Abschied von Albert Kalks - Bruteier nach ganz Europa

 Alle Plätze, auch die auf der Empore der Kirche im Nachbardorf Hotteln mit dem romanischen Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert, waren bei der Trauerfeier zum Gedenken an Albert Kalks besetzt. Zahlreiche Rassegeflügelzüchter aus den Reihen des RGZV Algermissen, aus Nachbarvereinen, dem Marans-Club Deutschland sowie Freunde der Kleintierzucht nahmen von ihm Abschied. Unser bekannter Marans-Züchter verstarb plötzlich im Alter von 69 Jahren. Das passierte ihm ausgerechnet auf dem Weg zu seinen geliebten Rassehühnern. Erst vier Tage vorher saß Albert Kalks noch inmitten von 24 Züchtern im Gartengelände des Vereinsheims zwecks Vorbesprechung für die nächsten Veranstaltungen im zweiten Halbjahr 2014.

 Der Schock saß tief, als die traurige Nachricht seine Familie überraschte, auch seine vielen Zuchtfreunde und Weggefährten sowie die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hotteln. Algermissens Pastor Burkhard Kugelann würdigte in seiner Trauerrede die Verdienste von Albert Kalks rund um die Rassegeflügelzucht. Er sei ein anerkannter Züchter mit großer Ausstrahlung gewesen, sagte er und nannte einige seiner Stationen.

 Dann sprach RGZV-Vorsitzender Hans-Joachim Therburg über die außergewöhnlichen Leistungen dieses Marans-Züchters, der europaweit Zuchttiere und vor allem Bruteiersätze aus eigenen Beständen an andere Züchter weitergab. Hier einige Auszüge aus seiner Rede: Albert Kalks zählte zu den Paradezüchtern dieser beliebten und robusten französischen Landhühner-Nationalrasse. Erst vor einem Jahr war die Freude im Kreise des RGZV Algermissen und Umgebung groß, als die Nachricht eintraf, dass Albert mit zwei seiner Sätze Eiern bei der internationalen Eierschau in Paris - dem Championat von Europa - erfolgreich beteiligt war.   

 Er zählte zur Elite in den beiden Farbenschlägen „Schwarzkupfer“ und „Weiß“.  Von den Marans-Verbänden bekam er die Medaille „Concours Europeen Paris 2013“ mit dem beigefügten Zertifikat überreicht. Bei der Beurteilung der Eiersätze durch Fachleute musste alles stimmen, das Gewicht und die geforderte Schalenfarbe dunkelrotbraun (schokoladenbraun) mit dunklen Flecken.

 Gleich danach: Albert Kalks lud den Sonderverein, den Marans-Club Deutschland, hierher zu einer Fachtagung ein. Bei den Eier-Bewertungen belegte er im Gesamtklassement Rang vier, wieder ein prima Ergebnis bei starker Konkurrenz. Der Vorsitzende des Marans-Club Deutschland, Dr. Hans-Dieter Buschmann aus Dingden (Landesverband Rheinland), übernahm die Ehrungen der Bestplatzierten, darunter auch Albert Kalks. Und weil der Algermissener Rassegeflügelzüchter die Tiere in seinem Gartengelände nebenan in Hotteln hält, gratulierte spontan auch deren Ortsbürgermeister Dirk Warneke als einer der ersten anwesenden Ehrengäste im Festsaal des Gasthauses Klug in Lühnde.

Dass sein Heimatdorf noch zwei Tage vorher beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ den Spitzenplatz im Landkreis Hildesheim    

errang, hatte er nicht mehr miterlebt.  

Text und Bilder: Gerhard Schütte

Treffen mit Minister Christian Meyer

"Schauen, was wir machen können"

„Kleintierzucht bedeutet Leidenschaft“, betont Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer beim Treffen mit den Landesverbänden der Geflügelzüchter, Kaninchenzüchter und Imker im Niedersachsenhof in Verden. „Ich hoffe, ich kann hier viel lernen und mitnehmen“, sagt der „Minister mit dem Imkerbonus“ in seiner Begrüßung. Einen Imkerbonus habe er, seit das Blühstreifen-programm und die Kooperation zwischen Landwirten und Imkern laufe, führt Christian Meyer aus.

Die Geflügelzüchter machen bei diesem Treffen den Anfang. Fritz Lindert, Vorsitzender des LV Weser-Ems, der 4000 Mitglieder, darunter 700 Jugendliche vertritt, geht auf die verabschiedete Baunutzungsverordnung ein. Diese sei für die Kleintierzüchter segensreich, was weiter Sorge bereite, sind die Tiertransporte, sagt Lindert. Es gebe erheblichen Nachbesserungsbedarf in Bezug auf die Kartongrößen, damit auch größeres Geflügel verschickt werden könne.

Den Landesverband Hannover vertritt Alfred Karl Walter, da Egon Dopmann im Urlaub ist. 13 Kreisverbände, 161 Vereine mit 8200 Mitgliedern und zehn Prozent Jugendlichen stimme für die Zukunft zufrieden, erklärt der stellvertretende LV-Vorsitzende. Er erinnert an das große Jugendzeltlager und an die Schulungen des Landesverbandes, die Bildungsarbeit im Bereich Landwirtschaft bedeute. Das Absichern der Zukunft mit dem Stichwort Biodiversität –biologische Vielfalt – nennt Alfred Karl Walter als wichtigen Eckpunkt beim Umbau der ländlichen Struktur. Dabei sei mehr Bildungsarbeit, sprich Öffentlichkeitsarbeit von Nöten, bei der man auf die Unterstützung durch das Ministerium setze, schließlich gehe es um den Erhalt seltener Arten. Was die Ziele des Tierschutzes betreffe, sehen sich die Geflügelzüchter in einer Linie mit dem Ministerium, versichert der stellvertretende Landesverbandsvorsitzende. In punkto Baunutzungsverordnung bittet Walter den Minister mehr auf die aktive Rechtsprechung einzuwirken. Auch die Ungleichbehandlung bei den Medikamentengebinden wird von den Geflügelzüchtern angesprochen.

Christian Meyer, der sich akribisch alle Fragen notiert, führt zunächst aus, dass mit der Verordnung zur Geflügelpest, eine Regelung getroffen wurde, die im Sinne der kleineren Hühnerzüchter ist. Freilauf sei die Regel, nur bei Seuchenlage ist in einem überschaubaren Bereich Einstallen notwendig. Zum Baugesetzbuch bemerkt der Landwirtschaftsminister, dass es nicht sein kann, dass große Geflügelställe im Außenbereich problemlos gebaut werden können, während es Schwierigkeiten gibt, Hühnermobile aufzustellen. Er arbeite darauf hin, dass solche tier- und umweltfreundlichen Mobile künftig nur noch anzeigenpflichtig und nicht wie bisher genehmigungspflichtig sind.

Was die Dosen der Medikamente anbelangt, verspricht Meyer zu helfen, sofern das möglich sei. Optimistischer klingt er, als es um die Öffentlichkeitsarbeit geht. Christian Meyer sagt in Richtung Alfred Karl Walter: „Wir werden schauen, wo wir was machen können.“

Peter Jahn

Jahresthema 2013:

Sperber schlägt Tauben und sogar Hühner mitten im Dorf
Jogger informierten: Wenig Feldmäuse
Algermissen (gs). Sie sind auf der Jagd. Sperber dezimierten in den letzten Monaten kolossal die Bestände der Singvögel wie Meisen und Finken, auch Drosseln, Star, Spatzen, jede Menge an Tauben und überraschend auch Hühner, und das mitten in unseren Dörfern. Übereinstimmend informierten darüber viele Naturliebhaber, darunter langjährige Tauben- und Rassegeflügelzüchter als erfahrene und anerkannte Kenner. Auch die Niederwildbestände ringsum in der Feldmark sollen im letzten Jahr durch die Greifvögel wie Habicht, Sperber, Mäusebussard sowie Falke beträchtlich gelitten haben, so lauten die Rückmeldungen aus den Kreisen der Jägerschaft, von den Naturliebhabern und übereinstimmend auch von Spaziergängern.
Mehrfache Bestätigungen: Das Greifvogel-Weibchen hatte in diesem Jahr verstärkt mitten im Dorf Hühner geschlagen - etliche - für die Eierleger gab´s keine Chance zum Überleben. „Die Sperber greifen an wie noch nie“, so hieß es aus dem „Elsterndorf“ Algermissen. Ausgerechnet dort mussten auch viele der Wappenvögel in den letzten Monaten dran glauben, direkt am Dorfrand. Das gab es immer wieder zu hören. Elstern gab es diesmal aber reichlich. Von einem „Elsternjahr 2013“ war deshalb die Rede.
Die Familien mit dem Nachnahmen „Algermissen“ tragen in ihrem Wappen die Elster als Vogel. Das wird hier im Ort bereits seit 1350 nachgewiesen. Mehr noch: Als „Elsternträger“ spielten die Fußballer in der höchsten deutschen Fußball-Liga, acht Jahre lang. Deren Gegner wie beispielsweise Werder Bremen, Hamburger SV und Eintracht Braunschweig brachten es zu Deutschen Meisterehren.

Sperber gehören wie alle heimischen Greifvögel aber zu den streng geschützten Vogelarten mit ganzjähriger Schonzeit. Sie unterliegen jedoch nach wie vor dem Jagdrecht, zugleich auch dem Naturschutzrecht.
Aber warum hat der Vogel ausgerechnet in diesem Jahr 2013 voll zugeschlagen? Gründe und Beweise für diese Tatsache gab es spontan. Die ersten Informationen hierüber kamen überraschend und in erster Linie von Hobby-Läufern und Joggern. „Wir haben unterwegs auf unseren Lauf- und Wanderwegen kaum noch Feldmäuse gesichtet, in den Vorjahren gab es die wesentlich mehr“, hieß es übereinstimmend. Ein natürlicher Nahrungsmangel für die Greifvögel. „Land unter“ hieß es bekanntlich rund um die Monate Mai und Juni, auch in der Hildesheimer Region. Die Feldmäuse waren dadurch hart betroffen, wenige überlebten in geschützteren Zonen. Naturbedingt heißt das: zu wenig an Nachkommen. Solche Beobachtungen führten bei den letzten vier Versammlungen des RGZV Algermissen zu interessanten und aussagekräftigen Themen.
Nachwirkungen dieser Situation sind in Algermissen verstärkt beobachtet und registriert worden. Die Feldmäuse gelten als Hauptbeute für die Greifvögel, Eulen bis hin zum Mauswiesel. Das sind echte „Feldmausjäger“.
Dem bekannten und anerkannten Hobby-Züchter Hans-Joachim Therburg hatte es ganz schlimm erwischt. Der gesamte Bestand seiner äußerst seltenen Creve Coeur-Hühner ist vom Sperber nach und nach geschlagen und damit restlos ausgerottet worden. So die Beobachtungen mitten in seinem Anwesen und dem Umfeld der Feldmark.
„Meine erfolgreiche Zucht über Jahrzehnte lang ist jetzt futsch“, erzählt er. In Deutschland soll es nach seiner Aussage nur noch drei Züchter dieser Rasse geben. Therburg ist gleichzeitig Vorsitzender vom RGZV Algermissen und züchtet seit über 40 Jahren diese weißen Hühner-Raritäten, deren Rasse-Kennzeichen eine Vollhaube als Kopfbekrönung ziert.
Die Sperber schlugen dort in den letzten Monaten gewaltig, die „räumten“ ab. „Wenn das Sperber-Weibchen - das wiegt fast doppelt so viel wie das der männlichen Artgenossen - ein Tier schlug, dann waren bei mir schnell bis um die 50 Krähen zur Stelle“, berichtet der anerkannte Algermissener Kleintier-Experte.
„Die kommen dann blitzschnell und mit wütendem Geschrei gleich hinter her geflogen, wie eine Groß-Familie, und vertreiben dann das Sperber-Weibchen, aber gekonnt. Von dem geschlagenen Huhn auf dem Boden bleibt dann nichts mehr übrig, nur die Federn und die Knochen“, erzählt Therburg. Das sei ein totales Naturschauspiel, wie man das nur selten aus nächster Nähe beobachten kann.
„Ich kann doch meine Tiere wegen der Sperber über Monate lang nicht nur einsperren, die brauchen wie alle Hühner einen artgerechten Auslauf im Grünen“, erzählt der anerkannte Fachmann. Er kennt sich bestens aus, vor allem in Sachen Natur. Das gehört zu seinem Lebenswerk, schon als Junge. Er hatte mit seiner Frau Sigrid vor 36 Jahren das frühere Bahnwärterhaus „Posten 7“ an der Strecke in Richtung Harsum mit dem großen Gartengelände gekauft, insgesamt 10 000 Quadratmeter groß.
Die Tierwelt ist sein Metier, mit Greifvögeln kennt er sich bestens aus. Seine Beobachtungen bestätigen das.
Mit raschen Flügelschlägen und meist mit kurzen abwechselnden Gleitphasen im niedrigen „Suchflug“ kommt der Sperber meistens aus den deckungsreichen Baumgruppen vom gegenüber liegenden Gelände des „Bumsteiches“ aus angeflogen. Neuerdings kamen die Krähen gleich im Gefolge hinterher, in Scharen. „Die haben sich schon daran gewöhnt und wissen genau, dass es wieder was gibt“, erklärt Therburg.
In seinem Garten züchtet er mehrere Hühnerrassen, durchweg „Seltene“, sein Hobby, bereits von Jugend an. Bevor er dann später wegen Heirat von Hildesheim nach Algermissen zog, wohnte er noch in seinem Elternhaus am Neuen Teiche, gleich hinter der Waldquelle. In den dortigen Gärten und Stallungen am Birnbaumskamp und im Glockenfeld hatten viele Familien noch Hühner, Enten, Gänse, Kaninchen und sonstige Kleintiere.
Der Ruheständler Therburg arbeitete 40 Jahre beim Landhandel Weiterer am Kanal in Algermissen. Als „Silomeister“ kannte er außerdem sämtliche Binnenschiffe einschließlich deren Besatzungen sehr gut. Das war auch sein Beruf, ganz im Umfeld der Natur.
In den letzten Monaten fielen im Dorf weitere Brieftauben, Rassetauben und eine King-Taube dem Sperber zum Opfer. Das spielte sich in der Langen Straße ab, so berichteten die Anlieger. Die herumliegenden Federn machten die Geschwister Raphael (13) und Julia (11) Potyka aufmerksam und unglücklich, als sie eine weiße King-Taube auf dem Rücken liegen sahen: blutend und tot, frisch angepickt am Bauch. Das sind die leckersten und damit begehrtesten Partien für den Geifer. Kein schöner Anblick.
Auch Heimatpfleger Gerhard Schütte kennt die tollkühnen Jagdflüge des Sperbers. Vor allem dann, wenn der die Jagd auf seine Altdeutschen Mövchen startet. Die possierlichen Tauben bewohnen bei ihm ein eigenes Pfahlhaus mitten im Garten, genießen bedingt den Freiflug, halten sich dafür mehr in Bodennähe im Umfeld von Ginko, Eiche und Rosen auf und sind außerdem äußerst zahm. Wenn dann urplötzlich ein aufgeregtes Kreischen der Vögel aus den benachbarten Sträuchern und Hecken zu hören ist, dann hat sich der Sperber schon wieder auf eine der Tauben an der Wassertränke oder am Futternapf gestürzt.
Spektakuläre Szenen spielten sich dort ab. Ohne Mühe holt sich dann der Greifvogel eine davon. Der braucht sie im schnellen Überraschungsanflug auf der Erde nur „anzurempeln“, das bringt das kleine Täubchen sofort zum Straucheln. Durch den Schreck folgt nur wenig Gegenwehr, eine Flucht ist kaum noch möglich. Sekunden später bewegt sich die Taube nicht mehr. Das brachten die Beobachtungen durch das Fenster.
Ruck zuck beginnt dann der Räuber, auf die geschlagene Beute herum zu hacken. Die Federn fliegen bis zu einem Meter im Umkreis. Mit seiner blitzschnellen und rasanten Jagd hatte der Sperber mal wieder Erfolg. Die schönsten Fleischstückchen holt der sich sofort aus der Tauben-Brust. Die ersten Krähen hatten das Geschehen bemerkt, kommen ran und verjagen den Sperber, auch ein Naturschauspiel in allernächster Nähe de Wohnhauses. Aber die laute Aufregung mit den Gekreische der Vögel aus dem Umfeld hält länger an. Die sind mit dem Schrecken davon gekommen.
Acht dieser Lieblingstiere, vor allem von den Kindern, die sich immer wieder die zahmen Mövchen vom Kirchweg aus ansehen, fielen dem Sperber innerhalb weniger Wochen zum Opfer.
Zweimal krachte erst kürzlich der Sperber im Anflug wieder gegen ein Fenster.


Stichwort: Sperber
sind habichtartige Greifvögel mit kurzen, abgerundeten Flügeln, aber mit recht langen Schwänzen. Das Weibchen ist deutlich größer als das Männchen. Sperbermännchen, in der Jägersprache auch „Sprinz“ genannt, wiegen durchschnittlich ganze 140 Gramm und sind damit nur halb so schwer wie die Weibchen bis zu 300 Gramm. Die bringen es auf eine Höhe bis zu 40 Zentimetern.
Weibchen tragen oberseits ein graubraunes, die Männchen ein schiefergraues Gefieder. Die Unterseite ist bei Weibchen auf weißlichem Grund schwärzlich quergebändert. Bei Männchen fällt die Bänderung mehr rötlich aus. Im Geradeausflug wechseln in regelmäßiger Folge sogenannte Gleitphasen mit 5 bis 8 Flügelschlägen ab. Als Nahrung bevorzugt auch der Sperber Feldmäuse, vornehmlich aber Vögel. Der männliche Sperber schlägt bis zur Größe eines Buntspechtes, das weibliche größere Vögel bis zur Taube und in diesem letzten Jahr immer mehr Zwerghühner, sogar die etwas größeren wie die vom landläufigen Wirtschaftshuhn-Schlag.
Text und Bilder: Gerhard Schütte

LV Hannover

 

Nachfolgend geben wir die LV-Meister 2013 bekannt, die anlässlich der LV-Schau 2013 im Rahmen der Deutschen Junggeflügelschau Hannover ermittelt wurden. Die Ermittlung erfolgte nach den Richtlinien des LV Hannover. Die Ehrung mit Übergabe der Trophäen wird bei der Delegiertentagung am 05. April 2014 in Eschershausen erfolgen.

 

Landesmeister 2013

 

Groß- und Wassergeflügel:

1.      Heiko Weghorst, Drentwede           

Zwergenten                            -  571 Punkte

2.      Karl-Heinz Tuma, Lemförde            

Toulouser Gänse                    -  568 Punkte

      3. ZG Kruse,Thedinghausen,

      Celler Gänse                          - 568 Punkte

 

 

Hühner:

      1.   Daniel Berghorn, Raddestorf                       

Barnevelder                            - 573 Punkte

2.      Günter Bornemann, Lamstedt          

Niederrheiner                          - 567 Punkte

3.      ZG Bormann, Lahstedt                    

Araucana                                - 567 Punkte

 

Zwerghühner:

1.                  Detlef Weichert, Wunstorf               

Zw.-Wyandotten                     - 577 Punkte

2.         Anton Schumann, Balge                   

Zw.-Hamburger                       - 574 Punkte

3.         Hartmut Witte, Raddestorf              

Zw.-Wyandotten                     - 574 Punkte

 

Tauben:

1.      Anton Schumann, Balge                  

Wiener Tümmler                        -  575 Punkte

2.      Wilfried Kuhnert, Hoheneggelsen   

Altdeutsche Mövchen               -  571 Punkte

3.      Volker Pinkernelle, Apelnstedt        

Mährische Strasser                    -  570 Punkte

 

Gegen diese Auswertung ist Einspruch möglich. Dieser muss bis spätestens zwei Wochen nach der Veröffentlichung beim LV-Vorsitzenden erfolgen.

 

 

 

Egon Dopmann, LV-Vors.

 

Ein Leben für die Rassegeflügelzucht

 

 

 

90 Jahre: Heinrich Hölscher  

 

Aus Anlass der Vereinsschau des GZV Elze mit angeschlossener Jugendschau des Kreisverbandes Hildesheim 2013 in der Mehrzweckhalle in Wülfingen würdigte unser Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Landesverband Hannover, Gerhard Schütte aus Algermissen, die Verdienste von Heinrich Hölscher. Vor zahlreichen Gästen aus Stadt und Landkreis Hildesheim, der Stadt Elze, Vorsitzende aus den Reihen der Rassegeflügelzucht und weiterer Kleintierzuchtvereine sowie vielen anwesenden Ausstellern sprach er bei der Eröffnungsfeier über das Lebenswerk von Heinrich Hölscher.

 

Hier ein Auszug aus seiner Festrede:      

Seit 75 Jahren züchtet Heinrich Hölscher Rassegeflügel. Der Sorsumer zählt im Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) und im Landesverband Hannoverscher Rassegeflügelzüchter zu den bekanntesten und erfolgreichsten Züchtern. Rund vier Jahrzehnte lang war er Vorsitzender des GZV Elze und blickt dort inzwischen auf eine 74-jährige Mitarbeit zurück. Wegen seiner außergewöhnlichen Verdienste ist Heinrich Hölscher bei der Deutschen Junggeflügelschau auf dem Messegelände in Hannover zum Ehrenmeister des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter ernannt worden.  

In dem rund 280 000 Mitglieder starken Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) genießt Heinrich Hölscher Rang und Namen. Seine Erfahrungen und Zuchterfolge im Laufe der letzten Jahrzehnte machten den Sorsumer in Fachblättern bekannt, auch im Ausland. Die aktive Zeit in Sachen Rassegeflügel begann 1940, als er mit der Zucht der damals noch feldflüchtenden Strassertaube begann.      

Diese große und massige Formentaube mit der ansteigenden Stirn und roter Iris stammt aus Regionen Österreichs und Tschechiens. Bis heute hat der Sorsumer mit der Weiterzucht dieser Rasse durchgehalten: 75 Jahre lang, eine Seltenheit. Im Laufe dieser Zeit hat sich einiges an Veränderungen an dieser klassischen Wirtschaftstaube getan, gesteht Heinrich Hölscher und ist seit langem nicht mehr mit der Zuchtrichtung dieser Taube einverstanden. Trotz der Schwere der Strassertaube waren die Tiere in früheren Jahren weitaus flugfähiger als heute, sagt er und führt diese Veränderung auf die Volierenhaltung der Züchter im mitteleuropäischen Raum hin. „Früher waren die Strasser als Hof- und Feldtaube im Hildesheimer und Calenberger Land in den Hauptfarben Blau, Schwarz, Rot und Gelb stark vertreten“, erzählte er. Zudem gab und gibt es heute diverse Zeichnungsarten auf den Flügeldecken.   

 Heinrich Hölscher gehört als aktives Mitglied auch dem bundesweiten Sonderverein der Strasserzüchter an. Hier waren und sind seine Zuchterfahrungen sehr gefragt. Der jüngeren Generation vermittelt er bei Fachtagungen und Sonderschauen Tipps zur erfolgreichen Weiterzucht, gibt Rat und Hinweise auf Fütterungsmethoden und kennt sich auch in der Vorbeuge und Behandlung gegen Krankheiten bei Rassetauben bestens aus.   

Der gelernte Handwerker als Sanitär- und Heizungsfachmann sowie in der Elektroinstallation züchtet inzwischen seit über einem halben Jahrhundert auch das rebhuhnfarbige Italienerhuhn. „Wir waren in der Nachkriegszeit alle auf Eier und Fleisch angewiesen“, gesteht er und freut sich auch heute noch über die gute Legeleistung seiner Rasse bei einem Brutei-Mindestgewicht von 55 Gramm mit reinweißer Schalenfarbe. Seine mittelgroßen Italiener gehören zu den frühreifen Legehühnern mit mehrjähriger hoher Eierleistung. Ein jedes Jahr schlüpfen bei Heinrich Hölscher die Küken in den Monaten März und April. Das ist der richtige Zeitpunkt, weil dann die Tiere bei den Ausstellungen im Spätherbst in voller Blüte stehen.    

 Eine Fülle von Ausstellungserfolgen über Jahrzehnte dokumentieren seine Ehrenbänder und Urkunden. Bei der Deutschen Junggeflügelschau in Hannover, den Landesverbandsschauen und bei den traditionellen Hildesia-Schauen in Hildesheim, Sonderausstellungen in allen Bundesländern und bei den eigenen Vereinsschauen des Geflügelzuchtvereins Elze ist er stets sehr erfolgreich dabei gewesen.  

  Der heute 90-jährige Heinrich Hölscher stand bei der Verleihung zum Ehrenmeister des BDRG in Hannover im Rampenlicht und mußte zahlreiche Glückwünsche entgegennehmen. Der Präsident Edwin Vef würdigte in seiner Laudatio die Verdienste des Sorsumer Rassegeflügelzüchters.

   In den Jahren vorher ist er für seine langjährigen Verdienste bereits mit den Bundesehrennadeln in Gold und Silber, der „Goldenen Feder“ des Landesverbandes Hannoverscher Rassegeflügelzüchter sowie Gold und Silber vom Verband Deutscher Taubenzüchter (VDT) ausgezeichnet worden. Im Hildesheimer Kreisverband der Rassegeflügelzüchter bekleidete Heinrich Hölscher das Amt des 2. Vorsitzenden  25 Jahre lang.   

 

Bildunterschrift:

 

Der Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) ernannte Heinrich Hölscher zum Ehrenmeister. Der Sorsumer/Elze ist mit höchsten Auszeichnungen dekoriert worden. Er ist Träger der „Goldenen Feder“..

 

Erfahrungsaustausch mit Vertretern des Ministeriums

Seit nunmehr 20 Jahren treffen sich Geflügelzüchter, Imker und Kaninchenzüchter zum Gedankenaustausch. Der neue Landwirtschaftsminister Christian Meyer setzt die Tradition fort, die von Karl-Heinz Funke ins Leben gerufen wurde. Im Niedersachsenhof in Verden trafen sich auf Einladung des Ministers diesmal rund 100 Delegierte der Verbände. Entschuldigen ließ sich allerdings der Minister, da er einen Termin in Brüssel wahrzunehmen hatte. Begrüßt wurden die Vertreter aus den Bereichen Hannover und Weser Ems von Cord Stoyke. Mit ihm waren Dr. Nina Ahrens und Dr. Johanne Waßmuth, vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, sowie Dr. Werner von der Ohe, Leiter des Institutes für Bienenkunde in Celle, nach Verden gekommen. Cord Stoyke versichert, dass von der neuen Landesregierung „der Imkerei und der Kleintierzucht ein großer Stellenwert beigemessen wird“. Er sieht es als wichtig an, die Bevölkerung für die Anliegen der Kleintierzüchter zu sensibilisieren.

Entsprechend der Gepflogenheit, der wechselnden Reihenfolge, machten diesmal die Imker den Anfang. Jürgen Frühling vom Landesverband Hannover verweist auf den Leitfaden „Bienen brauchen Blütenvielfalt“. Den Imkern liege es am Herzen, dass Bienenweiden angepflanzt werden, denn hier sei ein Defizit, betont der Landesverbandsvorsitzende. Es komme darauf an, dass bei Nutzung und Ausgestaltung von Kulturflächen in der freien Natur und im Siedlungsbereich sowie bei der Konzeption naturschutzbezogener Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen auf Blühangebote für Honig- und Wildbienen geachtet werde. „Aus Blühstreifen müssen Blühflächen werden“, lautet die Forderung. Jürgen Frühling geht auch auf das Thema Pflanzenschutz und Honigbienen ein. Zwischenzeitlich hat die EU drei weitere Neonikotin-Wirkstoffe verboten. Es handelt sich dabei um das Beizmittel für Saatgut. Die Bienen nehmen von den Pflanzen Guttationstropfen auf, an denen sie verenden. Hartmut Manning, Vorsitzender des Landesverbands Weser Ems der Imker, verweist auf die Bestäubungsimkerei, die einen höheren Stellenwert gewinnen müsse. Er fordert den Schutz von Wallhecken, Hartwig Manning wendet sich außerdem gegen Grünlandumbruch zur weiteren Ausdehnung von Maisanpflanzungen. Es sollte nach anderen Pflanzen gesucht werden, die sich für die Verarbeitung in Biogasanlagen eignen.

Die Vertreter der Kaninchenzüchter distanzierten sich erneut von den Massentierhaltern. Man halte die Tiere zum Ausstellen und nutze sie als Sonntagsbraten in der eigenen Küche. Gefordert wird von den Kaninchenzüchtern eine klare Deklarierung des Futters, sie wollen genau wissen, was im Futter enthalten ist. Gerald Heidel vom Landesverband Hannover verweist darauf, dass es immer schwieriger werde, Kleintiere in Wohngebieten zu halten. Außerdem gebe es Schwierigkeiten mit dem Bundeskleingartengesetz. Dieses stammt aus dem Jahr 1933 und untersagt die Haltung von Kaninchen und Geflügel in Kleingartenkolonien. Das Gesetz sei nicht mehr zeitgemäß, kritisieren die Kaninchenzüchter, da viele Spätaussiedler in Kleingartenkolonien gerne Kleintiere halten würden. Die Führung der Kleingartenvereine sei jedoch so stark und lasse dieses nicht zu. Was die Haltung von Tieren in Wohngebieten und in Kleingartenkolonien anbelangt, schlägt Dr. Johanne Wasmuth vor, dass die Kleintierverbände sich zusammentun und eine gemeinsame Stellungnahme erarbeiten.

Ein weiteres Problem haben die Kaninchenzuchtvereine mit der Versammlungsstättenverordnung. Dr. Johanne Wasmuth verweist darauf, dass es sich bei dieser Verordnung um Einzelfallentscheidungen handele, die von den Kommunen getroffen werden. Das Ministerium hat darauf keinen Einfluss. Eine gute Nachricht haben die Mitarbeiter des Ministeriums für uns Geflügelzüchter mit nach Verden gebracht. Schon bald ist die Freilandhaltung wieder Normalität, was auch ganz im Sinne der neuen Regierung in Hannover ist, die dem Tier- und Artenschutz eine große Bedeutung zukommen lässt. Dazu führt Dr. Nina Ahrens aus: „Freilandhaltung wird die Regelhaltung, Aufstallung kann bei Gefährdung angeordnet werden.“

Unser Landesverbandsvorsitzender, Egon Dopmann, verweist darauf, dass wir in den letzten Jahren Mitglieder verloren haben, die in Wohngebieten keine Tiere züchten können. Er schilderte auch ein konkretes Beispiel. Die geltende Baunutzungsverordnung untersagt die Geflügelzucht, Züchter ziehen vor Gericht den Kürzeren. Obwohl von Minister Gert Lindemann noch im Vorjahr zugesagt, machte die damalige CDU-Landesregierung eine Kehrtwendung und Niedersachsen hat gegen die geplante Novellierung der Baunutzungsverordnung gestimmt. „Da hat die Landesregierung die Hose heruntergelassen und die Massentierhaltung unterstützt“, kritisiert Egon Dopmann. Entscheidend für die Ablehnung der Novellierung soll gewesen sein, dass es keine Verständigung zwischen dem Landwirtschaftsministerium und dem für die Änderung der Baunutzungsverordnung zuständigen Sozialministerium gegeben habe.

Dr. Johanne Waßmuth sieht jetzt dennoch Licht am Ende des Tunnels und geht davon aus, dass es eine Mehrheit für diese gewünschte Änderung im Baugesetzbuch geben wird. „Dieses positive Signal habe ich von den entsprechenden Stellen bekommen“, erklärt die Mitarbeiterin des Ministeriums. (Das war Stand am 24. April.)

Inzwischen ist die Entscheidung im Bundesrat gefallen. Das bedeutet für uns Geflügelzüchter, dass die Erhaltungszucht erlaubt ist, was bedeutet, dass mehr als ein Hahn im Wohngebiet gehalten werden darf.

Fritz Lindert, der Vorsitzende des Landesverbands Weser Ems, geht auf die Knappheit bei den Impfstoffen ein. Ein Thema, das das Ministerium auch seit Jahren beschäftigt, wie die Vertreter erklären. Es werde von den Herstellern mit dem Faktum Wirtschaftlichkeit argumentiert, deshalb geht man im Ministerium in Hannover davon aus, dass es keine Abkehr von den großen Mengen geben werde.

 

Peter Jahn

Gerhard Schütte
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Heimtiermesse 2013 in Hannover:

LV Hannover machte mit - ringsum tausende Liter Wasser, ein geglückter Weltrekordversuch, viele Hunde und Katzen

Bereits in den Vorjahren beteiligte sich der LV Hannoverscher Rassegeflügelzüchter mit einem Info-Stand inmitten der Heimtiermesse auf dem Expo-Gelände in Hannover. Auch diesmal stand der Schaubrüter mit den schlüpfenden Küken wieder im Mittelpunkt. Klar, dass sich hier vor allem die Kinder ihre Nase plattdrückten, wie immer ein „Zugpferd“ auf einem solchen Stand. Für die Kindergartenkinder und Grundschulklassen bedeutete das schon als Sensation. Neben der Taubenvoliere mit vier Exemplaren der Rasse „West of England-Tümmler“ und einem Wachtel-Paar war die Präsentation gegenüber den Vorjahren optisch eher dürftig ausgefallen. Das Eier-Rad fehlte.Trotzdem: der LV Hannover präsentierte sich in der Halle 17 mit vielerlei Fachlektüren, Informationen und fachlichen Gesprächen von der besten Seite. Mit Ernst Schmalz und Gerhard Schütte am ersten Messetag, Peter Jahn und Klaus Poppelreuter am zweiten sowie Egon Dopmann und Alfred Karl Walter am dritten Besuchertag hatte der Landesverband die für solche Veranstaltungen notwendigen Fachleute aufgeboten.     Im Umfeld unseres Info-Standes hatten auf knapp 18. 000 qm an Ausstellungsflächen rund 150 Vereine, Verbände und Firmen ihre Stände aufgebaut. Sondervorführungen und Wettbewerbe bestimmten wie bereits in den letzten Jahren die Aktivitäten bei dieser Heimtiermesse. Die Internationale Rassekatzenausstellung zog genauso die Besucher an wie die 800 Hunde, die von Juroren des Internationalen Hundeverbandes (IHV) bewertet wurden. Exakt 7620 Liter Wasser sind nach Auskunft für den Aquaristik-Wettbewerb „The Art of the Planted Aquarium“ benötigt worden, alles beeindruckende Zahlen. Durchweg sei die Mischung an Hunden, Katzen, Nagetieren, Vögeln und Reptilien bei den Besuchern gut angekommen.  
Gleich neben unserem LV-Stand ist vor mehreren Fernsehkameras ein Weltrekord aufgestellt worden. Unter der Regie von Alexander Probst, zweiter Vorsitzender des IHV, krabbelten drei Erwachsene und zwei Hunde in einen Luftballon. „Unsere Hunde und die Halter haben dafür drei Wochen trainiert. Die Übungseinheiten haben sich also gelohnt“, sagt Probst danach freudestrahlend. Diese und noch weitere Highlights, unter anderem ein Terraristik-Gestaltungswettbewerb, Dogdance-Vorführungen und ein hochwertiges  Vortragsprogramm, machten die Heimtiermesse 2013 zu einem Erlebnis für die ganze Familie.     

Gerhard Schütte

      

Im Umfeld unseres LV-Infostandes machte Gerhard Schütte, unser Referent für Öffentlichkeitsarbeit, innerhalb von zwei Stunden diese recht interessante Bild-Dokumentation.  

Gigantisches Landesfest in Duderstadt

Starker Auftritt der Rassegeflügelzüchter beim „Tag der Niedersachsen“

   (gs). „Duderstadt lebte und bebte“ beim 32. Tag der Niedersachsen. So berichteten die vier begleitenden Hörfunksender und das NDR-Fernsehen über dieses bedeutende Ereignis. Zwischen den über 600 denkmalgeschützten Fachwerkhäusern spielte sich auf acht Bühnen ein Riesenprogramm zweieinhalb Tage lang ab. Mit dabei auch der Kreisverband Südhannover der Rassegeflügelzüchter mit einem respektablen Info-Stand und Außenvolieren. Das war allerbeste Werbung für die Rassegeflügelzucht! „Duderstadt - Stadt voller Bewegung“. Dieses Motto des Landesfests wirkte sich auch auf allen elf Festmeilen sehr stark aus. 6000 ehrenamtliche Helfer waren dafür im Einsatz. 150 000 Besucher drängten sich in Richtung Innenstadt, durch das Westertor mit dem verdrehten Turm, vorbei am Rathaus von 1302 und der Cyriakus-Propsteikirche. 

   Das wechselhafte Wetter störte auch den Trachtenumzug mit einigen Schauern gewaltig. Weil es aber ein besonderes Ereignis war, hielten die über 3100 Teilnehmer aus den mehr als 100 Trachten-, Volkstanz- und Vereinsgruppen durch, musikalisch begleitet von 25 Kapellen und Spielmannszügen.

   Gleichzeitig feierte Duderstadt das 710. Schützenfest. Die dortige Schützengesellschaft von 1302 zählt zu den ältesten Vereinen in Deutschland. Zu der Festumzug-Auslese der niedersächsischen Verbände, Vereine und Organisationen zählten viele Brauchtums-Vereine zwischen Ostfriesland, Lüneburger Heide, der Harzregion und aus Thüringen. Begeisterung bei starken Besucherkulissen trotz Regenschauer.

   Höchste Lobeshymnen kamen von Innenminister Uwe Schünemann, Vorsitzender des Kuratoriums „Tag der Niedersachsen“. Noch mehr von Ministerpräsident David McAllister. Viele tausend begeisterte Zuhörer applaudierten bereits bei der offiziellen Eröffnungs-Gala auf der Bühne vor der St. Cyriakus-Propstei-Kirche. Ein Highlight folgte dem anderen. Stars auf insgesamt acht Bühnen. Mit dabei unter anderem: Stefanie Heinzmann, Stanfour, Laith al Deen, Patrick Lindner, Jürgen Drews, der „König von Mallorca“, Bernhard Brink und noch viele mehr. „Solche Chancen muss man nutzen“ erklärte Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte beim anschließenden Festakt. „Allerdings sind wir nur die ausrichtende Stadt. Gastgeber ist das Land Niedersachsen.“ Und ein Steinwurf von dieser Hauptbühne entfernt im Stadtpark präsentierten sich inmitten der Kunst- und Naturmeile im Stadtpark - eine der insgesamt elf Meilen - die Rassegeflügelzüchter aus den Vereinen im KV Südhannover. Sehenswert: Schlüpfende Küken - immer ein spannender „Hingucker“ für zahlreiche Besucher, dazu das Eier-Rad, Rassehühner der Brahma-Riesenhühner und Chabos, die japanische Nationalrasse, weiter noch im Außengelände die Böhmischen Gänse, dazu die Niedersächsischen Taubenrassen der Hannoverschen Tümmler und Harzburger Trommeltauben. Ein Genuss!

   Seit 32 Jahren gibt es bereits dieses große Landesfest, von Aurich, Emden, Leer  und Cuxhaven im Norden, über Peine, Wolfsburg und Wolfenbüttel bis Northeim und Hannoversche Münden im Süden. 

   Eine Woche vorher in Duderstadt: 32 000 Menschen feierten neun Stunden lang das Open-Air-Konzert „Eichsfeld-Festival 2012“ von der gleichen Bühne vor der Propsteikirche aus, restlos gefüllt von Menschen bis in die letzte Ecke der alten denkmalgeschützten Fachwerkhäuser hinein. „Ihr wollt noch nicht Schluss machen?“, fragte Deutschrocker Peter Maffey um 23.40 Uhr. Bis dahin hatten bereits mehrere Gruppen gespielt. Das alles war ein Benefizkonzert für das Projekt „Schutzräume für Kinder“, erklärte der 62-jährige Star. 

   Ein besonderes Highlight: Die speziellen Illuminationen des Rathauses sowie der beiden Kirchen St. Cyriakus und St. Servatius. 280 Scheinwerfer tauchten die Innenstadt in Farbe, eine einzigartige Licht-Inszenierung über eine Woche lang. Installiert hatte das die US-amerikanische Firma PRG, das weltweit führende Unternehmen für Veranstaltungstechnik. Die Scheinwerfer für die Kirchen und Rathaus seien auch bei Shows der Rockband U2, bei Olympischen Spielen, der Fußball-Europameisterschaft, der Ausleuchtung der Public-Viewing-Bereiche zur EM in Paris und London „und jetzt in Duderstadt“ eingesetzt gewesen. Die Scheinwerfer hinter der Oberkirche, die „Space Cannons“ können bis acht Kilometer in den Himmel strahlen, die stärksten überhaupt. 60 LED-Leuchten hatte das Team von zwölf Experten im Rathaus installiert.

   Eine Woche lang war die Innenstadt autofrei. 200 weiße Pagodenzelte in  verschiedenen Größen sind aufgebaut worden, die sorgten also für ein einheitliches Erscheinungsbild.

   Das muss man wissen: Die Eichsfelder schätzen ihren großen Sponsor Hans Georg Näder, der als Chef des weltweit führenden Ottobock-Unternehmens für medizinische Produkte wie Prothesen und Rollstühle zahlreiche Einrichtungen und Aktivitäten in der Region großzügig unterstützt. Auch jetzt beim Landesfest war er der Hauptmäzen. Hans Georg Näder, wie sein verstorbener Vater Ehrenbürger von Duderstadt, bleibt seiner Region treu. Das hat er sich geschworen, das wissen die Insider. Uns das schätzen auch die Eichsfelder aus dem südlichen Landstrich von Niedersachsen sehr. Er macht eben alles möglich. 

                                                    Text und Bilder: Gerhard Schütte

Gespräch mit Landwirtschaftsminister Gert Lindemann

 

Einst von Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke ins Leben gerufen, treffen sich einmal im Jahr Vertreter der Kleintierzucht und der Imkerei mit dem Niedersächsischen Minister für Landwirtschaft und Verbraucherschutz und Vertretern des Ministeriums zum Erfahrungsaustausch.

Am Dienstag, 29. Mai, konnte Minister Gert Lindemann Vorstandsmitglieder der Landesverbände Hannover und Weser-Ems der Geflügelzüchter und der Kaninchenzüchter sowie der Imker in Haags Hotel – Niedersachsenhof in Verden begrüßen. „Nachbarschaftskonflikte zeigen, dass viele Menschen heute dem Leben auf dem Lande nicht unbedingt verbunden sind“,

erklärt Minister Lindemann. Es würden oft romantische Vorstellungen entwickelt, „wir dürfen diese gesellschaftlichen Strömungen dennoch nicht einfach abtun“,

ermahnt Gert Lindemann. Bei vielen Menschen passe die Nutztierhaltung und auch die als Hobby betriebene Kleintierhaltung einfach nicht ins Bild. „Man darf aber die Augen nicht davor verschließen, dass der Tierschutz einen immer größeren Stellenwert einnimmt“, erklärt Gert Lindemann.

Der Minister geht auch auf die Tierschutz Nutztierhaltungsverordnung ein, „die die Rassegeflügelzüchter mit Sorge begleiten“, wie der Minister weiß.

Er könne „einen Teil der Sorge ganz gut nachvollziehen“.

Er nennt auch die Abgrenzung bei den Kaninchenzüchtern in den gewerblichen Bereich und den des Hobbys. „Wo ist das Abgrenzungskriterium“, fragt der Minister.

Einig ist er sich mit den Vertreten der beiden Landesverbände, dass es nicht die Zahl der gehaltenen Tiere sein kann.

Die Abgrenzung müsse in der Zweckbestimmung liegen, sagen die Kleintierzüchter. Nach den Kaninchenzüchtern sind diesmal die Vorsitzenden der Landesverbände der Rassegeflügelzüchter - Weser-Ems, Fritz Lindert, und Hannover, Egon Dopmann – an der Reihe. Fritz Lindert fragt, warum erst bis 2021 eine tiergerechte Haltung umgesetzt sein soll. Licht, Luft, Sonne und Regen, dies sei die einzige tiergerechte Haltung, betont er und fragt: „Warum gilt dies nicht ab morgen?“ Eine Haltung dicht an der Natur sei sicher optimal, erklärt dazu der Minister. Er „vertrete die These: Man muss den Tieren, das zur Verfügung stellen, was sie zur optimalen Haltung brauchen, damit ihre täglichen Lebensbedürfnisse abgedeckt werden. Dies muss aber nicht unbedingt Freilandhaltung sein.“ Um die Freilandhaltung geht es noch einmal, als Volkwin Janßen vom LV Weser-Ems fragt, warum diese nicht wieder zur Regelhaltung werden könne.

Die Problematik sei, dass die Vogelgrippe immer noch eine Gefahr bilde, sagt der Minister. Und „die Tierärzte haben Wahnsinnsangst, dass wir uns eine nicht beherrschbare Krankheit reinholen – wie ich meine zu Recht“.

Egon Dopmann verspricht zu Beginn seiner Ausführungen, dass er nicht auf die Baunutzungsverordnung, das große Thema beim Gespräch mit dem Minister in Vorjahr, eingehen werde. Auf die Ausführungen von Gert Lindemann, dass die Erhaltung von kulturell und historisch bedeutender Rassen eine gesamtgesellschaftliche Forderung sei, es in der Rassegeflügelzucht aber an einer genauen Zuchtbuchführung und Zuchtplanung mangele, entgegnet Egon Dopmann: „Ein Zuchtbuch führt jeder Züchter, der etwas auf sich hält.“

Ohne Zuchtbuch sei der Erfolg nicht gesichert. Wie die Vertreter der Landesverbände der Kaninchenzüchter und auch die Imker, die zum Abschluss ihre Probleme vortragen, heben auch Fritz Lindert und Egon Dopmann die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Ministerium hervor. Eine Kritik musste sich Gert Lindemann dennoch gefallen lassen, denn Egon Dopmann erinnerte daran, dass bei allen Bundestagungen der Rassegeflügelzüchter, die bisher in Niedersachsen stattfanden, auch die Landwirtschaftsminister zugegen waren. Gert Lindemann machte in diesem Monat in Schneverdingen eine Ausnahme.

Peter Jahn

LV-Delegierten-Hauptversammlung am 14.04.2012

im Niedersachsenhof in Gieboldehausen

Ausrichter: KV-Südhannover

 

Bereits am Freitag den 13.04.12 haben 11 Züchterinnen und Züchter aus dem KV-Südhannover mit der Ausschmückung der Tagung begonnen.

Es wurden Volieren im Außenbereich aufgebaut und im Saal wurden Stellwände mit alten Ehrenbändern sowie eine Ausstelllung mit Bildern von der Bundesversamlung 1967 in Göttingen/Grone aufgestellt.

Bilder von BV 1967
Bilder von BV 1967

 

 

 

Die bunten Stellwände auf der Bühne waren der Hingucker, wobei

die ältesten Bänder aus den 50er Jahren waren.

 

 

 

Auch Frau Anita Wiehe war wieder mit Ihrem Stand vertreten.

 

Bilder der erweiterten Vorstandssitzung am 13.04.12

Fast pünktlich eröffnete Egon Dopmann die Versammlung am 14.04.

und war erfreut über die kleine Vorführung der Jungzüchter Celine und Jan aus dem Groner Verein. Als Dank erhielten die Beiden eine Kleinigkeit von Egon Dopmann und Kathrin Stietenroth. Danach gab der 1. Vorsitzende das Wort weiter an die Vertreterin der Gemeinde Gieboldehausen und den KV-Vorsitzenden.

Nach den üblichen Formalitäten werden die Ehrungen vorgenommen:

 

Als erstes wurden die Deutschen Meister geehrt....

die anwesenden dt. Meister
die anwesenden dt. Meister

danach die Deutschen Jugendmeister...

Die anwesenden dt. Jugendmeister waren:

links Henrik Schröder, rechts Lennert Vogel

 

Als nächstes wurden die neuen Träger der goldenen Feder geehrt:

Wolfgang Kutschan (Springe / KV Hannover)

Werner Meier (Stolzenau / KV Nienburg)

Horst Runge (Winsen / KV Lüneburger Heide)

Franz Schlüter (Ritterhude / KV Aller-Weser-Wümme)

 

Während der Jahresberichte der Vorstandsmitglieder gibt der LVJL Heinz Wiederholz seinen letzten Bericht und übergibt das Wort an seine Nachfolgerin Kathrin Stietenroth.

Nachdem alle Vorstandsmitglieder Ihre Berichte abgegeben haben von der Versammlung entlastet wurden, kamen wir zu den Wahlen.

Als erstes stand die Wahl des 1. LV Vorsitzenden, der Vorstand schlug Wiederwahl vor, was die Versammlung einstimmig annahm.

somit ist Egon Dopmann weiterhin 1. Vorsitzender des LV-Hannover.

Da Helga Daus schon vor längerem Ihren Rücktritt angekündigt hatte, musste sich der Vorstand nach einem ebenbürtigen Nachfolger umschauen und hat diesen in Peter Jahn gefunden. Die Versammlung wählte Peter Jahn zum neuen 1. Schriftführer des LV Hannover.

 

Der Punkt Wahl des Obmanns für Tier- und Artenschutz musste wieder vertagt werden, da sich niemand dazu bereit erklärt hat das Amt zu übernehmen. Die von der LVJL-Del.HV gewählte neue LVJ-Vorsitzende Kathrin Stietenroth wurde von der Versammlung bestätigt, wie auch der Vorsitzende des Zuchtbuches (in Abwesenheit) Andreas Wesemeyer.

 Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden noch viele wichtige Themen angesprochen. Das genaue Protokoll ist in der neuen LV-Info zu lesen.

Wichtig zu erwähnen ist noch der Termin der Bundesversammlung

vom 10. - 13.- Mai in Schneverdingen, wo Friedrich Schröder einen kurzen Einblick in die bisherige Planung gegeben hat.

Alle interessierten Züchter sind herzlich eingeladen an der Bundesversammlung teilzunehmen - aber bitte fairerweise mit Voranmeldung um für jeden einen Sitzplatz zu garantieren.

 

Alles in allem war die Versammlung ein voller Erfolg und dem KV-Südhannover sei Dank für die sehr gelungene Ausschmückung!

 

Mit-Organisatoren: Friedhelm Niehus, Wolfgang Moritz + Siegfried Machemehl
Mit-Organisatoren: Friedhelm Niehus, Wolfgang Moritz + Siegfried Machemehl

Geflügelzüchter wollen bedrohte Arten erhalten

Erste Landesverbandstagung in Gieboldehausen / Klares Votum gegen Massentierhaltung

Delegierten in Gieboldhausen auch ein eindeutiges Votum gegen die Massentierhaltung

 

Von Anne Eckermann

 

Gieboldehausen. Der Landesverband Hannoverscher Rassegeflügelzüchter, zu dem auch der Geflügelzuchtverein Duderstadt gehört, besteht seit 1897. Und zum ersten Mal in seiner Geschichte fand die Verbandsversammlung im Untereichsfeld statt. Der Kreisverband Südhannover, bestehen aus den Landkreisen Göttingen, Northeim, Osterode und Teilen Holzmindens hatte in diesem Jahr die Aufgabe übernommen, die Landesverbandsversammlung mit rund 250 Delegierten und vielen Gästen im Niedersachsenhof in Gieboldehausen zu organisieren. Und das perfekt: Der Krebecker Züchter Alfred Karl Walter, stellvertretender Landesverbandsvorsitzender, hatte mit seinen Untereichsfelder Zuchtkollegen für einen perfekten Rahmen gesorgt.

Der Landesverband umfasst 13 Kreisverbände von Göttingen bis Cuxhaven mit rund 9000 Mitgliedern, darunter fast 900 Jugendliche. Betreut werden von den Mitgliedern 100 Hühnerrassen, 90 Zwerghuhnrassen 14 Gänserassen 20 Entenrassen und 300 Taubenrassen sowie Puten und Perlhühner samt einer Vielzahl des Wildgeflügels. „Wir leisten ehrenamtlich einen Beitrag zur Erfüllung des 1993 in Kraft getretenen UN-Abkommens über die biologische Vielfalt. Wir setzen uns aktiv für die Erhaltung lebender Kulturgüter ein, züchten vom Aussterben bedrohte als Geflügelrassen, Beschreibt der Seulinger Geflügelzüchter Dieter Jagemann, der bundesweit auch als Wertungsrichter unterwegs ist, die Ziele der Zuchtarbeit. Vor diesem Gerhard Schütte vom Landesverbandsvorstand für die Tagungsteilnehmer: Der seit Jahren beobachtete Rückgang der aktiven Geflügelzüchter sei mittlerweile gestoppt, auch im Jugendbereich sei verstärktes Interesse zu spüren. Trotzdem leide der gesamte Bereich der Kleintierzucht in Deutschland. „Wir haben im Landesverband reagiert und die Öffentlichkeitsarbeit vorangetrieben“, so Schütte. In zahlreichen Medien sei die Arbeit der Züchter vorgestellt worden, gerade auch die Vereine vor Ort leisteten dabei wertvolle Unterstützung, beispielsweise durch die Beteiligung an Ferienprogrammen oder die Organisation von Schulprojekten.

Heimtiermesse 2012

 

Am Stand des Landesverbandes bei der Heimtiermesse

Für die kleinen Besucher und auch für einige Erwachsene war es Naturkunde, für andere die Möglichkeit, sich ausführlich über die Rassegeflügelzucht oder einfach nur über die Haltung von Hühnern zu informieren. Vor allem die Kinder zieht es zum Schaubrüter. Auch wenn an diesem Sonnabend keine weiteren Küken aus dem Ei schlüpfen, für die Mädchen und Jungen gibt es viel zu bestaunen. „Sieh mal, der Schnabel bewegt sich“, zieht der kleine Jonas am Arm seiner Mutter. Die anderen, die um den Brüter stehen, drehen sich interessiert zu dem Zwerghuhnei, das sich wieder leicht bewegt. „Kommt aus dem Ei auch so ein schönes Huhn, wie die in der Voliere“, will eine Jugendliche wissen. Da entdecken auch die Messebesucher, die gerade auf den Stand zugesteuert sind, die 1,2 gelockten Chabo, die sich gerade in der Einstreu zu schaffen machen. Obendrüber schnäbelt ein Paar weißer Pfautauben, auf ihren Sitzbrettchen verharren zwei Luchstauben. Viele drehen sich zur Voliere um. Und schon wieder gibt es Fragen zu beantworten: „Putzig, halten die weißen Tauben ihre Schwänze immer so?“
Willi Esse hat sich für diesen Messetag etwas Besonderes einfallen lassen. Er hat alle Bänder mitgebracht, die er in diesem Jahr mit seinen Zwerg Italienern errungen hat. „Welches ist das höchste und wertvollste Band“, will jemand wissen. „Das Blaue Band von Hannover“, entscheidet sich der Preisrichterkollege. Er wendet sich mir zu und ergänzt verschmitzt: „Wenn ich hier etwas anderes sage, bekommen ich bestimmt Probleme mit…“ Willi Esse wendet sich einer jungen Frau zu und gibt ihr Informationsmaterial zur Rassegeflügelzucht und ihren Organisationen.
„Man hört immer wieder vom Medikamenteneinsatz in der Wirtschaftsgeflügelzucht. Ich wohne außerhalb eines Dorfes und möchte einige Legehennen halten, was kann ich tun, damit die Greifvögel sie mir nicht holen“, will ein junger Mann wissen. „Die Voliere abdecken oder es mit Puten versuchen, die rechtzeitig warnen und dadurch Verluste verhindern helfen“, raten wir. „Deutsche Reichshühner gefallen mir, wo kann ich welche bekommen“, lautet die nächste Frage, die es zu beantworten gilt. „Kein Problem, wir sehen eben einmal im LV-Infoheft oder im Katalog der Junggeflügelschau nach. Und genau dort werden wir auch fündig, mit zwei Adressen verlässt das Ehepaar unseren Stand. Mehrmals wurde nachgefragt, ob es möglich ist, in Wohngebieten Hühner zu halten. Wir verwiesen auf die zuständige Gemeinde, bei der nachgefragt werden kann, ob Geflügelhaltung in diesem Bereich zulässig ist. Oder auf den einfacheren Weg, die Verständigung mit den Nachbarn, die vielleicht etwas gegen einen Hahn, aber sicher nichts gegen Hennen einzuwenden haben, „zumal, wenn für sie ab und zu mal ein Ei abfällt“, wie Willi Esse anfügt.
Willi Esse, der für Wilfried Brinkmann eingesprungen ist, und ich waren erstmals bei der Heimtiermesse in Hannover, aber sicher nicht das letzte Mal, sind wir uns einig. Es hat rundherum großen Spaß gemacht. Und selbst, wenn wir keinen neuen Züchter gewonnen haben, haben wir Menschen vielleicht etwas über unser schönes Hobby vermitteln können, bei dem am Ende Erfolgserlebnisse bei Ausstellungen, ein unbelasteter Braten und das tägliche frische Ei herausspringen – dann hat sich der Tag sicherlich gelohnt.
Peter Jahn

Wir trauern um

 

Hans Bösch

 

Eine große Persönlichkeit hat die Bühne des Lebens verlassen. Am 11. Februar 2011 verstarb unser Vorbild, Zuchtfreund und einzigartiger Experte auf dem Gebiet der Rassegeflügelzucht Hans Bösch. Er wurde 83 Jahren alt. Er hinterlässt eine große Lücke in unseren Reihen.

Von jungen Jahren an befasste er sich mit Geflügelzucht, da er in der Landwirtschaft groß wurde. Seine ersten Tiere waren Fasane. Im April 1969 trat er in den RGZV Stade ein, in dem er diverse Vorstandsämter bekleidete: 2. Vorsitzender von 1979 bis 1991, Ausstellungsleiter von 1975 bis 1982, Zuchtwart von 1991 bis 1997 und viele Jahre Jugendleiter. Seit 1986 war er auch Mitglied im GZV Hannover und bis 2007 Mitglied im ZB Hannover.

Seine große Leidenschaft aber war die Jugendarbeit. Er prägte die Jugendarbeit im LV Hannover und im BDRG in hohem Maße. Er war 13 Jahre, von 1984 bis 1997 ein äußerst engagierter Jugendleiter im LV. Im BDRG war Hans Bösch von 1987 bis 1990 Schriftführer und anschließend stellv. Bundesjugendleiter bis 1996. Er trat für die öffentliche Anerkennung der Landesjugendorganisation nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz ein und war von der Handhabung offener Jugendarbeit in unseren Vereinen und Verbänden überzeugt.

Der LV Hannover wurde, aufgrund seines Engagements und seiner Fachkompetenz, als einer der ersten im BDRG als “Träger freier Jugendhilfe und außerschulischer Jugendbildung“ anerkannt. In diesem Zusammenhang war er mitverantwortlich für die ersten Schulungen der LV-Jugendleiter und stellte sich selbst als Referent zur Verfügung. Durch seine kameradschaftliche und tolerante Umgangsweise war er bei vielen sehr beliebt und galt als Vorbild. Seine LV-Jugendorganisation führte er als LVJL umsichtig, ja beispielhaft. Auf Landesebene war er lange verantwortlich für alle Jugendveranstaltungen, dafür bekam er die “Verdienstmedaille“ der Bundesjugendorganisation überreicht. Im Jahr 1997 wurde er zum BDRG-Ehrenmeister ernannt und zum Meister der Hannoverschen Rassegeflügelzucht und wurde “Träger der Goldenen Feder“. Bis 2009 war er als Allgemein- und Sonderrichter tätig, die er dann aus Altersgründen aufgab. Er war Mitglied im SV helle Zw.-Wyandotten und große Orpington. Ihm wurden die silberne und goldene Nadel der Vereine und vom BDRG verliehen. Ausgezeichnet wurde er für seine Jahrzehntelange Züchterlaufbahn, als Vorstandsmitglied auf BDRG-, LV-, Orts- und Sondervereinsebene und als Allgemein- sowie Sonderrichter. Seine Preisrichtertätigkeit beschränkte sich nicht nur auf Deutschland, sondern er war sehr aktiv in Dänemark. Er gehörte dem dänischen Kleintierzüchterverband an und konnte durch seine dänischen Sprachkenntnisse viele Freundschaften aufbauen.

Seine ehrenamtlichen Arbeiten sowie sein Fachwissen als Preisrichter wusste man bundesweit und in Dänemark zu schätzen.

Wir verlieren mit ihm einen großen Idealisten im Jugendbereich.

Wenn wir auch trauern, Hans Bösch verloren zu haben, so schätzen wir uns doch glücklich, dass wir ihn als Freund begleiten durften. Wir werden sein Andenken in Ehren halten.

 

BDRG

LV und PV Hannover,

KV Elbe-Weser,

GZV Hannover, RGZV Stade

die Termine 2018 für die LV-Jugend sind online.....

Neue Dateien des Zuchtbuches stehen zum Download bereit

 

Neue Eintrittserklärung für das Zuchtbuch steht zum Download bereit

 

Kurzprofil vom LV:

 

Der Landesverband

Hannover besteht aus den

Regierungsbezirken

Lüneburg, Hannover und

Braunschweig und wurde

am 9. November 1879 als

Zentralverein für Rassegeflügelzucht

in der Provinz Hannover gegründet.

 

Wir betreuen heute in

13 Kreisverbänden rund

8.900 Mitglieder,

darunter 600 Jugendliche,

die in 170 Rassegeflügel-, Rassetauben-

und Kleintierzuchtvereinen

organisiert sind.

Der nördlichste Verein ist

Cuxhaven und der

südlichste Hann.Münden.

 

Letzte Aktualisierung

am

16. Dezember 2017