Auf der Vereinsrassegeflügelschau & 72. KV- und KV-Jugendschau vom GZV Großenvörde seit 1982

konnte einige Jungzüchter tolle Preise erringen!

Die Ausstellung war auch dem 25.jährigen Jugendgruppenjubiläum des Vereines gewidmet,  zu dem die LV-Jugendorganisation sehr herzlich gratuliert!

 

Folgende Jugendpreisträger wurden ermittelt:

Ziergeflügel:
Louis Berghorn,  v 97, erhielt die LV-Jugendehrenplakette auf Steinbacher Kampfgänse, blau

Groß und Wassergeflügel:
Louis Berghorn,  v 97, erhielt das Großenvöder Band auf Zwergenten,  weiß

Mats Meier,  sg 95, erhielt einen  Pokal auf Zwergenten wildfarbig

Hühner:
Luka und Lina,  hv 96, erhielten ein Kreisverbandsehrenband auf Brahma, weiß-schwarzcolumbia

Zwerghühner:
Linus Clamor,  v 97, erhielt das Großenvöder Band auf Zwer-Kraienköppe, silberhalsig

Nick Berghorn,  v 97, erhielt ein Landesverbandehrenband Jugend auf Zwerg- Brahma, rebhunfabig-gebändert

Nick Berghorn,  hv 96, erhielt einen Pokal auf Zwerg-Brahma, rebhunfarbig-gebändert

Mats Albe,  hv 96, erhielt einen Pokal auf Deutsche Zwerg-Wayandotten, orangefarbig- gebändert

Tauben
Gina Marie Kruse,  v 97, erhielt ein Landesverbandehrenband Jugend auf Kölner Tümmler, Weißschlag blau mit schwarzen Binden

Mats Albe,  hv 96, erhielt einen Pokal auf Orientalische Roller, vielfabig

Allen Erringern unseren "Herzlichen Glückwunsch"!                                                                               18.11.2019


Alfred Karl Walter im Präsidium

 

Da passt alles – Die Bundesversammlung in Niefern fast gute Beschlüsse, zeichnet verdiente Züchter aus und ist eine gute Werbung für die Rassegeflügelzucht. Super gut vorbereitet von Walter Weisser und Karl Heinz Döring treffen sich die Delegierten aus den Landesverbänden und Vertreter der Fachverbände, sowie die Mitglieder des Zuchtbuches und der Jugendorganisation, um Weichen für die Zukunft zu stellen. An drei Tagen wird viele Stunden diskutiert, beschlossen und  gewählt.

Bei der wohl wichtigsten Wahl wollen wir beginnen. Alfred Karl Walter vom Landesverband Hannover ist neuer 2. Vizepräsident. Einstimmig sprechen ihm die Mitglieder der Bundesversammlung ihr Vertrauen aus. Der LV-Vorsitzende aus Krebeck im Landkreis Duderstadt nimmt damit den Platz von Karl Kahler ein. Das langjährige Mitglied des Präsidiums wird unter großem Applaus verabschiedet. Im vergangenen Jahr hatte Karl Kahler seinen Rücktritt angekündigt. Nur ungern lassen einige Mitglieder des Präsidiums den Fachmann in Sachen AAB gehen. Er wusste immer, was wann und wo beschlossen worden war und wies stets darauf hin, was in welchem Fall zu beachten ist.

Geehrt wird in der Bundesversammlung nicht nur das scheidende Präsidiumsmitglied. Reiner Wolf darf sich über den Goldenen Ehrenring des BDRG freuen. Lange Jahre hat er die Entscheidungen im Bundeszuchtausschuss im Bereich der Tauben maßgeblich geprägt. Auch für ihn erheben sich die Mitglieder der Bundesversammlung und die Gäste, um seine Verdienste mit viel Applaus zu würdigen. Und dann sind da auch noch die neuen Bundesehrenmeister, die an diesem Sonntagvormittag im Amelius Saal in Niefern ausgezeichnet werden. Es sind dies: Walter Deinzer, LV Bayern; Siegfried Reiß und Klaus Nürnberger, LV Thüringen; Martin Esterl und Gerhard Stähle, LV-Württemberg-Hohenzollern sowie der LV-Vorsitzende von Thüringen, Thomas Stötzer.

Anlässlich der 100. Nationalen in Leipzig sind für alle Landes- und Fachverbände Roll ups angefertigt worden. Diese kauften die Landesverbände und Fachverbände nach der Schau. Den Betrag, der dabei zusammengekommen ist, stockt das Präsidium auf. So kann in Niefern ein Scheck über 3000 Euro an Sonja Müller von der Kinderkrebsstiftung überreicht werden. Das Geld geht an das Waldpiratencamp in Heidelberg. Von der BDRG-Spende werden Baumkletteraktionen finanziert, die im Rahmen der Nachsorge „den Kindern ein Stück Kindheit zurückbringen soll“, wie Sonja Müller ausführt.

 Um die Jugend noch besser zu unterstützen, beschließt das Präsidium: Ab sofort erhalten die LV-Jugendleiter für jeden verkauften Jugendring einen Cent. Mit diesem Geld können die Jugendleiter Werbematerial beim BDRG-Fan Shop anfordern. Berechnungsgrundlage ist stets der Jugendring-Verkauf des Vorjahres.

 

 Peter Jahn

 

 


          Landesverband-Schulung

           mit Dr. Martin Pfützner

Man könnte eine Stecknadel fallen hören, so kleben die Zuhörer an den Lippen von Dr. Martin Pfützner. Der Tierarzt aus Jessen ist der Einladung des Landesverbandes gefolgt und referiert bei der Schulungstagung im Anschluss an die Monatsversammlung des GZV Hannover über Themen, die Rassegeflügelzüchter besonders bewegen. Peter Jahn ist es gelungen mit Dr. Pfützner einer der Tiermediziener zu gewinnen, die beim 1. Internationalen Brieftaubenkongress dabei waren. Folgerichtig liegt der Schwerpunkt von Martin Pfützners Ausführungen auf dem Thema Jungtaubenkrankheit.

 

In zweiten Teil seines Vortrages geht es um Krankheiten und Impfungen bei Hühnern und Zwerg-Hühnern. Der Referent stellt in diesem Zusammenhang den Impfplan vor, den die Praxis am Weinberg empfiehlt.

 


Loswerden, was auf der Seele brennt

Gespräch mit Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kienast

 

Es hat Tradition, dass sich die Kleintierzuchtverbände alljährlich einmal mit dem Niedersächsischen Landwirtschaftsminister und in den letzten beiden Jahren mit Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kienast zum Gedankenaustausch treffen. Auch diesmal ist vom Ministerium in  Haags Hotel Niedersachsenhof Verden eingeladen worden. Imker, Kaninchenzüchter und Rassegeflügelzüchter begrüßen dieses Treffen, da „es Gelegenheit bietet, das loszuwerden, was auf der Seele brennt“.

 

Professor Werner von der Ohe vom Bieneninstitut in Celle betont, dass sich Kleintierzüchter und Imker immer wieder neuen Herausforderungen stellen müssen. Zwar seien diese oft unterschiedlicher Natur, „schnell sind die Kritiker zur Stelle, Wertschätzung und Anerkennung für die Arbeit sind eher selten“. Für die Imker führt der LV-Vorsitzende für den Bereich Hannover, Jürgen Frühling, aus, dass die Bienen gut über den Winter gekommen sind. Alles sei derzeit im Aufbruch, denn die Bäume und Rapsfelder stehen in voller Blüte. In den Insektenschutz und das Programm „Niedersachsen soll bunter werden“ setzen die Imker große Hoffnung. Fragezeichen gibt es jedoch zur anstehenden GAP-Reform, da man nicht wisse, ob diese vorsieht, dass die Blühstreifen ausgedehnt werden.

 

Die Zucht der Honigbienen ist auf gutem Wege. Die heutigen Bienen stechen kaum noch, der Honigertrag konnte gesteigert werden. Ebenso wie Silke Meier, die LV-Vorsitzende in Weser-Ems, meldet Jürgen Frühling eine weitere Zunahme der Mitgliederzahl. Sie kritisiert, dass immer mehr Menschen auf pflegeleichte Gärten setzen, diese geschottert und versiegelt werden, die Bienen und andere Insekten immer weniger Nahrung finden. Barbara Otto-Kinast ist dies auch ein Dorn im Auge: „Die Versieglung nervt – jeder kann etwas für seine Umwelt tun.“ Sie will umgehend Gespräche mit dem Niedersächsischen Städtetag und dem Niedersächsischen Gemeindebund in dieser Angelegenheit führen.

 

Mit sinkenden Mitgliederzahlen haben die beiden Landesverbände der Kaninchenzüchter auf niedersächsischem Boden zu kämpfen. Die Vorsitzenden kritisieren, dass die Kaninchenhaltung immer schwieriger werde. Probleme mit der Nachbarschaft und die Entsorgung der Stalleinstreu machen zunehmend Probleme. In den Biogasanlagen lässt sich der Mist nur schwer verarbeiten und die Kommunen verlangen hohe Gebühren für die Entsorgung auf ihren Kompostierungsanlagen.

 

Zum Thema Zuchtringe beim Geflügel äußert sich Dr. Johanne Waßmuth. Die Mitarbeiterin im Ministerium führt schon seit geraumer Zeit Gespräche mit den Landesverbänden Hannover und Weser-Ems dazu. Sie kann nicht verstehen, dass es nicht zielstrebig weitergeht, die Zusammenarbeit mit den Züchtern der Emdener Gans nicht zustande kommt. Zu den Themen Sachkundenachweis für das Impfen des Geflügels und Sentinelhaltung verspricht Ministerin Otte-Kienast, diese politisch zu diskutieren, um zu einem für die Rassegeflügelzucht positiven Ergebnis zu kommen. Bekanntlich dürfen Wirtschaftsgeflügelhalter ihre Tiere selbst impfen, den Rassegeflügelzüchtern ist dies noch untersagt, bei ihrem Federvieh müssen die Tierärzte die Impfungen vornehmen. Was die Sentinelhaltung betrifft, gibt es kein einheitliches Vorgehen der Kreisveterinäre.

 

Ein anderer wichtiger Punkt für die Rassegeflügelzüchter ist die Mitgliederschulung. Beim BDRG wird derzeit ein neues Schulungsbuch erstellt, das viele Themen umfasst. Doch was ist beispielsweise mit dem artgerechten und sachgemäßen Schlachten von Puten, Perlhühnern, Gänsen, Enten, Hühnern, Zwerghühnern, Legewachteln und Tauben? Da ist der Landesverband Hannover mit der Landwirtschaftskammer im Gespräch. Bei einer ersten Schulung soll es darum gehen. Teilnehmer der Schulung sollen zunächst die Kreiszuchtwarte sein, die dann Vereinszuchtwarte und diese die Mitglieder unterrichten. Dr. Ludwig Diekmann, Leiter Unternehmensbereich Tier bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, ist hier der Ansprechpartner.

 

Um einen Einblick in die Arbeit und die Argumentationsschiene der Landesverbandsvorstände Hannover und Weser-Ems der Rassegeflügelzüchter zu vermitteln, nachfolgend die vollständigen Reden von Alfred Karl Walter und Lars Steenken. 

 

Ministerin Barbara Otte-Kienast mit Vertretern des Ministerium und das Landwirtschaftskammer, der Imkerei sowie der Rassegeflügel- und Kaninchenzucht.

Foto: Gerhard Schütte

 

Reden der Landesverbandsvorsitzenden Hannover und Weser -Ems beim Kleintierzuchtempfang 2019 in Verden

Von Alfred Karl Walter

 

Entwicklung im LV Hannover

 

Stabile Mitgliederzahlen – deutlicher Anstieg bei den Frauen, die derzeit 25 Prozent aller Mitglieder stellen. Das Durchschnittsalter sinkt bei einer älter werdenden Gesellschaft weiter ab, so dass noch deutlicher wird, dass hinter der Rassegeflügelzucht auch eine Bewegung junger Menschen steht, die ein anderes Verständnis von Tierwohl und Nutztierproduktion haben.

 

Erkennbar ist, eine deutliche Hinwendung zu regionalen Rassen und Kleinsthaltungen. Der Landesverband betreut und fördert seine Heimatrassen ausdrücklich. In diesem Jahr steht die Rasse der Landeshauptstadt, die Hannoverschen Tümmler, im Fokus. In diesem Zusammenhang ist sicherlich zu einem späteren Zeitpunkt auch der aus unserer Sicht zu eng gefasste Begriff der landwirtschaftlichen Nutzung erneut zu diskutieren. Gerade Taubenfleisch gilt als Delikatesse und wurde über Jahrhunderte auch zur Krankenheilung, sogenannte Wöchnerinnensuppe, eingesetzt.

 

Vorstellung zu Zuchtprogrammen und Förderung

 

Die Liste der gefährdeten Rassen, die vom Arbeitskreis Kleintiere im Fachbeirat Tiergenetische Ressourcen bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) erstellt wird, ist zu einseitig auf einen sehr engbegrenzten Begriff der umfassenden landwirtschaftlichen Nutzung gefasst. Der Begriff Rasse wird dort häufig mit Regionalschlag verwechselt. Eine Rasse ergibt sich immer aus dem Gleichklang von Phänotyp und Genotyp, ergänzt mit bestimmten Leistungsmerkmalen. Diese Leistungsmerkmale können auch die messbare Legeleistung sein, dies ist aber neben Widerstandskraft und  Angepasstheit an den Standort nur eine von mehreren Leistungsmerkmalen.

 

Der BDRG wird daher am Standort des Wissenschaftlichen Geflügelhofes auch die Eierleistungsprüfung des Rassegeflügels durchführen, wobei es hier nicht um die Maximierung der Eierleistungsproduktion geht, sondern auch andere Faktoren mit einbezogen werden sollen. Hier sei biologisch daran erinnert, dass die maximale Menge an Eiern mit dem Schlupf eines Huhnes durch die Anzahl der Eifollikel schon festgelegt ist. Der Unterschied zwischen einem, nennen wir es mal „Industriehuhn“ und einem Rassehuhn, ist zu diesem Stadium in der Eifollikelzahl nicht sehr unterschiedlich. Der eine Bereich „presst“ diese Leistung nur in einer deutlich kürzeren Zeit, als es der Gesamtlebenszeit eines Huhnes entspricht, aus dem Tier. Nachhaltiges Wirtschaften im Sinne des Tierwohls sieht nach unserer Überzeugung anders aus.

 

Darüber hinaus gibt es zum Beispiel verschiedenste Belege der Nutzung von Tauben und auch anderem Sondergeflügel wie Perlhühnern, die es nicht auf die offizielle Liste des BLE schaffen. Als Beleg seien hier zwei Zeitungsartikel vorgestellt, einer über Perlhühner von 1781 aus dem Hannoverschen Magazin, in dem auch schon ein Farbschlag, die Perlgrauen, vorgestellt werden. Darüber hinaus ein weiterer Beitrag über Indianische Hühner, den Puten, von 1811, der das Fleisch und die gute Bruttätigkeit als Leistungsmerkmal der Tiere hervorhebt. Hier muss erwähnt werden, dass die Putenhaltung auch ohne beziehungsweise mit minimalem Einsatz von Antibiotika möglich ist, wenn man eine sinnvolle Zuchtauswahl trifft.

 

Die Politiker scheinen zwar die Notwendigkeit des Erhalts solcher Genreserven zu erkennen, nehmen aber die Gruppierungen, die sich seit vielen Jahren darum bemühen nicht wahr. So gab es anlässlich der 39. Plenarsitzung des niedersächsischen Landtages am 25. Januar 2019 eine erste Beratung zum Thema Erhalt alter Nutztierrassen und wie diese angemessen zu fördern sind. Interessant ist, dass das Thema Geflügel nur ein Nebenthema darstellte. Und unsere Organisation nicht einmal genannt wurde. Man erkennt zwar die Hobbyhalter als Sicherer des genetischen Pools an. Wenn man aber über Förderungen spricht, kommt im Wesentlichen nur die Gesellschaft gefährdeter einheimischer Nutztierrassen im Vokabular der Redner vor.

 

Unsere eigenen wissenschaftlichen Einrichtungen wie der Wissenschaftliche Geflügelhof werden anscheinend nicht wahrgenommen, obwohl gerade diese über ein umfangreiches Literaturarchiv für Geflügel verfügen. Wir führen seit mehreren Jahren eine Erfassung der tiergenetischen Ressourcen im Verband durch, und können sehr genau sagen, wovon es wie viele Rassetiere in welcher Ausprägung (Farbe, Kammform, etc.) gibt. Daher überreiche ich heute einen Antrag auf "Förderung von seltenem Kulturgut". Ein ähnlicher Antrag wurde in Württemberg positiv beschieden, so dass man hier in Niedersachsen kein Neuland betritt, aber einen großen Schritt in Richtung echter Biodiversität macht. Gleichzeitig würde ich Ihnen, sehr geehrte Frau Dr. Waßmuth, heute unsere Idee für einen nachhaltigen Zuchtring für die Zuchtförderung übergeben, der die aus unserer Sicht bestehenden Schwachstellen der fehlenden Überwachung des Phänotyps überwindet. Der Leitspruch unseres aktiven Zuchtbuches lautet: „Leistung durch Schönheit“ oder anders ausgedrückt: Ein Hannoveraner Pferd soll ja auch in Zukunft noch wie ein Hannoveraner aussehen.

 

Man darf an dieser Stelle auch mal kritisch hinterfragen, warum Vorwerk-Hühner über einen Zuchtring gefördert werden, wenn davon 533 Zuchten bundesweit geführt werden, so dass keine Inzuchtdepression zu erwarten wäre. Diese Rasse gehört zu den Top zehn Rassen in der Rassegeflügelzucht, so dass auch auf den Phänotyp großen Wert gelegt werden kann, so wie der Herauszüchter, Oscar Vorwerk, dies von Anfang an es gewollt hat. Unser Zuchtbuchobmann steht Ihnen für weitere Auskünfte und unsere Ideen zur Förderung von Zuchtprogrammen gerne zur Verfügung.

 

Unterstützung bei der Wahrnehmung gesellschaftlicher Bildungsaufgaben

 

Unsere Ehrenamtler gehen in Schulen und Kindergärten oder auch an Volkshochschulen, um über verschiedenste Aktivitäten der Rassegeflügelzucht zu berichten, beziehungsweise zu schulen. Aus diesem Grund haben wir uns vom Landesverband dazu entschlossen die Kreisverbände mit Schulungs-Material für Schulen und Kindergärten zu unterstützen.

 

Als hervorragendes Ansichtsmaterial dienen sowohl das Plakat „Vom Ei zum Küken“ als auch das Brett mit aufgeschnittenen Eiern aus Kunststoff, die plastisch die Entwicklung zeigen. Unverständnis rufen bei uns Auflagen von Veterinärstellen und von Schulaufsichtbehörden hervor. Empfehlungsschreiben des Landwirtschaftsministeriums an das Kultusministerium könnten helfen.

 

Dort werden hohe Hürden aufgebaut, wenn es darum geht, in Kindergärten und Schulen beispielsweise mit dem Schaubrüter den Schlupf von Küken zu zeigen. Wir sorgen dafür, dass unsere ehrenamtlich Tätigen in der Jugendarbeit die Juleica haben. Wozu wird von uns ein Führungszeugnis verlangt, wenn es um Vorführungen in Kindergarten und Schule geht?

 

Impfprogramm und Vereinfachung in der Beantragung der Setinelhaltung

 

Wir setzen auf den politischen Druck, um die Ehrenamtler dahingehend zu unterstützen, dass gesetzeskonform die gesetzlichen Pflichtimpfungen, sei es über Trinkwasser oder auch Nadelimpfungen gegebenenfalls auch mit einem Sachkundenachweis erbracht werden dürfen, wie es für kommerzielle Haltung zulässig ist. Es ist einer Familie mit einer Kleinsthaltung nicht zuzumuten, dass hierfür ein Tierarzt nach dem Impfgesetz bemüht werden muss. Es ist zudem gängige und bewährte Praxis, dass hier Tierärzte und Vereine Hand in Hand arbeiten. Nur dadurch wird erreicht, dass eine hohe Durchimpfung der Bestände sichergestellt werden kann.

 

Was die Setinelhaltung betrifft, ist eine Klarstellung durch das Ministerium an die Kreisveterinäre erforderlich. Wir können einen Antrag gerne einmal im Jahr stellen, dann aber bitte nach vereinfachten Verfahren. Unsere Züchter halten die Tiere in der Freilandhaltung. Wenn der Züchter hierzu Angaben macht, sollte Vertrauen vorherrschen und nicht Misstrauen. Wenn er dann noch Bilder der Anlage beilegt, ist ein Herauskommen des Kreisveterinärs mit Abrechnung einer Besuchspauschale nicht notwendig und auch nicht zielführend. Gerne können die Angaben des Züchters auch durch den jeweils zuständigen Kreiszuchtwart bestätigt werden. Wir wollen nur einen Vertrauensvorschuss. In einigen Landkreis funktioniert es genauso, nur sollte sich dieses Handeln allgemein durchsetzen. Wenn anhand der Angaben/Bilder berechtigte Zweifel entstehen, bleibt es dem Veterinär vorbehalten einzelne Züchter zu besuchen.

 

 

Von Lars Steenken

 

Biologische Vielfalt und unsere wissenschaftliche Arbeit

 

Ich möchte das Thema der biologischen Vielfalt ansprechen, welches ja nach wie vor im Fokus steht. Man sieht das Insekten- und Artensterben, man erkennt die Alarmzeichen und versucht es stoppen. Und ich meine, es ist in unser aller Interesse, dass die Vielfalt, auch die genetische Vielfalt, unbedingt erhalten bleiben muss. Sonst brauchen wir nicht mehr von unterschiedlichen alten Rassen und Arten sprechen sondern, wie in so manchem Wirtschaftsbereich nur noch von Linien auf Grund der genetischen Verengung.  Dabei ist die Kryoreserve sicherlich eine Möglichkeit, Genmaterial zu erhalten. 

 

Wir Rassegeflügelzüchter haben das vom Bundeslandwirtschaftsministerium geförderte Projekt „Kryoreserve beim Huhn“ großzügig unterstützt. Wir lieferten die Tiere und genetisches Material von zwölf Rassen, die aus den Nutzungsgruppen Lege-, Fleisch- und Zweinutzungsrassen stammen. Daran kann man erkennen, dass wir die Tiere rein züchten mit Hilfe des Zuchtbuches und wir auch die Basis bilden für solch wichtige Projekte zur Erhaltung der biologischen Vielfalt. Hier möchte ich den Wissenschaftlichen Geflügelhof mit seinem Bruno-Düringen-Institut in Nordrhein-Westfalen herausstellen, welcher vor 15 Jahren eröffnet wurde und auf dem Gebiet Rassegeflügel forscht.

 

Wir wissen aber auch alle, dass dieses keine Lebens-Erhaltungsprogramme sind und nicht wirklich die jahrhundertalte Tradition der Kleintiererhaltungszucht ersetzt. Es darf kein Maßstab sein, ob Geflügel und insbesondere Hühnerrassen aktuell wirtschaftlich eine Rolle spielen oder nicht. Da freut es uns, dass ein im Landtag eingebrachter Antrag der beiden Regierungsparteien behandelt wird und es freut uns umso mehr, dass auch das Geflügel hier eingebunden ist.

 

Seit einigen Jahren gibt es finanzielle Fördermaßnahmen für alte niedersächsische Geflügelrassen. Das Programm hat erst vor einigen Wochen die Landwirtschaftskammer anlässlich unserer Hauptversammlung vorgestellt. Andere Bundesländer wie Baden-Württemberg haben weitere Möglichkeiten geschaffen, die Zuchten alter und bedrohter Rassen zu stabilisieren und zu fördern. Hier stehen wir, Frau Ministerin, für Gespräche offen gegenüber und wir bitten Sie in den weiteren politischen Diskussionen solche Positivbeispiele wie in Baden-Württemberg mit zu berücksichtigen und auch wir könnten uns dieses für Niedersachsen gut vorstellen.

 

Thema Geflügelpest  und was daraus zu lernen ist?

 

Es ist ziemlich ruhig geworden um die Geflügelpest, die Medien haben keinen Anlass zu berichten und man hat den Eindruck, dass mit der Novellierung der Geflügelpestverordnung alles ganz entspannt sei. Dabei wurde unter anderem, erst kürzlich im März und vor wenigen Tagen in Bulgarien ein hoch pathogenes Virus vom Typ H5 festgestellt und in Dänemark Typ H7. In Zentralchina soll sogar beim Menschen H9N2 festgestellt worden sein. Sollte man nicht jetzt die Zeit nutzen, gemeinsam zu überlegen und einen Fahrplan aufstellen, wie die Geflügelpestverordnung im Falle eines Falles umgesetzt werden könnte? Fragen und Anregungen hätten wir reichlich hierzu.

 

Wird in Niedersachsen eine Übernetzung der Volieren tatsächlich auch als gleichwertige Möglichkeit zur Aufstallung gesehen? Sollte man nicht jetzt überlegen, ob per Landes-Erlass die Gleichwertigkeit festgeschrieben wird? Kann man davon ausgehen, dass die Amtsbehörden davon Kenntnis erlangt haben, dass Tauben nicht mehr von den Regelugen der Aufstallung und Veranstaltungen betroffen sind? Wird auch vom Ministerium die Wichtigkeit der Vergleichsschauen gesehen, die aus unserer Sicht gerade für kleinere Schauen nicht unbedingt durch behördliche Anordnungen in Geflügelpestzeiten unterbunden werden müssen?

 

Zeitlich befristete Sentinelhaltungs-Bescheinigungen und der nicht immer gesehene Unterschied der Veterinärbehörden zwischen Geflügelmärkte und Ausstellungen werfen für uns immer wieder Fragen auf. Im letzten Jahr hatte ich im Nachklang zum Kleintierzuchtempfang einen Fragebogenkatalog geschickt. Die Antworten bekam ich im Mai und zur Frage, ob man baurechtliche Vereinfachungen sich vorstellen könnte, bedingt durch behördlich angeordnete Aufstallungen aber auch erhöhtem Platzbedarf für Erhaltungszuchten, hieß es, man sei nicht zuständig für Fragen des Baurechts.

 

Einen Monat später haben Sie, Frau Ministerin, bei der Verbandsversammlung der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft einen Konflikt zwischen Tierschutz und Baurecht geäußert und das man Hemmnisse abbauen solle. So stand es in der Presse. So bieten auch wir uns an, gemeinsam mit ihrem Ministerium und dem Bauministerium ins Gespräch zu kommen.

 

Entwicklung im LV Weser-Ems

 

Abschließend möchte ich positiv erwähnen, dass unser Verband ein Plus an Mitgliederzahlen zu verzeichnen hat und dass die Ausstellungssaison sehr erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Aktuell finden viele Projekte statt in Schulen und Kindertageseinrichtungen, um den Kükenschlupf zu zeigen. Das ist ehrenamtliche Arbeit unserer Kreisverbände, Ortsvereine und Einzelpersonen und eine gute Werbung für Erhaltungszuchten.

 

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Rede des LV-Vors. AKW beim Kleintierzuch
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Rede des LV-Vors. LS beim Kleintierzucht
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Vogelgrippe und Newcastle-Krankheit

 

 

Gedankenaustausch mit Landtagsabgeordneten der Grünen

 

 

Die Vogelgrippe bereitet Rassegeflügelzüchtern große Probleme, wie die Vergangenheit zeigte. Das Thema taucht in den Medien derzeit zwar kaum noch auf, doch das heißt nicht, dass es nicht wieder hochkochen kann. Um zu verhindern, dass durch überspitzte Maßnahmen von Seiten der Ämter und Veterinärmediziner die Rassegeflügelzucht gefährdet wird, sind Kontakte mit den politisch Handelnden notwendig. Reinhard Bartolles, der Tierschutzbeauftragte des LV Bremen, und Lars Steenken, Vorsitzender des LV Weser-Ems, vereinbaren einen Termin mit der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Grünen im niedersächsischen Landtag, Mariam Staudte. Vom Landesverband Hannover nehmen am Gespräch Schriftführer Peter Jahn und Kassierer Heinrich Schierholz teil. Mit in der Gesprächsrunde, der frühere Landwirtschaftsminister Christian Meyer und die Landtagsabgeordnete Eva Viehoff.

 

Die bisherigen Bekämpfungsmaßnahmen gegen die Aviäre Influenza (Vogelgrippe) sind kostenintensiv und kaum effektiv. Die Entschädigungssumme betrug im Seuchenjahr 2016/17 allein in Niedersachsen 15,5 Millionen Euro. Die Annahme, dass die Übertragung von außen nach innen erfolgt, hat die Vernachlässigung der Sicherheitsmaßnahmen von innen nach außen zu Folge. Als ineffektiv erweist sich auch die Gleichsetzung von industrieller Geflügelproduktion und artgerechter Haltung, wie Reinhard Bartolles zusammenfasst.

 

Die Nivellierung der Geflügelpest-Verordnung in Deutschland ist in Arbeit. Problempunkte für die Rassegeflügelzucht sind die Aufstallung und die Überspannung der Ausläufe mit Netzen. Die derzeit vorgesehene, zu geringe Maschenweite würde bei Schnee und Eis zu einem Zusammenbruch der Überspannung führen. Nicht klar geregelt bleiben Ausnahmegenehmigungen. „Da die Gefahr der Verbreitung der Vogelgrippe von innen nach außen wahrscheinlicher ist, muss sichergestellt werden, was mit dem Mist aus den Massentierhaltungen geschieht“, so die Forderung der Rassegeflügelzüchter. Krankheitserreger müssen sicher abgetötet werden. Zu prüfen ist, ob Biogasanlagen dazu geeignet sind.

 

Bei dem Erteilen von Ausnahmegenehmigungen für G eflügelzüchter und
Geflügelhalter handeln Veterinärämter unterschiedlich. Eine klare Ansage von der Politik an die Kreisveterinäre könnte helfen. Das bezieht sich auch auf die Impfung gegen die Newcastle Krankheit. Hier wird seit Generationen durch Sachkundige in den Vereinen geimpft. Nie ist etwas passiert. Warum soll ein Tierarzt danebenstehen, wenn der Impfstoff mit dem Trinkwasser an die Tiere verabreicht wird? Es treibt die Kosten in die Höhe. Auch zu den Impfintervallen bedarf es einer eindeutigen Regelung. Jährliche, halbjährliche oder vierteljährliche Impfung – oder keine beziehungsweise eine „Selbsthilfeimpfung“ bei Beständen unter 500 Tieren?

 

Die Vertreter der Grünen im niedersächsischen Landtag versprechen, sich auch weiterhin, ohne in Regierungsverantwortung zu sein, für die Belange der Rassegeflügelzüchter und kleinen Hühnerhaltern einzusetzen.

 

 

Peter Jahn

 

 

 


Maren Merschmeier mit LV-Schatzmeister Heinrich Schierholz.

Foto: pj

 

 

"Nutzen wir die Chance, dem Tierwohl zu dienen"

 

Alljährlich lädt der LV-Hannover zur Schulungstagung ein. Maren Merschmeier ist diesmal die Referentin. Ihr Thema: Homoöpathie beim Geflügel. Die Fachfrau für alternative Tiermedizin betreibt eine mobile Tierheilpraxis und konnte im vergangenen Jahr bereits vom LV-Zuchtbuch für einen Vortrag gewonnen werden.

 

"2011 habe ich Gänse bekommen und Spaß daran entwickelt. Es folgten Orpington und Brahma", führt sie zu Beginn ihres Vortrags aus. Die Homoöpathie bezieht sich auf den Arzt Samuel Hahnemann, der im ausgehenden 18. Jahrhundert seine Studien betrieb. Maren Merschmeier gibt einen Überblick über die geschichte der Homoöpathie, die Methode, die Wirkungsweisen, die Einsatzmöglichkeiten, die Vorteile und die Grenzen. Sie betont, dass sie keineswegs eine Gegnerin der Schulmedizin sei, dass diese notwendig ist, wenn die Homoöpathie an ihre Grenzen stößt. "Homoöpathie ist keine Medizin, die gegen Erreger gerichtet ist, sondern eine Regulationstherapie. Das heißt, dass der Organismus die Krankheit aus eigener Kraft meistert", erklärt Maren Merschmeier.

 

Die Referentin, die Geflügel bevorzugt behandelt, zeigt sich hocherfreut darüber, dass "bei Rassegeflügelzüchtern die Tiere und das Tierwohl im Vordergrund stehen und nicht die Gewinnmaximierung". Genau an diesem Punkt setzt auch der LV-Vorsitzende, Alfred Karl Walter, an, wenn er Rassegeflügelzucht und Wirtschaftsgeflügelzucht vergleicht, "bei der die Tiere nur kurze Zeit leben und nicht einmal das Reproduktionsalter erreichen". Da in der Rassegeflügelzucht und bei Kleinhaltern das Geflügel meist mehrere Jahre alt wird, muss ständig auf das Tierwohl geachtet werden, wenn man lange Freude daran haben will. "Deshalb nutzen wir die Chance, dem Tierwohl zu dienen", betont Alfred Karl Walter. Er habe wie viele andere seiner Zuchtfreunde beim Einsatz homoöpathischer Mittel sehr gute Erfahrungen sammeln können.

 

Auf drei Bereiche geht Maren Merschmeier näher ein. Es sind dies der Einsatz von Arnica montana bei Verletzungen, Abszessen und Gicht, auf die Behandlung mit Aconitum napellus in Stresssituationen und auf Cina XM als Mittel für die Entwurmung. In allen drei Bereichen konnten Rassegeflügelzüchter gute Erfahrungen sammeln. "Gerade im Geflügelbereich gibt es sehr gute Lösungsansätze zum Beispiel, um den Einsatz von Antibiotika zu verringern oder komplett darauf zu verzichten. Es bleiben bei der Behandlung mit homoöpathischen Mitteln keine Rückstände im Tier und es gibt dadurch keine Wartezeiten. Auch bei hoher Haltungsdichte wird auf Dauer ein stabilerer Gesundheitszustand erreicht. Ebenso profitieren sie von niedrigen Kosten der homöopathischen Arzneimittel", führt Maren Merschmeier aus.

 

Wer Fragen zur Homoöpathie beim Geflügel hat, findet Maren Merschmeier im Internet unter: www.hoftierheilpraxis.de

 

 

Peter Jahn

 

 

 

Wie werden unsere Bundesringe beschriftet?

 

Für manchen Züchter stellt sich die Frage, warum ist bei den Bundesringen im Vorjahr die Schrift in den Ring hineingelegt und warum ist sie in diesem Jahr erhaben?

Die Antwort hierauf gibt der Ringhersteller Fred Stengel.

 

Liebe Zuchtfreunde,

um eine Beschriftung zu erzielen, muss der Kunststoff die Laserstrahlung in ausreichenden Masse absorbieren. Um dies zu erreichen, werden diesen entsprechende Laseradditive zugesetzt. Im Ergebnis entstehen je nach gewählten Additiv und Farbe zwei Varianten der Markierung, das Aufschäumen oder das Karbonisieren. 

 

Beim Schäumen wird das Matrixmaterial des Kunststoffes kurzzeitig zum Schmelzen gebracht, wobei Ausgasungen entstehen. Beim Abkühlen werden kleine Gasblasen eingeschlossen, an denen das einfallende Licht diffus reflektiert wird. Es entsteht eine erhabene, meist helle Markierung, die relativ breit ist. Diese Variante bedingt eine kräftige, dunkle Grundfarbe um die Lesbarkeit durch einen hohen Kontrast zu gewährleisten. 

 

Die zweite Markierungsvariante kennzeichnet ein relativ hoher Energieeintrag in den Werkstoff, in Folge dessen ein lokales Karbonisieren erfolgt, welches wir als dunkle Markierung wahrnehmen.

 

Mit der Farbwahl "Gelb" durch die Entente Européenne benötigen wir eine dunkle Beschriftung, um den gewünschten Kontrast zu erzielen und damit die zweite mögliche Variante der Lasermarkierung, die lokal karbonisierte Oberfläche. 

 

Leider weißt diese eine nicht homogene Oberflächenstruktur auf, welche das Anhaften von Schmutz fördert. Jedoch stellt dieser Nachteil das geringer Übel der Möglichkeiten dar. Eine Beschriftung mit einer höheren Frequenz und damit mit einem höheren Wärmeeintrag würde zu einer homogeneren Oberfläche der Beschriftung führen (verschmelzen von Kunststoffmolekülen), welche aber im Kontrast deutlich abgeschwächt wär. Diese Möglichkeit ginge zu Lasten der Lesbarkeit. Die Schrift wäre in einem mittleren Graubereich. Auch der Einsatz von weniger Energie hätte eine homogenere Oberfläche zur Folge. Diese Variante würde sogar kürzere Produktionszeiten erfordern, aber geht zu Lasten der Beschriftungstiefe und damit zu Lasten der Haltbarkeit.

 

 


Vogelgrippe - Maßnahmen des BDRG

Liebe Zuchtfreundinnen und Zuchtfreunde,  

 
nachfolgend möchten wir sie über die Schritte des BDRG informieren, die dieser seit Ausbruch der Vogelgrippe unternommen hat.  
  • Sofortige Kontaktaufnahme mit dem Bundesministerium
  • Schreiben des Präsidenten an den Bundesminister mit Schwerpunkt Aufstallung (zeitnaher Gesprächstermin ist bereits angefragt)
  • Pressemitteilung des BDRG über Presseverteiler zum Thema Aufstallung 
  • Sofortige Kontaktaufnahme mit dem nationalen Krisenstab Tierseuchen (Mitglieder sind z.B. das Bundesministerium, die Länderministerien und das FLI ) Themen: Status der Tauben, Aufstallung
  • Schriftliche Stellungnahme zur Aufstallung an den nationalen Krisenstab Tierseuchen
  • Teilnahme an der Telefonkonferenz des nationalen Krisenstabs und Vorbringen unserer Positionen Themen: Status der Tauben, Aufstallung
  • Gespräche mit dem Vizepräsidenten des FLI und Leiter der Epidemiologie Herrn Prof. Dr. Conraths 
  • Beratung und Unterstützung der Landes- und Fachverbände in allen Belangen, durch alle Präsidiumsmitglieder unter fachlicher Beratung durch den Tierschutzbeauftragten Dr. Götz
  • Unterstützung der Züchter bei abgelehnten Ausnahmegenehmigungen in risikofreien Gebieten
  • Ausarbeitung von Musteranträgen zur Beantragung der Ausnahme von der Stallpflicht für Zier, Groß- und Wassergeflügel, Unterstützung und Beratung von Züchtern, die Anträge stellen wollen
  • Prüfung rechtlicher Möglichkeiten  
Es war wichtig, dass zumindest eine bundesweite Stallpflicht verhindert wurde, da auf Grund der geographischen und epidemiologischen Gegebenheiten nicht überall aufgestallt werden muss und bei Beruhigung der Seuchenlage in Gebieten die nicht mehr betroffen sind die Aufstallung schneller wieder aufgehoben werden kann.
 
Sollten Sie weitere Fragen haben bzw. Unterstützung benötigen, wenden Sie sich gern an die ihnen bekannten Adressen.
 
Präsidium

Liste der für wirksam befundenen Desinfektionsmittel

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DVG-Desinfektionsmittelliste_TH.PDF
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