel möchte ich auf die seit 2018 bestehende Ausnahmemöglichkeit von der Aufstallungsanordnung für bestimmte Haltungen oder Örtlichkeiten gemäß § 13 Abs. 1 S. 2 Geflügelpest-Verordnung hinweisen.

Die Aufstallung des Geflügels wird angeordnet, soweit dies auf Grundlage einer Risikobewertung zur Vermeidung der Einschleppung oder Verschleppung der Geflügelpest erforderlich ist. Dabei wird die Aufstallung des Geflügels in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss (Schutzvorrichtung), angeordnet (§ 13 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 13 Abs. 2 der Geflügelpest-Verordnung).

Dabei können seit der Neufassung der Geflügelpest-Verordnung für bestimmte Haltungen oder Örtlichkeiten Ausnahmen von der Aufstallungspflicht vorgesehen werden. Voraussetzung hierfür ist, dass Belange der Tierseuchenbekämpfung nicht entgegenstehen und sichergestellt ist, dass der Kontakt zu Wildvögeln auf andere Weise weitestgehend vermieden wird (§ 13 Abs. 1 Satz 2 Geflügelpest-Verordnung).

In diesem Zusammenhang dürfen Netze oder Gitter zur Vermeidung des Kontaktes zu Wildvögeln genutzt werden, wenn sie als Abdeckung nach oben eine Maschenweite von nicht mehr als 25 mm aufweisen (Empfehlung der EFSA, EFSA Journal 2017; 15 (1): 4687) (§ 13 Abs. 1 Satz 3 Geflügelpest-Verordnung). Auch im Fall der Ausnahme nach § 13 Abs. 1 S. 2 Geflügelpest-Verordnung gelten die Vorgaben nach § 13 Abs. 4 Geflügelpest-Verordnung.

Die Ausnahmemöglichkeit von bestimmten Haltungen oder Örtlichkeiten nach § 13 Abs. 1 S. 2 Geflügelpest-Verordnung kann im Wege der Allgemeinverfügung vorgesehen werden und bei Bedarf auch nachträglich erfolgen.

Diese Regelung wurde seinerzeit auch auf ausdrücklichen Wunsch Niedersachsens in die Geflügelpest-Verordnung eingebracht, da neben der aufwändigen einzelbetrieblichen

Ausnahmegenehmigung von der Aufstallungspflicht nach § 13 Abs. 3 der Geflügelpest-Verordnung eine weitere Ausnahmemöglichkeit mit geringerem Verwaltungsaufwand geschaffen werden sollte.

Um Beachtung wird gebeten.

Im Auftrage

gez.

Dr. Rüben

 

 

 


Die LV-Ehrenbänder können bei unserem neuen Zuchtwart Dirk Laumann beantragt werden. Im Formular, welches unter Downloads zu finden ist, sind alle Daten aktualisiert


Eine aktualisierte Terminübersicht der stattfindenden Ausstellungen in den KV´s