Maren Merschmeier mit LV-Schatzmeister Heinrich Schierholz.

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"Nutzen wir die Chance, dem Tierwohl zu dienen"

 

Alljährlich lädt der LV-Hannover zur Schulungstagung ein. Maren Merschmeier ist diesmal die Referentin. Ihr Thema: Homoöpathie beim Geflügel. Die Fachfrau für alternative Tiermedizin betreibt eine mobile Tierheilpraxis und konnte im vergangenen Jahr bereits vom LV-Zuchtbuch für einen Vortrag gewonnen werden.

 

"2011 habe ich Gänse bekommen und Spaß daran entwickelt. Es folgten Orpington und Brahma", führt sie zu Beginn ihres Vortrags aus. Die Homoöpathie bezieht sich auf den Arzt Samuel Hahnemann, der im ausgehenden 18. Jahrhundert seine Studien betrieb. Maren Merschmeier gibt einen Überblick über die geschichte der Homoöpathie, die Methode, die Wirkungsweisen, die Einsatzmöglichkeiten, die Vorteile und die Grenzen. Sie betont, dass sie keineswegs eine Gegnerin der Schulmedizin sei, dass diese notwendig ist, wenn die Homoöpathie an ihre Grenzen stößt. "Homoöpathie ist keine Medizin, die gegen Erreger gerichtet ist, sondern eine Regulationstherapie. Das heißt, dass der Organismus die Krankheit aus eigener Kraft meistert", erklärt Maren Merschmeier.

 

Die Referentin, die Geflügel bevorzugt behandelt, zeigt sich hocherfreut darüber, dass "bei Rassegeflügelzüchtern die Tiere und das Tierwohl im Vordergrund stehen und nicht die Gewinnmaximierung". Genau an diesem Punkt setzt auch der LV-Vorsitzende, Alfred Karl Walter, an, wenn er Rassegeflügelzucht und Wirtschaftsgeflügelzucht vergleicht, "bei der die Tiere nur kurze Zeit leben und nicht einmal das Reproduktionsalter erreichen". Da in der Rassegeflügelzucht und bei Kleinhaltern das Geflügel meist mehrere Jahre alt wird, muss ständig auf das Tierwohl geachtet werden, wenn man lange Freude daran haben will. "Deshalb nutzen wir die Chance, dem Tierwohl zu dienen", betont Alfred Karl Walter. Er habe wie viele andere seiner Zuchtfreunde beim Einsatz homoöpathischer Mittel sehr gute Erfahrungen sammeln können.

 

Auf drei Bereiche geht Maren Merschmeier näher ein. Es sind dies der Einsatz von Arnica montana bei Verletzungen, Abszessen und Gicht, auf die Behandlung mit Aconitum napellus in Stresssituationen und auf Cina XM als Mittel für die Entwurmung. In allen drei Bereichen konnten Rassegeflügelzüchter gute Erfahrungen sammeln. "Gerade im Geflügelbereich gibt es sehr gute Lösungsansätze zum Beispiel, um den Einsatz von Antibiotika zu verringern oder komplett darauf zu verzichten. Es bleiben bei der Behandlung mit homoöpathischen Mitteln keine Rückstände im Tier und es gibt dadurch keine Wartezeiten. Auch bei hoher Haltungsdichte wird auf Dauer ein stabilerer Gesundheitszustand erreicht. Ebenso profitieren sie von niedrigen Kosten der homöopathischen Arzneimittel", führt Maren Merschmeier aus.

 

Wer Fragen zur Homoöpathie beim Geflügel hat, findet Maren Merschmeier im Internet unter: www.hoftierheilpraxis.de

 

 

Peter Jahn

 

 

 

Meyer: „Wir brauchen Ausnahmen für Kleinhalter“     Gespräch mit Landwirtschaftsminister über Auswirkungen der Vogelgrippe

 

 

 

 

 

 

 

 

LV-Vertreter sprechen mit dem Niedersächsischen Landwirtschafts- minister über Auswirkungen der Vogelgrippe.

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„Die Vogelgrippe ist hoher Eingriff“, betont Niedersachsens Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Christian Meyer, bei der Eröffnung des Treffens mit Vertretern von Kleintierzuchtverbänden aus den Landesverbänden Hannover und Weser-Ems im Niedersachsenhof in Verden. Wildvögel und Wind stehen im Verdacht den Virus zu verbreiten. Bei Kontrollen wurden in Betrieben der Geflügelwirtschaft Mängel in der Biosicherheit festgestellt. In solchen Fällen sollte die Tierseuchenkasse nicht die volle Entschädigung zahlen, sagt Christian Meyer. Und er fordert, dass der Bund Einheitlichkeit im Umgang mit der Vogelgrippe schaffen sollte unter Beachtung des Tierwohls. Für Niedersachsens Agrarminister steht fest: „Wir brauchen Ausnahmen für Kleinhalter und eine klare Regelung für Ausstellungen.“

 

Der Vorsitzende des Landesverbands Hannover der Rassegeflügelzüchter, Alfred Karl Walter, verdeutlicht, dass die Mitgliederentwicklung „deutlich gegen den allgemeinen Trend läuft. „Wir vertreten über 7000 Mitglieder, die in 157 Vereinen organisiert sind und neun Prozent der Mitglieder sind unter 18 Jahren. Wir sind mit einem Durchschnittsalter von 55 Jahren kein überalterter Verband, sondern stellen die Mitte der Gesellschaft dar.“ Alfred Karl Walter betont: „Neben den eigentlichen Rassegeflügelzüchtern vertreten wir auch die nicht organisierten Geflügelhalter, die von den Auswirkungen der Vogelgrippe ebenso stark betroffen sind.“

 

Der Landesverbandsvorsitzende hebt hervor, dass bei der LV-Tagung in Nienburg ein klares Bekenntnis zum Tierschutz abgegeben und durch eine Satzungsänderung bekräftig wurde. „Wir verstehen uns als Fürsprecher für die Tiere und deren Wohl, ohne dabei den Nutztiergedanken zu vergessen. Wir stehen auch in der genetischen Zuchtarbeit für die Selektion auf Tiergesundheit.“

 

Ausdrücklich dankt Alfred Karl Walter Minister Meyer, „der an unserer Seite steht, wenn es um den Erhalt von tiergemäßen Ressourcen und das Tierwohl geht“. Der LV-Vorsitzende macht keinen Hehl daraus, dass es Forderungen an das Ministerium und die Politiker gibt. Da ist zunächst ausgehend von Artikel 20a des Grundgesetzes die Forderung nach Entökonomisierung in der Tierwohlabwägung. Will heißen: keine Keulung gesunder Tiere in Betrieben innerhalb eines Sperrbezirks, stattdessen Quarantäne mit fortlaufenden Untersuchungen. „Der Fall Wörth hat gezeigt, dass Tiere in gutem Allgemeinzustand mit der als ,Seuche‘ bezeichneten Krankheit gut zurechtkommen können.“ Dass das Geflügel in Wörth von selbst gesundete, zeige aber auch, dass die Großbestandshaltung dem Tierwohl und dem allgemeinen Gesundheitszustand nicht zuträglich ist. „Gerade das Nichtkeulen würde die Möglichkeit eröffnen, die Biosicherheitsmaßnahmen auf ihre Effektivität zu prüfen und Verbreitungswege der Krankheit zu untersuchen“, erklärt Alfred Karl Walter.

 

Eine weitere Forderung ist die nach Zulassung eines Impfstoffes, der von organisierten Züchtern auf freiwilliger Basis eingesetzt werden kann, mit der Verpflichtung keine Tiere zu exportieren.

 

Die dritte Forderung bezieht sich auf die Ausstellungen. „Genetische Vielfalt zu erhalten, wie im internationalen Abkommen von Rio de Janeiro festgelegt, ist nur durch Ausstellungen möglich. Die kommerzielle Haltung in Großbeständen hat die Geschöpfe auf Fleisch- und Eierproduzenten reduziert, was sicherlich auch die Anfälligkeit für Krankheiten begünstigt. Auch wir sehen bei aktivem Seuchengeschehen die Notwendigkeit Ausstellungen nicht durchzuführen. Allerdings hat es sich gezeigt, dass Schaugenehmigungen nicht risikobasiert erteilt wurden, sondern flächendeckend die Durchführung von Schauen von amtlicher Seite untersagt wurde. Hierzu wird eine ministerielle Klarstellung gefordert, unter welchen Risikoeinschätzungen Ausstellungen genehmigt oder abgesagt werden müssen. Und dann sind da auch noch die Kosten, die bisher die Vereine und Aussteller im Fall der Absage allein tragen. Hier sollten auch die Kommunen an den Kosten beteiligt werden.

 

Abschließend geht der Vorsitzende des Landesverbands Hannover der Rassegeflügelzüchter noch einmal auf den Tierschutz ein. Er lobt die Arbeit von Minister Christian Meyer gegen das Kupieren von Schwänzen bei Schweinen, das Schnabelkürzen beim Geflügel und fragt, wie es sein kann, dass „in der wirtschaftlich ausgerichteten Geflügelhaltung inzwischen Tiere gezüchtet, besser gesagt  vorproduziert werden, deren Endprodukte in der Mast nicht mehr fähig sind, das Reproduktionsalter zu erreichen, da ihr Skelett dafür nicht geeignet ist“. Dass die Großbestandshaltung dies billigend in Kauf nimmt, könne man nur vor dem Hintergrund von wirtschaftlichem Druck verstehen, „mit Tierwohl und Tierschutz hat dies nicht zu tun. Wir fragen uns, wann offiziell untersucht wird, ob diese Mastlinien nicht den Tatbestand der Qualzucht erfüllen“, erklärt Alfred Karl Walter.

 

Für Landwirtschaftsminister Christian Meyer ist es richtig, dass sich die Rassegeflügelzüchter „von der industriellen Massenware absetzen wollen, ihre Art der Geflügelhaltung wird akzeptiert und hat Zukunft“. Christian Meyer, der von sich selbst sagt „Ich bin ein unverbesserlicher Optimist“, erkennt auch einen steigenden Trend zur privaten Tierhaltung und empfiehlt Geflügel-, Kaninchenzüchtern und Imkern noch mehr über ihr Tun zu informieren.

 

Großes Lob für seine Arbeit erntet Niedersachsens Landwirtschaftsminister auch von Lars Steenken, dem Vorsitzenden des Landesverbandes Weser-Ems der Rassegeflügelzüchter. „Die ehrenamtlichen Verbände aus der Kleintierzucht haben es derzeit nicht leicht. Vogelgrippe, Chinaseuche, Bienensterben - und von Seiten der Politik und den Fachbehörden hört man immer wieder Seuchenschutz vor Tierschutz. Und dann der Blick zu möglichen wirtschaftlichen Folgen. Es ist ein Spagat für alle Beteiligten.“ Er dankt Christian Meyer für sein generelles Abwägen und das Hinterfragen der Situation. „Wir können es nachvollziehen, wenn Ihnen die Tötung von einer halben Million Putenküken missfällt, nur weil diese durch einen Transportstopp nicht vermarktet werden konnten. Wir können es nachvollziehen, wenn Sie bei einem Negativbefund die Tötung eines Kontaktbetriebes nicht genehmigen.“

 

Lars Steenken geht hingegen mit den Kreisbehörden ins Gericht: „Es kann aber nicht sein, wenn Landkreise immer wieder ihren eigenen Weg gehen, wenn Erlasse ignoriert oder einfach abgeheftet werden.“ Unverständlich ist ihm auch, „wenn man keine eindeutige Weisung gibt, wie zum Beispiel bei der angedachten Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaften hinsichtlich der Kükentötungen und wenn Erlasse hinsichtlich der Aufhebung von Stallpflichten ignoriert werden. Föderalismus in allen Ehren, aber manche Sichtweisen werden sich in einigen Kreisen kaum ändern. Die Gründe sind sicherlich sehr unterschiedlich.“

 

Nachdem fast eine Million Tier getötet und Millionen Euro als Ausgleich gezahlt worden waren, sei es wieder ruhig geworden um die Geflügelpest, auch in der Presse. „Das ist gut so, aber der nächste Fund wird kommen, irgendwo findet man wieder einen infizierten Wildvogel, in einem großen und voll besetzten Putenstall wieder den Virus, so dass ganze Landkreise wieder Stallpflicht ausrufen. Dann wird erneut das Leid vieler Tiere in Kauf genommen.“ Lars Steenken sieht deshalb nur diesen Weg: „Unter Hochdruck muss jetzt aufgearbeitet und wissenschaftlich untersucht werden und es muss eine vollumfängliche Aufklärung der Eintragungswege geben. Es kann doch nicht sein, dass man den Mist aus einem infizierten Putenstall neben dem Stall mit einer Folie abdeckt, um diesen nach 42 Tagen auf den Flächen austragen zu können. Und dann setzt sich der Haufen noch zwei Mal in Brand, wie in Bösel.“

 

Für Lars Steenken ist die Frage, wie kommt der Mist aus dem Stall zum Ablageplatz, lassen sich Schadnager durch eine Folie abhalten. Man lasse dieses auch Dank der EU-Verordnungen zu, aber im gleichen Atemzug sehe man Gefahren durch die Windübertragung. „Viele Fragen an zuständige Stellen werden einfach ignoriert. Auch haben wir mehrfach den Kontakt zur Landestierschutzbeauftragten gesucht. Keine Antwort, keine Reaktion.“ Umso mehr  freue es die Kleintierverbände, dass sie von Seiten des Ministeriums gehört werden, dass sie an wichtigen Tagungen teilnehmen dürfen, dass die Kleintier- und Erhaltungszüchter auch in den Landtagsdebatten Erwähnung finden. Das habe es früher nicht gegeben.

 

„Der schnelle Ruf aus der Politik heraus nach landes- oder bundesweiten Stallpflichten macht uns allergrößte Sorgen. Es ist noch gar nicht lange her, da wurde der Freilauf von Geflügel nicht als Regel sondern als Ausnahme gesehen.  Herr Minister, setzen Sie sich bitte dafür ein, dass das Rassegeflügel auch in Zeiten der Geflügelpest genug Auslaufmöglichkeiten erhält. Hier sehen wir baurechtliche Vereinfachungen, und wenn erforderlich, die Überdachung von  Volieren lediglich mit einem Netz. Auch Geflügelausstellungen sollten stattfinden dürfen, da diese in einem geschlossen Raum stattfinden“, erklärt der Vorsitzende des Landesverbandes Weser-Ems.

 

„Die Hobbyhalter und Kleinhalter sind die Geschädigten“, so sieht es auch Minister Meyer. 15 bis 16 Millionen Euro sind bereits seit dem Ausbruch der Vogelgrippe im November für die Geflügelwirtschaft geflossen. „Wir lesen  in den Tageszeitungen von finanziellen Unterstützungsleistungen für Wirtschaftsgeflügel- und Freilandhalter. Wenn Rassegeflügelausstellungen durch behördliche Anordnungen teils kurzfristig nicht stattfinden dürfen, wenn Kleintierzüchter wegen behördlicher Anordnung zur Aufstallung einen Teil ihrer wertvollen Tiere schlachten oder ihre Ställe vergrößern und Volieren bauen müssen, dann wollen auch wir eine finanzielle Unterstützung“, fordert Lars Steenken.

 

Peter Jahn

 

 

 

 

Noch immer keine wissenschaftlich belastbaren Daten Diskussion mit Bundespolitikern zum Umgang mit der Vogelgrippe

 

Wer als Vertreter der Rassegeflügelzüchter mit großen Erwartungen am 26. April nach Berlin gefahren ist, wird enttäuscht. Beim Treffen mit Bundestagsabgeordneten von CDU und SPD im Jakob-Kaiser-Haus  wird deutlich, dass viele Politiker allein die Aussage und Empfehlungen des FLI als Bundesinstitut, das dem BMEL angegliedert ist, uneingeschränkt übernehmen und die Interessen der Geflügelwirtschaft schwerer wiegen als die der Rassegeflügelzüchter. Besonders problematisch für die Rassegeflügelzucht sind die Aussagen des FLI und dessen Leiters, Prof. Dr. Dr. Mettenleiter, dass alleine die Wildvögel Schuld an den Ausbrüchen sind. Waren es nach dem Ausbruch der Vogelgrippe im November 2016 die Wildvögel, die verantwortlich für die Einschleppung gemacht worden waren, folgte im Januar die Windtheorie, nun sieht die Bewertung des FLI wieder die Vögel als Überträger.

 

Der Reihe nach: Auf Initiative von Lars Steenken, Vorsitzender im Landesverband Weser-Ems, hatte die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann nach Berlin eingeladen. Sie betont, dass man bei der Vogelgrippe-Problematik bestrebt sei, Fortschritte zu erzielen, denn „es geht auch um die vielen kleinen Hühnerhalter und die Erhaltung der Rassegeflügelzucht“. Sie habe die Sorge verstanden, denn „noch einmal solch ein Ereignis wie 2016 wäre für die Rassegeflügelzucht kritisch“, sagt sie in ihrer Einführung. Lars Steenken verweist auf die unterschiedlichen Vorgehensweisen der Landkreise bei der Bewertung des Risikos und die fehlende Koordination zwischen Bund, Ländern und Kreisveterinären. Hier werde so und bei gleichen Bedingungen wenige Kilometer weiter anders entschieden, wenn es um Aufstallung oder Ausnahmegenehmigungen gehe. Die betroffenen Geflügelzüchter und –halter wüssten nicht, wer eigentlich zuständig sei. Landesregierungen entscheiden über eine generelle Aufstallung, Kreisveterinäre berufen sich auf Empfehlungen des FLI oder auf das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Lars Steenken kritisiert, dass es an einer Koordination fehle.

 

Auf die derzeitige Situation in punkto Vogelgrippe geht zunächst Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin, ein. 2016 sei der schlimmste Ausbruch der Vogelgrippe zu verzeichnen gewesen, der erhebliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der Geflügelbetriebe gehabt habe. „Zum Ende diesen Jahres kommen wir wieder in den Gefährdungsbereich“, ist sie sicher. Sie verweist auf den 28. und 29. Juni, denn dann soll im Bundesministerium das Infektionsgeschehen beleuchtet und Manöverkritik geübt werden. Eingeladen werden zu dieser Veranstaltung auch Vertreter des BDRG. Ziel der Veranstaltung sei, „bei einem neuen Seuchengang besser gewappnet zu sein.“

 

Dr. Mettenleiter erklärt, dass es seit 1878 die Vogelgrippe gebe und „wir immer damit rechnen müssen, dass Wildvögel diese global verbreiten. Die Lektion heißt, dass sich ein Ausbruch immer wiederholen kann.“  Weiter führt es aus: „Wir haben schon gut gelernt“, Ziel sei es „das deutsche Nutzgeflügel frei von Geflügelpest zu bekommen“. Zuerst seien es die Wildvögel, dann das Nutzgeflügel, so sieht er den Infektionsweg: „Der Infektionsdruck kommt aus der Natur.“ Die Aufstallung gehöre daher zu den Biosicherheitsmaßnahmen. Und da seien die Veterinärbehörden vor Ort gefragt, „denn die sind am nächsten dran“.

 

Die dramatische Situation der Rassegeflügelzucht beschreibt Dr. Michael  Götz. Die Anlagen der Rassegeflügelzüchter sind kleine Nebenanlagen mit kleinen Ställen, die den Tieren nur zum Übernachten dienen. Die Züchter haben viele Zuchttiere, zumeist alte Rassen, die andere Bedürfnisse haben als die der Wirtschaftsgeflügelhalter, die ihre Tiere vor der geschlechtsreife schlachten. Seine Bronzeputen fliegen noch im Alter von fünf Jahren aufs Dach, „Gänse brauchen Gras, Streicherenten haben ihren Namen, weil sie durchs Gelände streifen und Laufenten weil sie weite Stecken im Gelände laufen“. Mit der Aufstallung mussten viele Tiere getötet werden und viele Züchter hörten auf. Dadurch werde die Genetik sehr eng. Die Tiere, die Freilauf gewöhnt sind und diesen brauchen, leiden in den Ställen, die Stallpflicht ist für die Rassegeflügelzucht existenzbedrohend.

 

Der SPD Bundestagsabgeordnete, Dr. Wilhelm Priesmeier, sieht auch angesichts des Vortrags von Michael Götz „für größere Änderungen und Ausnahmen keine Möglichkeit, auch wissenschaftlich nicht“. Seine Parteikollegin Dr. Karin Thissen, wie er ebenfalls Tierärztin, führt aus, dass Amtstierärzte das Verweigern einer Ausnahmegenehmigung begründen müssen, für die Züchter bleibe der Weg vors Verwaltungsgericht. Dr. Michael Götz verweist darauf, dass die Hobbyhaltung ein deutlich über 50 -fache geringeres Risiko des Eintrags von Vogelgrippe als in Wirtschaftsgeflügelbestände hat und hier daher andere Auflagen gelten müssen. Sollte es bei diesen Auflagen bleiben und es noch zwei Jahre so weitergehen, wird die Rassegeflügelzucht am Boden liegen.

 

Eine Ausnahmegenehmigung, falls sie überhaupt erteilt wird, gehe meist mit einer Beprobung alle 21 Tage einher und jedes Mal mit 300 Euro Kosten, was den Züchtern finanziell nicht zugemutet werden könne. Er fordert: keine landesweiten Aufstallung. Diese nur in absoluten Risikogebieten zeitlich befristet, und  Netze als Schutz und Alternative zu einem Dach. BDRG-Präsident Christoph Günzel ergänzt, dass Sperrkreise für eine bestimmte Zeit kein Problem sind. Er fordert Alternativen zur Beprobung, da sich, wie Dr. Mettenleiter sage, nicht quantifizieren lasse, was die Aufstallung bringe. Den Ausführungen von Dr. Michael Götz entgegnet Prof. Dr. Dr. Mettenleiter, dass „der Kot der Wildvögel vom Himmel fällt und ein Netz nach seiner Ansicht nicht ausreichend ist“, ihm „ist bewusst, dass die Maßnahmen wehtun“.

 

Lars Steenken geht darauf ein, dass bei den Wirtschaftsgeflügelhaltern Mist aus Ställen, in denen die Tiere gekeult wurden, nach draußen gebracht und mit Planen abgedeckt werde, was die Übertragung durch Wind fördere. Dazu Dr. Mettenleiter: „Ein vorläufiges Ergebnis zeigt, dass Wind keine wesentliche Rolle spielt.“ Lars Steenken sieht auch die Gefahr der Übertragung durch Schadnager, die sich auf den Misthaufen Nahrung suchen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete, Hermann Färber, räumt ein: „Schadnager können auch ein Risiko sein.“ Und er fügt an: „Auch das Futter wächst draußen.“

 

Franz Nuber, Mitglied im Beirat für Tier- und Artenschutz im BDRG, stellt klar, dass bei den Ausbrüchen der Vogelgrippe lediglich zehn Bestände von Hobbyhaltern betreffen, 16 Fälle in Parks und Zoos bekannt sind, aber 53 Putenmastbetriebe gekeult werden mussten. Unter den Begriff Hobbyhaltung fallen auch alle Betriebe, die bis Tausend Tiere halten. Er sieht einen großen Unterschied zwischen Hobbyhaltung und Geflügelwirtschaft, weist auf die gesellschaftliche Bedeutung der Rassegeflügelzucht und die Zunahme der Kleinhaltungen für das Frühstücksei und den guten Braten hin. Franz Nuber hält Biosicherheitsmaßnahmen für unbedingt notwendig, fordert aber eine Trennung von Rassegeflügelzucht und Wirtschaftsgeflügelhaltung, wenn es um die Aufstallung geht. Eine landesweite Aufstallung hält er für nicht angezeigt. „In Restriktionsgebieten sollte aufgestallt werden, aber nur für 21 Tage, dann muss das Gebot wieder aufgehoben werden.“ Die These, dass Wildvögel für die Verbreitung der Vogelgrippe verantwortlich gemacht werden, ist für ihn „sehr vage“ und unzureichend belegt.

 

Für Dr. Wilhelm Priesmeier ist es wichtig, dass man sich „auf den nächsten Seuchenfall vorbereitet, Ausnahmen müssen wissenschaftlich begründet sein“. Britta Connemann appelliert abschließend, die Belange der Rassegeflügelzucht ernst zu nehmen. „Die Situation ist schwierig, alle Interessen müssen gleichwertig betrachtet werden.“ Es sei deutlich geworden, dass den Veterinären vor Ort eine große Bedeutung zukomme. Sie müssten besser informiert werden, denn sie sehe auch, dass „einige von der Ausnahmeregelung Gebrauch machen, andere Angst vor einem Risiko haben“, ja in einigen Bundesländern eine generelle Aufstallpflicht verordnet wurde. In Hinblick auf das Treffen im Juni sagt sie: „Wichtig ist nun, belastbare Daten und Fakten auf den Tisch zu legen.“ Christoph Günzel verspricht, dass der BDRG mit ersten Ergebnissen seiner Untersuchung zur Auswirkung der Stallpflicht vorlegen wird.

 

Peter Jahn

 

Wie werden unsere Bundesringe beschriftet?

 

Für manchen Züchter stellt sich die Frage, warum ist bei den Bundesringen im Vorjahr die Schrift in den Ring hineingelegt und warum ist sie in diesem Jahr erhaben?

Die Antwort hierauf gibt der Ringhersteller Fred Stengel.

 

Liebe Zuchtfreunde,

um eine Beschriftung zu erzielen, muss der Kunststoff die Laserstrahlung in ausreichenden Masse absorbieren. Um dies zu erreichen, werden diesen entsprechende Laseradditive zugesetzt. Im Ergebnis entstehen je nach gewählten Additiv und Farbe zwei Varianten der Markierung, das Aufschäumen oder das Karbonisieren. 

 

Beim Schäumen wird das Matrixmaterial des Kunststoffes kurzzeitig zum Schmelzen gebracht, wobei Ausgasungen entstehen. Beim Abkühlen werden kleine Gasblasen eingeschlossen, an denen das einfallende Licht diffus reflektiert wird. Es entsteht eine erhabene, meist helle Markierung, die relativ breit ist. Diese Variante bedingt eine kräftige, dunkle Grundfarbe um die Lesbarkeit durch einen hohen Kontrast zu gewährleisten. 

 

Die zweite Markierungsvariante kennzeichnet ein relativ hoher Energieeintrag in den Werkstoff, in Folge dessen ein lokales Karbonisieren erfolgt, welches wir als dunkle Markierung wahrnehmen.

 

Mit der Farbwahl "Gelb" durch die Entente Européenne benötigen wir eine dunkle Beschriftung, um den gewünschten Kontrast zu erzielen und damit die zweite mögliche Variante der Lasermarkierung, die lokal karbonisierte Oberfläche. 

 

Leider weißt diese eine nicht homogene Oberflächenstruktur auf, welche das Anhaften von Schmutz fördert. Jedoch stellt dieser Nachteil das geringer Übel der Möglichkeiten dar. Eine Beschriftung mit einer höheren Frequenz und damit mit einem höheren Wärmeeintrag würde zu einer homogeneren Oberfläche der Beschriftung führen (verschmelzen von Kunststoffmolekülen), welche aber im Kontrast deutlich abgeschwächt wär. Diese Möglichkeit ginge zu Lasten der Lesbarkeit. Die Schrift wäre in einem mittleren Graubereich. Auch der Einsatz von weniger Energie hätte eine homogenere Oberfläche zur Folge. Diese Variante würde sogar kürzere Produktionszeiten erfordern, aber geht zu Lasten der Beschriftungstiefe und damit zu Lasten der Haltbarkeit.

 

 

31. Zuchtstamm- und     Kükenbörse                                                                                     in Algermissen

Küken - Zuchtstämme - BruteierSonntag, 23.April2017, ab 9 Uhr                                                          Naturgärtnerei Ingelmann, Heerstraße 10.    

  Infos: 05126 / 1238 nach 20 Uhr (H.J. Therburg, 1. Vors.)                                                                                             Homepage: www.rgzv-algermissen.de

 

 

Werbeplakat Küken-Börse am Messeschnellweg und B 494

Am Messeschnellweg südlich von Hannover an der Kreuzung bei Sarstedt und an der B 494 (Hildesheim-Peine) bei Hohenhameln hat der RGZV Algermissen jeweils ein Hinweisschild bereits Wochen vor der Küken-Börse aufgestellt. Das sind zwei vielbefahrene Autostraßen. Auch über solche Werbemaßnahmen waren sich die Mitglieder einig.

 

„Das hat alles Sinn und Zweck“, hieß es bei der letzten vorbereitenden Zusammenkunft der Aktiven vom RGZV Algermissen im Vorfeld der Küken-Börse, die am 23. April 2017 auf dem Gelände der Natur-Gärtnerei Ingelmann an der Heerstraße stattfindet. Gerhard Schütte, unser Referent für Öffentlichkeitsarbeit, sprach nach den erfolgreichen Werbemaßnahmen im letzten Jahr mit einer überragenden Besucherzahl über weitere Ziele im Vorfeld der diesjährigen Zuchtstamm- und Küken-Börse.   

 

Diese Schwerpunkte stellte er kurz und bündig vor:  

●  Wie bekommen wir möglichst viele Besucher? Ein Beispiel von vielen: Durch Großplakate das Interesse wecken.

●  Auch Top-Veranstaltungen wie diese Küken-Börse brauchen eine gute Text- und vor allem eine Foto-Auslese in den Zeitungen, um die Rassetiere in Szene zu setzen. Dabei müssen wir Wert auf optimale Tierbilder mit überzeugendem Aussehen legen.

●  Wie erreicht man auch die Menschen, die keine Züchter sind und auch keine Tiere haben?  …Mit Werbung. Leider fällt das bei etlichen Ortsschauen sehr dürftig aus und lässt damit solche Veranstaltungen alt aussehen.  

●  Wie wirbt man für das rundum gute Angebot einer solchen Küken-Börse?  Mit der Werbung: …Kurz: Schon auf den ersten Blick!

 

●  Wie bringt man eine solche Küken-Börse eigentlich ins Spiel? Auch mit Werbeplakaten wie aktuell hier zu sehen ist und mit einer aufmerksamen starken Presse-Kampagne im Vorfeld. 

 

 

 

 

 

Nds. ML                                                  Hannover, den 16.03.2017
203-42260-401

Kommunale Veterinärbehörden
LAVES

Nds. Geflügelwirtschaft, Rassegeflügelverbände

Hinweise zu Eintragsquellen und Biosicherheitsmaßnahmen bei Geflügelpest

In der Anlage übersende ich Ihnen ein Merkblatt mit Hinweisen zu möglichen Eintragsquellen und Biosicherheitsmaßnahmen für Puten- und Entenhaltungen. Das Merkblatt wurde mit Vertretern des FLI und mit dem Landkreis Cloppenburg abgestimmt. Ich bitte insbesondere die Verbände um Information ihrer Mitglieder (besonders Puten- und Entenhalter) in Niedersachsen.
Darüber hinaus hat der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V. (ZDG) und das FLI eine wirtschafts- und wissenschaftsgetragene Zusammenstellung aller biosicherheitsrelevanten Aspekte zur Vermeidung der Einschleppung der Geflügelpest in die Bestände in Form einer Checkliste erstellt, die voraussichtlich in Kürze veröffentlicht wird. Der ZDG beabsichtigt, diese Checkliste als Broschüre und in Form laminierter Poster in Umlauf zu bringen.
Durch die Wirtschaft geplante Schulungsveranstaltungen sollten aus hiesiger unbedingt weiter stattfinden. Die Bedeutung der Biosicherheitsmaßnahmen rechtfertigen Veranstaltungen für Landwirte zu diesem Thema auch jetzt durchzuführen. Zur Vermeidung des Verschleppungsrisikos bei diesen Veranstaltungen können wichtige Biosicherheitsmaßnahmen wie Händedesinfektion und Schuhdesinfektion praktisch angewendet werden. Die an der Tierseuchenbekämpfung beteiligten Behörden bieten hierbei ihre Unterstützung an.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrage
Dr. Rieder

Niedersächsisches Ministerium für Ernährung,Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Geflügelpest Hinweise Eintragsquellen un
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BAUERNBUND

BRANDENBURG e. V.

c h r i s t l i c h - k o n s e r v a t i v - h e i m a t v e r b u n d e n

 

 Bauernbund Brandenburg  Dorfstraße 20  19336 Lennewitz

Frau Anne Quart

Staatssekretärin im Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg Heinrich-Mann-Allee 107

14473 Potsdam

 

Vogelgrippe: Sofortige Aufhebung der Stallpflicht

 

 Sehr geehrte Frau Quart,

ich beziehe mich auf das Gespräch von vorgestern und fasse unsere Argumente nochmal zusammen:

 

  1. Wir kritisieren nicht die Seuchenvorsorge durch das Land. Die Vogelgrippe ist eine hochansteckende gefährliche Tierkrankheit, die drastische Vorsorgemaßnahmen rechtfertigt, um betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Schäden größeren Ausmaßes zu vermeiden.
  2. Wir kritisieren nicht die Seuchenbekämpfung durch das Land. Bei Ausbruch der Vogelgrippe in einem Nutzgeflügelbestand ist es sinnvoll, den Bestand zu vernichten, den Standort zu isolieren und durch geeignete Maßnahmen die Ausbreitung der Krankheit zu unterbrechen. Zu diesen gehört auch die in einem Umkreis von bis zu 10 Kilometer und für eine Dauer von bis zu vier Wochen verhängte Stallpflicht für alle Nutzgeflügelbestände, die wir ausdrücklich akzeptieren.
  3. Wir kritisieren jedoch die in Brandenburg verhängte flächendeckende und unbegrenzte Stallpflicht als wahrscheinlich wirkungslos, jedenfalls unverhältnismäßig. Nach Aussagen des Friedrich-Löffler-Instituts sind alle Wildvögel ohnehin mehr oder weniger mit dem Erreger in Berührung gekommen, hier findet eine natürliche Immunisierung statt, die geringen Totfunde von Wildvögeln belegen dies. Nehmen wir einen Stall mit 20.000 Masthähnchen. Für die Sicherheit dieses Bestandes können und sollten durch den Landwirt Maßnahmen ergriffen werden, um zu verhindern, dass der Erreger in den Stall gelangt. Ob sich aber die in der Nachbarschaft befindlichen 300 Mastgänse eines weiteren Land- wirts sowie die 60 Legehennen dreier Hobbyzüchter im Stall oder im Freiland aufhalten, ist angesichts tausender in demselben Freiland umherziehender Wildvögel für die Sicherheit des großen Bestandes völlig unerheblich. Wenn demnächst auch noch die 300 Mastgänse von der Stallpflicht befreit werden können, was wir begrüßen, wird es um so absurder, ausgerechnet die 60 Legehennen in ihren dunklen Verließen eingesperrt zu lassen.

 

Eine Aufrechterhaltung der Stallpflicht ist Prinzipienreiterei und fachlich nicht begründet. Der Nutzen ist, wie dargestellt, nicht nachvollziehbar. Der Schaden hingegen ist immens: Die Freilandgeflügelhaltung als besonders artgerechte, Verbraucherwünschen entgegen kommende und damit marktorientierte Produktion wird massiv benachteiligt. Die Hobbygeflügelhaltung als Teil der ländlichen Kultur und Lebensqualität in den Dörfern wird absehbar verschwinden. Und schließlich ist die andauernde Unterbringung von Geflügel in dafür nicht vorgesehenen Quartieren staatliche verordnete Tierquälerei, Tag für Tag, und je wärmer es draußen wird, umso schlimmer für die Kreatur. Ich bitte daher um sofortige Aufhebung der Stallpflicht.

 Mit freundlichen Grüßen

Marco Hintze, Präsident

Schaubild im Hinblick auf von Geflügelhaltern mindestens einzuhaltende Biosicherheitsmaßnahmen

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Landesmeister 2016

 

Die Landesmeister wurden anlässlich der 70. Landesverbandsschau bei der 135. Deutschen Junggeflügelschau ermittelt.

 

Zur Wertung kamen die besten 6 Jungtiere einer Rasse und Farbschlag.

 

Groß-Wassergeflügel

 

1)     Karl Heinz Tuma                Toulouser Gänse                                574 Punkte

 

2)     Werner Emme                    Cayugaenten                                      570 Punkte

 

3)     Matthias Reim                     Warzenenten braun-wildfarbig       568 Punkte

 

Hühner

 

1)     Marc Gösche                       Marans schwarz-kupfer                     575 Punkte

 

2)     Daniel Berghorn                 Barnevelder braun-schwarz-doppelgesäumt                                                                                 574 Punkte

 

3)     ZG Bormann                        Araucana wildfarbig                           573 Punkte

 

Zwerghühner

 

1)     Wilhelm Esse                      Zwerg-Italiener goldfarbig                574 Punkte

 

2)     Detlef Weichert                   Zwerg-Wyandotten gestreift              574 Punkte

 

3)     Anton Schuhmann             Zwerg-Hamburger goldlack             574 Punkte

 

Tauben

 

1)     Friedhelm Niehus              Schlesische Kröpfer Weißplatten schwarz                                                                                               571 Punkte

 

2)     Harald Lindner                   Königsberger Farbenköpfe schwarz                                                                                               571 Punkte

 

3)     Wilfried Kuhnert                 Altdeutsche Mövchen schwarz          571 Punkte

 

 

 

Die Widerspruchsfrist gegen die Wertung läuft 14 Tage nach Veröffentlichung aus. Der Widerspruch hat schriftlich an den LV-Vorsitzenden unter Beifügung der Begründung zu erfolgen. Die Ehrung erfolgt im Rahmen der Landesdelegiertenversammlung im April in Nienburg.

 

 

 

 

 

Landwirtschaftsminister Meyer für risikobasierte Aufstallung

In fünf niedersächsischen Landkreisen darf das Geflügel seit Februar wieder frei laufen. Geht es nach Landwirtschaftsminister Christian Meyer kommen ab nächster Woche weitere Landkreise hinzu. Wie er am Montag, 6. Februar, im Gespräch mit Vertretern der Landesverbände Weser-Ems und Hannover erklärte, will sich der Minister Baden-Württemberg anschließen, wo ebenfalls nur noch in Risikogebieten aufgestallt werden soll. Es geht um den Tierschutz, die Leiden der eingestallten Tiere sollen ein Ende haben.

Die Rassegeflügelzüchter weisen in der Gesprächsrunde mit dem Minister, dem Staatssekretär Dr. Michael Kühne und der Staatssekretärin Dr. Barbara Gottstein erneut darauf hin, dass in ihren Beständen das Virus H5N8 noch nie ausgebrochen ist. Es scheint sich vielmehr nach Ansicht der Rassegeflügelzüchter, um ein massives Problem der Geflügelwirtschaft zu handeln. Dennoch musste auch das Rassegeflügel landesweit über viele Wochen in geschlossenen Räumen halten werden. Um dem Tierschutz Rechnung zu tragen, musste ein Großteil der Tiere geschlachtet werden, da die Ställe lediglich als Schlafräume vorgesehen sind. Das Federvieh auch tagsüber darin unterzubringen ist aus der Sicht des Tierschutzes unmöglich. Der Minister will den zuständigen Veterinären der Landkreise bis Anfang kommender Woche empfehlen, die risikobasierte Aufstallung durchzuführen und ihnen darüber hinaus bei der Erteilung von Ausnahmegenehmigungen den Rücken stärken.

Einer Impfung des Rassegeflügels steht Minister Christian Meyer positiv gegenüber. Das Problem ist dabei allerdings, dass es derzeit keinen Impfstoff gegen H5N8 gibt, wie Dr. Gottstein erklärt. Bei der ständigen Veränderung des Virus sei die Herstellung eines wirkungsvollen Impfstoffes vermutlich unmöglich.

Ein wichtiger Hinweis für die Züchter von Wassergeflügel: Was Gänse und Enten anbelangt, ist die Sentinelhaltung (gemeinsam mit Hühnern oder Puten) ausreichend. Wird diese praktiziert, müssen die Tiere nicht betupfert werden.

Peter Jahn

 

Kampf gegen das Leiden des Rassegeflügels          Vogelgrippe – Beirat fordert wissenschaftliche Erklärungen

Der Beirat des BDRG kann nach intensiver Arbeit mit dem Thema Vogelgrippe erste Ergebnisse vorlegen. BDRG-Präsidenten Christoph Günzel, der Beauftragte für Tier- und Artenschutz im BDRG, Dr. Michael Götz, die Tierärzte Dr. Martin Linde und Dr. Markus Freick, die Virologin Dr. Kristin Heenemann, der Virologe Dr. Ralf Dürrwald, der Redakteur a.D. Peter Jahn und der BDRG-Beisitzer Steffen Kraus legten die Vorgehensweise zu den Themenkomplexen Stallpflicht, dem Umgang mit den Behörden sowie Impfung gegen Vogelgrippe und Klage gegen das Verbot von Taubenausstellungen fest.
Der Beirat des BDRG kann nach intensiver Arbeit mit dem Thema Vogelgrippe erste Ergebnisse vorlegen. BDRG-Präsidenten Christoph Günzel, der Beauftragte für Tier- und Artenschutz im BDRG, Dr. Michael Götz, die Tierärzte Dr. Matin Linde und Dr. Markus Freick, die Virologin Dr. Kristin Heenemann, der Virologe Dr. Ralf Dürrwald, der Redakteur a.D. Peter Jahn und der BDRG-Beisitzer Steffen Kraus legten die Vorgehensweise zu den Themenkomplexen Stallpflicht, dem Umgang mit den Behörden sowie Impfung gegen Vogelgrippe und Klage gegen das Verbot von Taubenausstellungen fest.

 

Stallpflicht

 

In einigen Bundesländern gibt es die Überlegung die Stallpflicht zu verlängern. Um dies zu verhindern, ist es wichtig, dass sich die Landesverbände und Züchter an die jeweils zuständigen Ministerien und Politiker wenden. Ein Musterbrief, der individuell gestaltet werden sollte, wurde entworfen. Besonders dramatisch wäre es, wenn die Stallpflicht in die Aufzuchtzeit oder darüber hinaus weitergeht. Gegen die Stallpflicht sollen gezielte Aktion bei Landtagsabgeordneten und Ministerien in die Wege geleitet werden. Jeder Züchter ist dazu aufgerufen, sich mit den Politikern und den Ämtern in Verbindung zu setzen, um der Forderung nach mehr Tierschutz und Tierwohl Nachdruck zu verleihen. Die Presse ist für uns im Kampf gegen die Aufstallung eminent wichtig, denn die Medien können der Öffentlichkeit zeigen, wie sich die „armen“ Puten, Gänse, Enten und Hühner ohne Auslauf quälen.
 
Schlagkräftige Argumente gegen die Stallpflicht soll die vom BDRG in Auftrag gegebene Masterarbeit zum Thema „Stallpflicht und ihre Folgen für Zuchten und Züchter“ liefern. Diese Arbeit ist wichtig, um wissenschaftlich etwas in der Hand haben. Daneben sollen in einer Befragung die Auswirkungen der Maßnahmen der Geflügelpestverordnung auf die Rassegeflügelzucht dokumentiert werden, z.B. wieviel Tiere von unseren Züchtern geschlachtet werden mussten, um das Geflügel in den Ställen halten zu können oder wie viele Zuchten aufgegeben werden mussten Thomas Müller-Gemeinhardt und Michael Götz erläuterten, dass es schwierig und wenig erfolgsversprechend ist gegen die Stallpflicht zu klagen. Der BDRG unterstützt zwei Klagen aus unterschiedlichen Bundesländern.
 
Wichtige Fragen, die es zu klären gilt, sind: Wie viele Wirtschaftsbetriebe oder Hobbyhalter sind von der Vogelgrippe betroffen, waren die Tiere aufgestallt oder nicht? Die Antworten könnten helfen, deutlich zu machen, dass die Stallpflicht nicht den gewünschten Schutz bringt.
 
Dr. Martin Linde wird sich deshalb speziell des Ziergeflügels annehmen und die Problematik der Ausstallung aufzeigen, die mit großem Stress bei dieser nicht artgerechteren Haltung einhergehen. Wichtig wird es sein, über den Tierschutzgedanken in die Köpfe der Menschen zu kommen. Eine Prüfung der Ausbrüche der Vogelgrippe in Wirtschaftsgeflügelbetrieben und außerhalb wird vermutlich zeigen, dass 95 Prozent der Geflügelindustrie zuzurechnen sind. Und dies trotz aller Sicherheitsmaßnahmen. In diesem Zusammenhang wird es wichtig, intensiv mit der Tierärztekammer und dem Friedrich-Löffler-Institut zu diskutieren. Noch immer gibt es zum Thema Vogelgrippe keine nachvollziehbare wissenschaftliche Erklärung für die Infektionswege. Inzwischen wird gemutmaßt, dass der Wind dafür verantwortlich sein könnte, dass die Viren in die Ställe kommen. Wäre dies der Fall, so ist dies ein gutes Argument dafür, dass Aufstallung nicht vor einer Infektion schützen kann und andere Biosicherheitsmaßnahmen ausreichend sind. Thomas Müller-Gemeinhardt betont, dass eine Statistik wichtig ist, denn sollte sich erweisen, dass nicht differenziert wird, ist eine Empfehlung zur Aufstallung ohne Grundlage. Wer empfiehlt, dass das Geflügel in den Ställen bleibt, muss wissenschaftliche Grundlagen dazu vorlegen. Gibt es diese nicht, ist die Forderung die Tiere nicht nach draußen zu lassen, ein grober Verstoß gegen den Tierschutz.
 
Umgang der Behörden
 
Unsere Züchter fordern Gleichbehandlung von den Behörden. Durch den Föderalismus gibt es in Deutschland riesige Unterschiede. In Nordrhein-Westfalen finden Geflügelschauen ohne Wassergeflügel und Taubenschauen statt. In Sachsen geht gar nichts. Selbst in Kreisen, in denen nichts vorgekommen ist, werden keine Ausnahmen gemacht und Schauen nicht genehmigt. Vor Brut und Aufzucht muss bei den zuständigen Behörden möglichst viel erreicht werden. Der Föderalismus, den es so ausgeprägt nur im Schul- und im Seuchenrecht gibt, hat Vor- und Nachteile, betont Michael Götz. So ist er der Ansicht, dass bei der Verhängung der Stallpflicht Entscheidungen der einzelnen Länder sinnvoller sind als eine bundeseinheitliche. So können wenigstens Bundesländer ohne oder mit wenig Fällen auf eine Stallpflicht verzichten.
 
Thomas Müller-Gemeinhardt verweist auf den Fall Wörth. Dort hat die Öffentlichkeit sich sehr stark mobilisieren lassen. Der BDRG und der Tier- und Artenschutzbeirat war mit Christoph Günzel, Franz Nuber und Michael Götz in die Geschehnisse in Wörth eingebunden. Dr. Ralf Dürrwald sieht die Chance, da es kein Wissen über die Ausbreitung des Vogelgrippe-Virus gibt, dass vielleicht eine medizinische Überwachung Aufschlüsse geben kann. Was das Problem überhaupt betrifft, müsse abgewartet werden, ob sich weiterer Tiere infizieren. Der erkrankte Pelikan, der im Opel-Zoo in Kronberg im Taunus mit anderem Geflügel in Kontakt gekommen ist, hat den Erreger nicht weitergegeben. Das deutet daraufhin, dass in der Freilandhaltung die Infektionsgefahr wesentlich geringer zu sein scheint, als in der Massentierhaltung, wo sich die Tiere auf engstem Raum bewegen. Die Forderung muss daher lauten: Wir brauchen belastbare wissenschaftliche Untersuchungen.
 
Dieser Fall in Wörth hat aber auch gezeigt, dass es sehr wichtig ist, auf eine Änderung der Geflügelpestverordnung in Hinsicht auf die Bekämpfung der niederpathogenen Influenza zu drängen. Die Keulungspolitik ist hier nicht richtig, ist man sich im Gremium einig. Christoph Günzel geht davon aus, dass viele Wildvögel das niederpathogene Virus in latenter Form tragen. Er sieht auch die Möglichkeit, dass aus Fällen wie in Wörth gelernt werden kann, wie mit befallen Beständen verfahren werden kann.
 
 Impfung gegen Vogelgrippe
 
Eine Möglichkeit die Tiere zu schützen bieten Schutzimpfungen. Was das Impfen anbelangt hat das Friedrich-Löffler-Institut nur Erfahrungen mit Notimpfungen. Hier ist die Zeit knapp, damit die Tiere einen Impfschutz aufbauen können und das Problem der Dauerausscheider wird verstärkt. Deshalb sollte man mehr in Richtung prophylaktischer Impfung gehen. Doch dagegen steht das rechtliche Impfverbot, das auch eine intensive Forschung verhindert. Daraus ergibt sich eine neue Problematik, denn wird das Impfen erlaubt, fehlt vermutlich der Impfstoff. Unsere Forderung lautet deshalb: Das Impfverbot muss aufgehoben werden, um Erfahrungen zu sammeln, denn eine Impfung ist die einzige Möglichkeit, um aus der Misere herauszukommen. Michael Götz führt dazu aus: Wenn das Virus sich in der Wildpopulation festsetzt, ist die Impfung eine der wenigen Möglichkeit vom Ausstellungsverbot und der Aufstallung wegzukommen. Er glaubt jedoch, dass es ein sehr langer Weg bis zur Zulassung der Impfung ist.
 
Dr. Kristin Heenemann ist sicher, dass bei der Herstellung eines Impfstoffes Erfahrungen der Humanmedizin genutzt und verschiedene Virustypen der Vogelgrippe in einem Impfstoff vereint werden können. Tierärzte, die für Großbetriebe arbeiten, möchten wegen der großen Verluste auch dort den Impfstoff. Noch ist das Verbot im Tiergesundheitsgesetz verankert. Thomas Müller- Gemeinhardt glaubt, dass wegen des grenzübergreifenden Geflügelhandels wahrscheinlich nur noch die EU entscheiden kann, ob geimpft wird. Christoph Günzel möchte sich beim Europaverband einsetzen. Michael Götz geht fest davon aus, dass auch Deutschland wegen seines großen Einflusses in Brüssel den Anstoß für die Aufhebung des Impfverbots geben könnte.
 
Klage gegen Verbot von Taubenausstellungen
 
Tauben aus der Lebensmittelkette herauszunehmen bringt keine Vorteile, da in Deutschland die Tauben in der Geflügelpestverordnung schon jetzt nicht mehr unter den Begriff Geflügel fallen. Ausstellungsverbote gibt es für alle Vogelarten. Es hat hingegen den Nachteil, die Tiere nicht mehr essen zu dürfen. Im Unterschied zum Istzustand, könnten die Züchter zwar Medikamente verwenden, die für Tiere, die als Lebensmittel dienen, aber nicht zugelassen sind. Das größte Problem einer Herausnahme aus der Lebensmittelkette wäre, dass die Züchter ihre Tiere nicht mehr schlachten dürfen, da eine Tötung ohne vernünftigen Grund tierschutzrechtlich verboten ist.
 
Thomas Müller-Gemeinhardt sieht die Möglichkeit einer erfolgreichen Klage gegen das Ausstellungsverbot. Derzeit ist die Argumentationsschiene für ein Verbot, dass viele Menschen die Schauen besuchen und die Erreger an den Schuhsohlen weitertragen. Da wäre zu klären, überlebt das Virus über längere Zeit, da es fragil gegen Wärme und Trockenheit ist. Die Argumentation für die Verbreitung durch die Schaubesucher geht gegen Null, wenn das Virus sich nicht lange hält. Kirstin Heenemann erklärt zudem, dass von einer Tröpfcheninfektion ausgegangen wird.
 
Für Thomas Müller-Gemeinhardt bleiben die Fragen: Ist Übertragung durch Schuhe überhaupt haltbar? Auf welche wissenschaftliche Arbeit stützt sich diese Aussage? Wo sind Belege oder Erfahrungen, dass eine Verbreitung der Vogelgrippe von Ausstellungen ausgehen kann, oder wurde bisher nur aus dem Bauch heraus entschieden? Beim Friedrich-Löffler-Institut soll nochmals in diesen Punkten angefragt werden. Für Dr. Kristin Heenemann ist es für die weitere Argumentation auch wichtig zu wissen, in welchen Haltungsformen die Vogelgrippe vornehmlich ausgebrochen ist. Eine Antwort darauf könnte die Weltgesundheitsorganisation geben, bei der deshalb angefragt werden soll.
 
Der Beirat befürwortet, dass eine Klage gegen das Ausstellungsverbot von Tauben anstrengt wird, wird dabei unterstützen und nach wissenschaftlichen Grundlagen für die Argumentation vor Gericht suchen.
Was die Klage anbelangt, weist Thomas Müller-Gemeinhardt daraufhin, dass unterschieden werden müsse, ob es um eine örtliche oder überörtliche Schau handele und ob Aussteller aus einem Sperrgebiet oder Beobachtungsgebiet kommen. In diesem Zusammenhang weist Dr. Martin Linde darauf hin, dass es wichtig ist gegen Aussteller vorzugehen, die sich nicht an Auflagen halten. Er fügt an, dass es nicht nur wichtig, sondern eine Pflicht ist, für Sicherheit sorgen. Wir brauchen eine saubere Weste, um glaubwürdig zu sein. „Die Züchter müssen uns unterstützen “, so lautet der Appell des Beirats.
 
„Wir sind uns einig, dass die Züchter schnellstmöglich über die Arbeit des Beirats informiert werden, damit sie 2017 ganz normal züchten“, betont Christoph Günzel. Wichtig sei dabei auch die Information über Ausnahmegenehmigungen zur Aufstallung und Beprobungen. Sentinelhaltung ist vom Gesetz vorgesehen und gleichwertig mit der Tupferprobenentnahme, was sich der Beirat noch einmal vom Bundesministerium bestätigen lies. Bei Antragstellung müssen die Züchter auch jetzt schon unbedingt Wert darauf legen, dass bei ihnen die Sentinelhaltung vorliegt.
 
Peter Jahn
Seuchenbeirat des BDRG
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Der BZA - Sparte Geflügel gibt bekannt (Januar 2017).

Anerkennung von Neuzüchtungen und Zulassungen zum Sichtungsverfahren sowie Neuregelung bei Handschwingen.

Nach Abschluss des Anerkennungsverfahrens von Neuzüchtungen in den Abteilungen Vorstellung/Sichtung in der Ausstellungssaison 2016 hat der BZA, Sparte Geflügel, am 11. November 2016 anlässlich der VHGW- und VZV-Schau in Rheinberg folgende Beschlüsse gefasst:   

Es werden nachstehende Neuzüchtungen anerkannt: 

  • Deutsche Zwerg Reichshühner weiß-blaucolumbia
  • Japanische Legewachteln braun-wildfarbig


Die entsprechenden Standardtexte werden gelegentlich in der Fachpresse veröffentlicht.
  
Es werden nachstehende Neuzüchtungen nach der Sichtung zum Vorstellungsverfahren zugelassen:            

  • Araucana, braun-goldhalsig
  • Zwerg Rheinländer, blau-rebhuhnhalsig


Alle nicht genannten Neuzüchtungen müssen weiterhin im Vorstellungsverfahren oder in der Sichtung ausgestellt werden.     

Anlässlich der Spartensitzung am 14. Januar 2017 in Winterstein wurde folgender Beschluss gefasst:   

Der Beschluss, dass Hühner und Zwerghühner mit mehr als 10 Handschwingen mit maximal 95 Punkten bewertet werden dürfen, ist aufgehoben. Der entsprechende Text unter „Beschlüsse und Richtlinien zur Bewertung“ in den Satzungen/Bestimmungen des BDRG wird gestrichen.   

Dafür wurde folgende Textanpassung im Rassegeflügelstandard für Europa im Kapitel „Gefiederbildung des Hausgeflügels“, auf den Seiten 3 und 4, beschlossen: 

…Bei normal entwickelter Federstruktur gelten gemeinhin 10 Hand- und 10 Armschwingen. In rassespezifischen Ausnahmen werden geringe Abweichungen toleriert. Auftretende Veränderungen in der Schwingenstruktur, der Schwingenanordnung und der Schwingenausformung sind bei der Bewertung abzustufen....  

Falls drei Wochen nach Veröffentlichung in der Geflügelzeitung kein begründeter Einspruch erfolgt, gelten die Beschlüsse verbindlich für den BDRG. Schriftliche Einsprüche sind zu richten an den Obmann der Sparte Geflügel  Ulrich Freiberger, Im Grund 27, 59174 Kamen

Weitere Details finden Sie auf der Homepage des BDRG
   
Ulrich Freiberger
Obmann BZA Sparte Geflügel

Heinrich Wenzel
Vorsitzender BZA

Christoph Günzel
Präsident

Musterschreiben gegen die Verlängerung der Stallpflicht.

 

Der Brief sollte um individuelle bzw. spezifische Vorkommnisse innerhalb des Landesverbandes erweitert und dann schnellstmöglich versandt werden.

In diesem Jahr wird wiederum gewählt und wir wollen auch unsere Vertreter der einzelnen Parteien über unsere Lage zu informieren. Der Musterbrief soll unseren Mitgliedsorganisationen dazu dienen, mit den Landtags- bzw. Bundestagsabgeordneten ins Gespräch zu kommen.   

Wir müssen über die bisher stattgefundenen Gespräche hinaus, sowohl Verständnis als auch Wissen an unsere gewählten, bzw. zu wählenden Vertreter vermitteln, so dass wir auch bei diesen, als die Experten im Umgang und der Haltung von Rassegeflügel wahrgenommen werden.   

Gern würden wir dann auch über die Rückmeldungen seitens der einzelnen Abgeordneten informiert werden, so dass wir für Gespräche auf Bundesebene informiert sind.

Das Musterschreiben finden Sie auf der Homepage des BDRG

Dr. Michael Götz
Beauftragter für
Tier- und Artenschutz im BDRG

Steffen Kraus
Beisitzer im BDRG
Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit

Musterschreiben.doc
Microsoft Word Dokument 27.5 KB

Ringgröße 6 und 32 für Jugendliche.

Für 2017 und 2018 können Jugendringe der Größen 6 und 32 beim jeweiligen Landesringverteilern bestellt werden.

 

Da es immer wieder Nachfragen zu Jugendringen der Größen 6 und 32 gibt, hat sich die Ringherstellerfirma Stengel nach Rücksprache mit dem BDRG-Präsidium und den Landesringverteilern bereit erklärt, 2 Jahre lang probehalber für diese 2 Ringgrößen auch Jugendringe zu produzieren.

Hier soll erstmal getestet werden, ob und wieviel Bedarf bei diesen Ringgrößen von den Jugendlichen überhaupt besteht.   Für 2017 und 2018 stellt die Fa. Horst Stengel deshalb Jugendringe der Größen 6 und 32 her. Diese können bei den jeweiligen Landesringverteilern bestellt werden. 

Auf den Ausstellungen werden Tiere mit den Ringgrößen 6 und 32 auf Jugendschauen sowohl mit Jugendringen als auch mit Seniorenringen bewertet. Je nachdem wie die Resonanz hier ist, wird 2018 vom BDRG-Präsidium ein entsprechender Entschluss gefasst. 

Hannelore Hellenthal
Schatzmeisterin
Beauftragte für Ringangelegenheiten

 

Rasse des Jahres 2017: Die Chinesentaube.

Präsentation anlässlich des 75 jährigen Bestehens des Sonderverein der Züchter der Chinesentauben und dem Jubiläum 150 Jahre Chinesentauben in Deutschland.


Zur Entstehung der Chinesentaube findet man in der Literatur unterschiedliche Angaben, wie bei vielen anderen Rassen auch. Fest steht jedoch, dass die Chinesischen Mövchen, unter diesem Namen wurde die Rasse nach Deutschland importiert, aus Ägyptischen Mövchen und teilweise aus spanischen Correra Mövchen hervorgegangen ist. Der exotische Name, Chinesische Mövchen, resultiert aus der Geschäftstüchtigkeit des Pariser Taubenhändlers Distriveaux, denn mit dieser Rassebezeichnung wurde die Rasse attraktiver und den Verkauf profitabler gemacht. Der Fechtmeister A. Prosche und der Besitzer des Verlages der Dresdner Nachrichten, M. Liebsch aus Dresden, waren urkundlich die ersten deutschen Aussteller von Chinesischen Mövchen in Dresden, die sie 1865 vom Taubenhändler Distriveaux importiert hatten.

Die Grundlage für eine moderne Chinesentaube wurde bereits im Standard von 1934 gelegt. So wurde die Figur mit tiefgestellt, breite Brust, gedrungen, leicht abfallender Rücken, kurzer Körper, Hals etwas zurückgebogen und mittellang, beschrieben. Die ständige Entwicklung der Chinesentaube zur vollendeten Strukturtaube wird in ganz Europa und auch in Übersee betrieben.

Im Europastandard sind sechs Scheckungsmuster in 40 Farbenschlägen und Zeichnungen zugelassen. Bei dieser hohen Anzahl an Farbenschlägen ist es wohl verständlich, dass Zuchtstand und Anforderungen unterschiedlich sind.

Den vollständigen Bericht zur Rasse des Jahres 2017 finden Sie auf der Homepage des BDRG.

Abschluss der Zuchttierbestandserfassung 2016.

Der über 60-seitige Abschlussbericht der Zuchttierbestandserfassung 2016 liegt vor und kann auf der Homepage des BDRG heruntergeladen werden.

Auch im Jahr 2016 wurde in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung die Folgeerfassung des Zuchttierbestands aller Groß- und Wassergeflügel, Hühner und Zwerghühner, Tauben und Ziergeflügel im BDRG durchgeführt.   

Die Erfassung fand im Zeitraum März bis einschließlich August 2016, mit  einer neuen, onlinefähigen Anwendung, statt. 

Insgesamt wurden 542.607 Zuchttiere in 62.940 Zuchten erfasst.

Der detailierte Abschlussbericht mit über 60 Seiten ist auf der Homepage des BDRG veröffentlicht.

An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich für die Unterstützung dieses Projektes bedanken. Als Dankeschön wurde jedem Landesverband für jeweils 10 Vereine, die ihre Daten in der Zuchttierbestandserfassung eingetragen haben, ein BDRG-Band zur freien Vergabe zur Verfügung gestellt.

Die Vorbereitungen für die Zuchttierbestandserfassung 2017 laufen auf Hochtouren. In den nächsten Tagen wird die neue Anwendung freigeschaltet. Hierzu folgt eine seperate Information.

Die wichtigsten Änderungen:

Die Zuchttierbestandserfassung ist künftig unter www.bdrg-intern.de erreichbar. Hintergrund ist, dass hier in den kommenden Jahren, neben der Zuchttierbestandserfassung,  weitere Anwendungen mit eingebunden werden sollen.   

 

Die Zuchttierbestandserfassung 2017 wird mit den Daten aus dem Jahr 2016 vorbelegt, sodass nur die Veränderungen zum Vorjahr erfasst werden müssen. Hierzu wird auch ein neuer Bericht implementiert auf dem der Tierbestand 2016 gelistet wird und der neue Bestand erfasst werden kann. 

Hansjörg Opala
Beisitzer im BDRG

Tierbestandserfassung_2016_Abschlussberi
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Kritische Stimmen mehren sich

Dr. Madeleine Martin aus Hessen schreibt an den VDT: Sehr geehrten Damen und Herren, vielen Dank für Ihre Anfrage zur Stallpflicht bei Vogelgrippe. Als Landestierschutzbeauftragte in Hessen sehe ich die allgemeine Stallpflicht äußerst kritisch. Sie führt bei den betroffenen Tieren zu erheblichen Beeinträchtigungen und anhaltenden Leiden. Ob die allgemeine Stallpflicht, die ja auch vom hessischen Geflügelwirtschaftsverband massiv gefordert wurde, tatsächlich die Verbreitung der Vogelgrippe verhindert, erscheint mir zweifelhaft. Es gibt Wissenschaftler, die nicht davon ausgehen, dass der Zug von Wildvögeln die letztliche Ursache für Ausbrüche von Geflügelgrippe in den intensiv gehaltenen Geflügelbeständen darstellt. Die Gründe, die von ihnen vorgebracht werden, sind bedenkenswert.

Fakt ist aber, dass zurzeit in der öffentlichen Einschätzung, auch im Falle der Geflügelgrippe, No II-2016 Tierseuchenrecht das Tierschutzrecht bricht. In dieser Debatte hat meine Stimme leider kein Gewicht. Die europäische Tierseuchenpolitik stuft Tierschutz eindeutig als „untergeordnet“ ein. Die in vielen Fällen übliche Massentötung gesunder Tiere statt des Einsatzes wirksamer Impfungen stehen da für sich und sind rein wirtschaftlichen Gründen (weltweite Handelbarkeit) geschuldet. Wie sehr aber diese Form der Tierseuchenpolitik verfehlt sein kann, hat in der Vergangenheit zum Beispiel die BSE Erkrankung traurig und eindrucksvoll bewiesen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Madeleine Martin

Die Forderungen des WAI sind auch unsere Forderungen

Es wird höchste Zeit, dass wir uns dagegen wehren, dass unsere Tiere eingesperrt bleiben sollen. Es gibt keine plausible Erklärung dafür wie Wildvögel in geschlossene Systeme gelangen. Hier muss es andere Ursachen geben, die es zu untersuchen gilt.

Die Wirtschaftsgeflügelzüchter werden entschädigt, wenn in ihren Ställen die Vogelgrippe ausbricht. Wer kümmert sich um uns Rassegeflügelzüchter? Wir dürfen nur in die Tierseuchenkasse einzahlen, haben jedoch keinen Anspruch auf Entschädigung. Wenn wir große Teile unserer Bestände schlachten müssen, da unsere Tiere Freiheit gewöhnt sind und es nicht tierschutz- und tierwohlgerecht ist, wenn sie in Ställe gepfercht werden, haben wir den Verlust allein zu tragen.

Die Forderungen der Wirtschaftsgeflügelzucht nach Verlängerung der Aufstallpflicht gefährdet wertvolle Genreserven und vor allem unsere Rassen, die teilweise ohnehin schon auf der roten Liste stehen.

Die Wirtschaftsgeflügelzüchter wollen sich ihren Markt erhalten und betonen deshalb bei jeder Presseveröffentlichung, dass die Viren für den Menschen nicht gefährlich sind. Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer und alle, die alternative Haltungsformen fördern, die in den letzten Jahren immer populärer wurden - mobile Hühnerställe, das eigene Huhn im Garten usw. - und wir sind die Verlierer, wenn nicht bald etwas geschieht. Wir müssen verhindern, dass in der Presse die Sicht der Wirtschaftsgeflügelzucht ungehindert einseitig verbreitet wird. Das Beispiel des infizierten Pelikans im Opel-Zoo im Taunus, der sich mit anderen Wasservögeln auf einem Teich tummelte, und auch der Tod anderer infizierter Tiere zeigt doch, dass der Virus sich in freier Natur kaum ausbreitet und offensichtlich nur dann virulent wird, wenn Geflügel auf engstem Raum wie in der Massentierhaltung gehalten wird. Unsere Forderung und all derer, denen es ums Tierwohl geht, kann deshalb nur lauten: Schluss mit der Einstallpflicht und eine bessere Kontrolle der Wirtschaftswege der Wirtschaftsgeflügelzucht!

Peter Jahn

 

Geflügelpest: Herkunft und Verbreitung des Virus H5N8

 

Neuere Stellungnahme des FLI zu „Herkunft und Verbreitung des Virus H5N8“. Diese erfolgt aufgrund der in der letzten Zeit geführten Diskussion zu der Ursache des Auftretens und der Weiterverbreitung des Geflügelpest-Virus H5N8 insbesondere in Bezug auf die Rolle der Wildvögel und der intensiven Haltung von Geflügel.

Herausgegeben vom Niedersächsisches Ministerium für Ernährung,

Landwirtschaft und Verbraucherschutz

 

Im Zuge der Fälle von Geflügelpest durch das hochpathogene aviäre Influenzavirus vom Typ H5N8 (HPAIV H5N8) wurde in der letzten Zeit von verschiedenen Seiten die Rolle der Wildvögel bei der Verbreitung dieser Tierseuche diskutiert und die Geflügelindustrie als wahrscheinlichere Ursache benannt. Das Friedrich-Loeffler-Institut nimmt dies zum Anlass, den wissenschaftlichen Sachstand zur Herkunft und Verbreitung dieses Geflügelpesterregers zusammenzufassen.

 

Herkunft von aviären Influenzaviren und HPAIV H5N8

Es ist wissenschaftlich gesichert, dass Wildvögel ein natürliches Reservoir für aviäre Influenzaviren darstellen und sie verbreiten. Gelangen diese Viren in Nutzgeflügelbestände, können daraus hochpathogene aviäre Influenzaviren (HPAIV; Geflügelpesterreger) entstehen und von dort wieder auf Wildvögel übertragen werden. Hierbei gilt der südostasiatische Raum als Ursprung für eine Reihe solcher Viren, so u.a. HPAIV H5N1, H5N6 und H5N8. Eine wesentliche Ursache für die Entstehung der Varianten in dieser Region besteht in der Mischung aus großen Geflügelhaltungen, vielen kleinen Haltungen, Lebendgeflügelmärkten und einer Vielzahl von Kontaktmöglichkeiten zwischen Nutzgeflügel und Wildvögeln. Durch Infektketten, an denen Wildvögel beteiligt sind, können die Viren durch den Vogelzug über große Entfernungen verbreitet werden. HPAIV können allerdings auch in anderen Ländern spontan entstehen wie z.B. HPAIV H7N7 2003 in den Niederlanden oder 2015 in Niedersachsen.

Im Sommer 2016 wurden hochpathogene H5N8-Viren bei Wildvögeln in der Russisch-Mongolischen Grenzregion und seit Ende Oktober auch wieder bei Wildvögeln in Europa gefunden.

Die derzeit in Deutschland nachgewiesenen Viren sind sehr eng mit denen aus Russland verwandt, unterscheiden sich aber genetisch von dem HPAIV H5N8, das 2014/2015 zirkulierte. Welche biologischen Eigenschaften des Virus sich seitdem verändert haben, ist noch nicht abschließend geklärt. Es steht jedoch fest, dass das aktuell zirkulierende H5N8-Virus im Unterschied zu dem vor ca. zwei Jahren beobachteten Erreger zu einer erhöhten Sterblichkeit bei zahlreichen Wildvogelarten und bei gehaltenen Enten und Gänsen führt.

 

Einschleppung des Virus nach Europa

Die Verbreitung des aktuell zirkulierenden H5N8-Virus durch Zugvögel ist aufgrund geographischer, zeitlicher und detaillierter molekularbiologischer Analysen die wahrscheinlichste Eintragsursache. 

Die Verbreitung durch Zugvögel wurde für das Virus von 2014 u. a. von einem internationalen Forschungskonsortium aus Virologen, Epidemiologen und Ornithologen detailliert untersucht und beschrieben (Lee et al. 2015, J. Virol. 89, 6521–6524; Kuiken et al.: Role for migratory wild birds in the global spread of avian influenza H5N8; Science 14 Oct 2016: Vol. 354, Issue 6309, pp. 213-217, DOI: 10.1126/science. aaf8852). Die Verbreitung von AIV und auch HPAIV durch Wildvögel erklärt viele der Ausbrüche in und außerhalb Europas plausibel.

Die Empfänglichkeit von Wildvögeln gegenüber dem Erreger und damit auch die Beeinträchtigung des Organismus durch die Infektion kann variieren. Wie weit möglicherweise subklinisch infizierte Wildvögel fliegen können, ist nicht bekannt. Es ist allerdings auch nicht erforderlich, dass ein einzelner infizierter Vogel lange Strecken zurücklegt. So wird nicht davon ausgegangen, dass infizierte Tiere direkt aus Südostasien bis nach Europa gelangen. Dies würde nicht zu den Zugrouten passen und auch nicht mit den molekulargenetischen Verwandtschaftsverhältnissen in Einklang zu bringen sein, die auf eine Kette von Infektionen hindeuten. Entscheidend ist somit der Aufbau von Übertragungsketten, über die das Virus weitergegeben wird. So ist eine staffettenartige Ausbreitung des Erregers aus Asien durch die Überlappung der Brutgebiete und Zugrouten zu erwarten.

Das Auftreten von HPAIV H5N8 in Europa, Indien und Afrika lässt sich somit ebenso erklären wie die Ausbreitung des H5N8-Virus vor zwei Jahren von Südostasien über die Brutgebiete in Russland in westlicher Richtung bis nach Europa und in östlicher Richtung nach Nordamerika.

Handelsbeziehungen mit asiatischen Ländern erklären einen Eintrag des Virus in verschiedene europäische Länder innerhalb eines kurzen Zeitraums dagegen nicht plausibel. Die Einfuhr von Geflügel und Geflügelprodukten aus von HPAI-betroffenen Gebieten ist verboten. Illegale Einfuhren sind dennoch möglich und stellen ein nicht vernachlässigbares Risiko dar, betreffen aber nicht den Handel mit Geflügel. Hier können Geflügelprodukte, tierische Nebenprodukte wie beispielsweise Vogeltrophäen und Federn sowie die illegale Einfuhr einzelner Vögel eine Rolle spielen. So wurden Fälle von HPAIV H5N1-Infektionen bei illegal eingeführten Vögeln in Taiwan und Österreich festgestellt. Vom Schmuggel mit exotischen Ziervögeln geht daher ein hohes Risiko der Einschleppung aus. Am Rhein-Main-Flughafen (Frankfurt/Main) konnten im Jahre 2013 unter anderem illegal transportierte Papageienvögel sichergestellt werden.

Entgegen den Behauptungen, die teilweise seit vielen Jahren immer wieder aufgestellt, aber nie belegt wurden, ließ sich in den von HPAI-Ausbrüchen betroffenen Betrieben trotz intensiver und systematischer Nachforschungen nie ein Anhaltspunkt dafür finden, dass mit vermehrungsfähigen Viren kontaminiertes Futter oder Vogelkot importiert worden wäre.

 

Unentdecktes Infektionsgeschehen in Nutzgeflügelbeständen?

Es gibt aus regelmäßigen Untersuchungen von Nutzgeflügel sowie Analysen im Rahmen der derzeitigen Geflügelpestfälle keinerlei Hinweise für ein latentes, unentdecktes Geflügelpest-Geschehen in Nutzgeflügelbeständen in Deutschland.

Ein mit HPAIV H5N8 infizierter Bestand wird auf Grund der stark krankmachenden Eigenschaften des Erregers für Nutzgeflügel tatsächlich sehr schnell an Hand der steigenden Zahlen toter Tiere erkannt. Bei infizierten Hühnern und Puten beträgt die Inkubationszeit, d.h. die Zeit von der Infektion bis zum Auftreten klinischer Symptome bzw. dem Tod des Tieres, in der Regel 1 bis maximal 3 Tage. Erst nach der Virusvermehrung im infizierten Tier, die schnell mit der Entwicklung starker klinischer Symptome einhergeht, kommt es zu vermehrter Virusausscheidung und damit zur Ansteckung weiterer Tiere bzw. zur Kontamination der Umwelt.

Bei gehaltenem Wassergeflügel (Enten und Gänsen) kann die Infektion weniger auffällig verlaufen. Gerade das aktuell zirkulierende Geflügelpestvirus H5N8 führt jedoch auch in Wassergeflügel zu deutlichen Symptomen, die infizierte Bestände erkennen lassen. Bereits bei einer gering erhöhten Todesrate sind die Geflügelhalter dazu verpflichtet, dieses zu melden und auf Geflügelpest untersuchen zu lassen.

 

Masterarbeit über die Auswirkungen der Aufstallung.

Am Wissenschaftlichen Geflügelhof werden die Folgen der Aufstallung untersucht.


Sehr geehrte Zuchtfreunde/-innen!

Ziel der Masterarbeit von Alice Liebau ist es herauszufinden ob verschiedenen Haltungsbedingungen das Verhalten von Hühnern hinsichtlich Angst, Aggressivität und Stress beeinflusst. Zudem wird ermittelt, ob der Futterverbrauch, die Legeleistung und Eigewichte, sowie deren Qualität von der Haltungsbedingung abhängig sind.

Gerade zu Zeiten, in denen uns das Thema der Vogelgrippe sehr beschäftigt, sind die hier gewonnen Informationen von großem Nutzen.
 
Für die Untersuchung wurden zwei alte einheimische Zweinutzungsrassen die Deutschen Sperber und die Rheinländer sowie eine neue Zuchtlinie der Lohmann Tierzucht GmbH ausgewählt. Es wurden jeweils pro Rasse zwei Zuchtgruppen mit je zehn Hennen und einem Hahn in zwei verschieden Haltungsformen eingestallt.

Die erste Haltungsform mit einer Unterbringung mit einem Innenstall und angrenzender überdachter Außenvoliere entspricht den Vorgaben der Aufstallpflicht. Alternativ wurde ein Stallgebäude auf einem umzäunten Grünauslauf gewählt.

Die Ergebnisse der Masterarbeit werden Mitte 2017 erwartet.

Eine detaillierte Projektbeschreibung finden Sie auf der Homepage des BDRG.

Alle Informationen Rund um die Vogelgrippe finden Sie auf der Homepage des BDRG

Dr. Mareike Fellmin
Wissenschaftlicher Geflügelhof
    

Welche Bestände müssen bei einer Keulung nicht zwingend getötet werden?

Die Geflügelpestverordnung sieht vor, dass bestimmte Vogel- oder Geflügelbestände bei einer Keulung aufgrund von H5N1 und H5N8 nicht zwingend getötet werden müssen.

 

Sehr geehrte Zuchtkollegen/-kolleginnen,
dies ist z.B. bei Tauben oder Zootieren der Fall. Aber auch wenn Vögel zur Arterhaltung (z.B. Ziergeflügel) oder zum Erhalt seltener Geflügelrassen beim Rassegeflügel gehalten werden. Voraussetzung ist, dass diese Tiere räumlich getrennt von den infizierten Tieren gehalten werden und eine Verbreitung der Seuche durch andere Maßnahmen verhindert werden kann.   

Züchter von Ziergeflügel und seltenen Geflügelrassen sollten sich mit ihrem Kreisveterinäramt in Verbindung setzten und dort angeben, dass sie entsprechende Tiere halten. Damit können diese Zuchten schon bei der Erstellung eines Krisenplans berücksichtigt werden können. 

Beim Rassegeflügel sind die unten genannten Rassen in der Geflügelpestverordnung gelistet. Züchter mit Erhaltungszuchten von Rassen die auf der Roten Liste der bedrohten Nutztiere stehen und nicht gelistet sind, sollten sich ebenfalls mit den zuständigen Veterinärämtern in Verbindung setzen, damit diese Zuchten berücksichtigt werden können

Rassenliste:
Große Hühner: 

Altsteirer, Andalusier, Appenzeller Spitzhauben, Augsburger, Barnavelder, Bergische Kräher, Bergische Schlotterkämme, Brakel, Deutsche Lachshühner, Deutsche Langschan, Deutsche Reichshühner, Deutsche Sperber, Dominikaner, Hamburger Hühner, Italiener, Krüper, Lakenfelder, Mechelner, Minorka, Orpington, Ostfriesische Möwen, Ramelsloher, Rheinländer, Sachsenhühner, Sulmtaler, Sundheimer, Thüringer Barthühner, Vorwerkhühner, Westfälische Totleger, Wyandotten
   

Puten:

Bronzeputen, Cröllwitzer Puten, Deutsche Puten  

 

Gänse:

Bayrische Landgänse, Deutsche Legegänse, Diepholzer Gänse, Emdener Gänse, Leinegänse, Lippegänse, Pommerngänse   

 

Enten:

Aylesburyenten, Deutsche Pekingenten, Hochbrutflugenten, Laufenten, Orpingtonenten, Pommernenten, Rouenenten, Warzenenten   

 

Zwerghühner:

Bergische Zwerg-Kräher, Ruhlaer Zwerg Kaulhühner, Thüringer Zwerg-barthühner, Zwerg-Andalusier, Zwerg-Brakel, Zwerg-Holländer Haubenhühner, Zwerg-Kaulhühner, Zwerg-Minorka, Zwerg-Nackthalshühner, Zwerg-Orloff, Zwerg-Paduaner, Zwerg Yokohama 
 
Alle Informationen Rund um die Vogelgrippe finden Sie auf der Homepage des BDRG.

Dr. Michael Götz

Beauftragter für Tier- und Artenschutz im BDRG

Landesziergeflügelschau abgesagt

Liebe Zuchtfreunde und LV-Vorstandsmitglieder,

 

die LV-Wild- und Ziergeflügelschau in Großenvörde ist abgesagt.

Leider ist es jetzt so gekommen, wie wir es schon befürchtet haben. Aktuell gibt es wohl einen neuen Fall von Vogelgrippe bei einem Wildvogel am Dümmer.   

Nach Rücksprache mit dem LAVES-Niedersachsen bekommen wir leider keine Genehmigung zur Durchführung der LV-Ziergeflügelschau.

Es wäre eine abwechslungs- und artenreiche Schau mit Pfauen, 14 verschiedenen Fasanenarten, vielen verschiedenen Ziergänsen und Enten, einigen Wachtelarten

und diversen Ziertauben geworden.

 

Wir bedanken uns bei allen Ausstellern, die ihre Tiere gemeldet haben und werden diese bei unserer nächsten Wild- und Ziergeflügelschau gerne wieder anschreiben.

 

GZV Großenvörde 1892

 Heiko Siemann

 Vorsitzender & Ausstellungsleiter

 

Tierseuchenbekämpfung: HPAIV H5N8, Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2019

Aufgrund des dynamischen Geflügelpest-Geschehens musste die am 06.12.2016 übersandte konsolidierte Fassung des Durchführungsbeschlusses (EU) 2016/2122 bereits schon wieder geändert werden.

Daher wird in der Anlage der Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2219 der Kommission vom 8. Dezember 2016 zur Änderung des Anhangs des Durchführungsbeschlusses (EU) 2016/2122 betreffend Maßnahmen zum Schutz vor Ausbrüchen der hochpathogenen Aviären Influenza des Subtyps H5N8 in bestimmten Mitgliedstaaten zur Kenntnis übersandt.

Es wurden weitere Ausbrüche in Deutschland, den Niederlanden, Ungarn, Frankreich und Polen der Kommission gemeldet, so dass die Anhänge A (Bekanntgabe der eingerichteten Sperrbezirke) und B (Bekanntgabe der eingerichteten Beobachtungsgebiete) geändert werden mussten. Mit diesem Durchführungsbeschluss werden ausschließlich die Ausbrüche in Hausgeflügelbeständen erfasst.

Für Niedersachsen hat sich keine Änderung ergeben.

Alle aktuelle Informationen werden auf der Tierseucheninfo-Seite des LAVES (www.tierseucheninfo.niedersachsen.de) eingestellt.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrage
Dr. Ahrens
*************
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz

 

 

Nationalen Bundessiegerschau 2017.

Die Absage der 99. Nationalen Bundessiegerschau und 51. LV-Schau Thüringen vom 15.- 17. Dezember 2017 entbehrt jeder Grundlage.

Leider mussten die 120. Leipziger Rassegeflügelausstellung "Lipsia" und die 98. Nationale Bundessiegerschau 2016 abgesagt werden.

Durch „ Mund-zu-Mund-Propaganda“, ohne Rücksprache mit mir als 1.Vorsitzenden des LV der Rassegeflügelzüchter Thüringens e.V., wurde die 99. Nationale Bundessiegerschau, 54. Bundesjugend-schau, 51. LV Schau Thüringens und 27. Erfordia Junggeflügelschau 2017, in deutschlandweiten Züchterkreisen ebenfalls abgesagt.

Dieses in die Züchterwelt gesetzte Gerücht entbehrt jeder Grundlage!  

Der ausführende RGZV „Erfordia- Ilversgehofen“ Erfurt e.V. und der LV Thüringen werden alles versuchen und dafür tun, dass die Nationale Bundessiegerschau 2017 stattfinden wird! Situationsbedingt erfolgen zeitnah Gespräche mit dem Thüringer Ministerium und der Messeleitung Erfurt zur Vorbereitung dieses wichtigsten Schauereignisses in Deutschland. Damit verbunden sind die Bemühungen des BDRG und des LV Thüringen, mit den zuständigen staatlichen Stellen ein moderates Vorgehen bei der Umsetzung der Maßnahmen zum Schutz vor der Geflügelpest zu erreichen und es so möglich zu machen, dass die Aufzucht der 2017er-Rassegeflügelgeneration nicht behindert wird!
 
Die Ausstellungsleitung hofft auf Euer Vertrauen!

Thomas Stötzer
1. Vorsitzender des
RGZV „Erfordia- Ilversgehofen“ Erfurt e.V.

Tierseuchenbekämpfung: HPAIV H5N8, Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2122

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

in der Anlage übersende ich den Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2122 der Kommission vom 2. Dezember 2016 betreffend Maßnahmen zum Schutz vor Ausbrüchen der hochpathogenen Aviären Influenza des Subtyps H5N8 in bestimmten Mitgliedstaaten zu Ihrer Kenntnis.

 

Dieser Durchführungsbeschluss stellt eine konsolidierte Fassung der bisherigen Durchführungsbeschlüsse mit Schutzmaßnahmen gegen HPAI in bestimmten Mitgliedstaaten dar. Zur Klarstellung wurden alle Schutz- und Überwachungszonen, die von den zuständigen Behörden der betroffenen Mitgliedstaaten festgelegt wurden in diesem Beschluss zusammengefasst. Die vorhergehende Durchführungsbeschlüsse (EU) 2016/1968, (EU) 2016/2011, (EU) 2016/2012, (EU) 2016/2065, (EU) 2016/2085 und (EU) 2016/2086 werden aufgehoben.

 

Der Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2122 gilt bis zum 31. Mai 2017.

 

Niedersachsen ist mit Sperrbezirken in den Landkreisen Cloppenburg und Ammerland, die bis zum 15.12.2016 gelten (siehe L329/81 des Beschlusses) und mit Beobachtungsgebieten in den Landkreisen Cloppenburg, Ammerland und Leer, die bis zum 24.12.2016 gelten (siehe L329/96 und L329/97) betroffen.

 

Alle aktuelle Informationen werden auf der Tierseucheninfo-Seite des LAVES (www.tierseucheninfo.niedersachsen.de) eingestellt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrage

Dr. Ahrens

****************************************************

Niedersächsisches Ministerium für Ernährung,

Landwirtschaft und Verbraucherschutz

2016-21-03_Beschlüsse_(HPAI H5N8) 021216
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Vogelgrippe - Maßnahmen des BDRG

Liebe Zuchtfreundinnen und Zuchtfreunde,  

 
nachfolgend möchten wir sie über die Schritte des BDRG informieren, die dieser seit Ausbruch der Vogelgrippe unternommen hat.  
  • Sofortige Kontaktaufnahme mit dem Bundesministerium
  • Schreiben des Präsidenten an den Bundesminister mit Schwerpunkt Aufstallung (zeitnaher Gesprächstermin ist bereits angefragt)
  • Pressemitteilung des BDRG über Presseverteiler zum Thema Aufstallung 
  • Sofortige Kontaktaufnahme mit dem nationalen Krisenstab Tierseuchen (Mitglieder sind z.B. das Bundesministerium, die Länderministerien und das FLI ) Themen: Status der Tauben, Aufstallung
  • Schriftliche Stellungnahme zur Aufstallung an den nationalen Krisenstab Tierseuchen
  • Teilnahme an der Telefonkonferenz des nationalen Krisenstabs und Vorbringen unserer Positionen Themen: Status der Tauben, Aufstallung
  • Gespräche mit dem Vizepräsidenten des FLI und Leiter der Epidemiologie Herrn Prof. Dr. Conraths 
  • Beratung und Unterstützung der Landes- und Fachverbände in allen Belangen, durch alle Präsidiumsmitglieder unter fachlicher Beratung durch den Tierschutzbeauftragten Dr. Götz
  • Unterstützung der Züchter bei abgelehnten Ausnahmegenehmigungen in risikofreien Gebieten
  • Ausarbeitung von Musteranträgen zur Beantragung der Ausnahme von der Stallpflicht für Zier, Groß- und Wassergeflügel, Unterstützung und Beratung von Züchtern, die Anträge stellen wollen
  • Prüfung rechtlicher Möglichkeiten  
Es war wichtig, dass zumindest eine bundesweite Stallpflicht verhindert wurde, da auf Grund der geographischen und epidemiologischen Gegebenheiten nicht überall aufgestallt werden muss und bei Beruhigung der Seuchenlage in Gebieten die nicht mehr betroffen sind die Aufstallung schneller wieder aufgehoben werden kann.
 
Sollten Sie weitere Fragen haben bzw. Unterstützung benötigen, wenden Sie sich gern an die ihnen bekannten Adressen.
 
Präsidium

Feststellung von Vogelgrippe H5N8 bei einem Wildvogel in Wilhelmshaven

Pressemitteilung_Vogelgrippe_Feststellun
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Ausnahmeantrag von der Stallpflicht und Merkblatt für Kleinhaltungen.

Auf der Homepage des BDRG sind Musterschreiben für Ausnahmeanträge von der Stallpflicht sowie ein Merkblatt für Schutzmaßnahmen in Kleinhaltungen veröffentlicht.

 

Wir bitten alle Groß und Wassergeflügelzüchter, die nicht aufstallen können ihre Tiere nicht zu schlachten oder ihre Zucht aufzugeben, sondern schriftlich (nicht telefonisch) eine Ausnahme von der Stallpflicht bei ihrem örtlichen Veterinäramt zu stellen.   Vorlagen für die Beantragung der Ausnahme finden Sie auf der Homepage des BDRG. Der Antrag sollte individuell mit Betriebsnummer gestellt werden. Ziertauben müssen nicht aufgestallt werden es wird aber dazu geraten.

Bitte geben Sie uns Rückmeldung ob Genehmigungen stattfinden. Schriftliche Ablehnung der Veterinärämter senden Sie mir bitte zu.

Weiterhin ist auf der Homepage des BDRG das Merkblatt „Schutzmaßnahmen gegen die Geflügelpest in Kleinhaltungen“ des Friedrich-Löffler-Institutes zu finden.

Alle Informationen Rund um die Vogelgrippe finden Sie auf der Homepage des BDRG

Merkblatt-AI_2016-11-25.pdf
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Ausnahme_Enten.pdf
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Ausnahme_Gänse.pdf
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Ausnahme_Großgeflügel.pdf
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Ausnahme_Ziergeflügel.pdf
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Liste der für wirksam befundenen Desinfektionsmittel

DVG-Desinfektionsmittelliste_TH.PDF
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Verdacht auf Geflügelpest bei Nutzgeflügel im LK Cloppenburg

Pressemitteilung GP LKCLP.PDF
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ACHTUNG * ACHTUNG * ACHTUNG * ACHTUNG * ACHTUNG 

 

Wichtige Info vom Niedersächsisches Ministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz

auch für uns "Hobbyzüchter":

„Verordnung über besondere Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen vom 18. November 2016“,

die am 21. November 2016 in Kraft tritt,  sowie ein Merkblatt zu „Verhaltensregeln für Kleinbetriebe mit Geflügelhaltung (unter 1.000 Tiere) und Geflügelhobbyhaltungen“

VO über besondere Schutzmaßregeln in kle
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Verhaltensregeln für Kleinbetriebe mit G
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FLI-Information-FAQ-Gefluegelpest-201611
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Sehr geehrte Zuchtfreunde/-innen,


angesichts der Entwicklungen zur Thematik Geflügelgrippe haben die Landesverbände Weser-Ems und Hannover den Landwirtschaftsminister Meyer Anfang dieser Woche angeschrieben. Wir erwarten weiterhin eine Rückmeldung von Seiten des Ministers. Darüber hinaus wurde dieser Brief an Landtags- und Bundestagsabgeordnete zur Information gesandt. Leider können wir derzeit nichts anders unternehmen, als immer wieder nachzufragen.

Auf Bundesebene wurde vom BDRG ebenfalls Kontakt zur Politik und dem Bundesministerium aufgenommen.

Nach unseren Erkenntnissen gibt es bislang keinen wissenschaftlichen Beweis, dass eine Aufstallung tatsächlich das Risiko der Infektion eindämmt. Die von Behörden und vom FLI vorgetragene These der Einbringung der Geflügelgrippe durch Wildvögel ist ebenfalls bislang nicht bewiesen, vor allem wenn die Ausbrüche in Großgeflügelstellen, die hermetisch abgeriegelt sind auftritt. Dies wird auch vom FLI nur angedeutet, wenn Sie im Informationsschreiben (siehe Anlage) nur ausführen: „So ist eine staffettenartige Ausbreitung des Erregers aus Asien durch die Überlappung der Brutgebiete und Zugrouten sehr gut vorstellbar.“

Die Stallpflicht stellt besonders  die Züchter von Zier-, Groß- und Wassergeflügel vor massive Probleme. Die Geflügelpestverordnung sieht für Bestände in §13 Abs.3 vor, dass die zuständige Behörde Ausnahmen erlassen kann, wenn eine Aufstallung wegen der bestehenden Haltungsverhältnisse nicht möglich ist und sichergestellt ist, dass Kontakt zu Wildvögeln auf andere Weise wirksam unterbunden wird. Die Handhabung erfolgt aber auch hier durch Kreisveterinären sehr  unterschiedlich, wie man auch an den Schauabsagen ersehen kann. Denn grundsätzlich sind vom Ministerium bzw. dem LAVES nur die überörtlichen Schauen abgesagt worden.

Liebe Züchterinnen und Züchter, unser Schreiben an Minister Meyer fügen wir zur Information bei.

Bitte habt Verständnis, dass wir derzeit nicht agieren, sondern nur (passiv) reagieren können. Für Anregungen sind wir aber dankbar.

Bitte ermuntert Eure Züchter, trotz der schweren Zeit, für Ihr Hobby einzustehen und bewusst schon jetzt auf die Zucht 2017 von vitalen schönen Tieren zu setzen. Denn nur wenn es uns gelingt, auch zukünftig wieder Tiere von vielen aktiven Züchtern zu präsentieren, erhalten wir das politische Gewicht, welches wir gegenüber dem Ministerium benötigen.

Mit Züchtergruß
Alfred Karl Walter
Vorsitzender LV Hannover

Aktuelle Informationen zur Vogelgrippe

 

Stand 17.11.2016

 

 

Angesichts der dramatischen Entwicklungen von immer mehr Funden befallener Wildvögel und Ausbrüchen in Geflügelbeständen in Deutschland und den Nachbarstaaten  hatte der Bundeslandwirtschaftsminister  am Wochenende den Zentralen Krisenstab Tierseuchen einberufen. Der BDRG hat mit dem Krisenrat sofort Kontakt aufgenommen.

 

 

 

Tauben spielen nach allen bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen keine Rolle bei der Verbreitung der Vogelgrippe und fallen daher nicht mehr unter den Begriff Geflügel.  Da  es  aber eine sehr uneinheitliche Handhabung von Tauben und reinen Taubenschauen gibt, wurde auf unseren Antrag diese Fragestellung im Krisenstab erörtert.  Am Mittwoch gab es die  Nachricht vom Krisenstab, dass dieser die Tauben weiterhin als unproblematisch einstuft und dieses Besprechungsergebnis den Ländern zugeht. Leider gab es heute von Seiten der Länder Einspruch, da aktuell tote Taube gefunden wurden (ein Ergebnis der Todesursache gibt es entgegen verschiedener Pressemeldungen noch nicht). Die Einigung der Länder erfolgte heute dahingehend, dass beim FLI eine Risikoeinschätzung für Tauben und Taubenschauen eingeholt wird. Die Risikoeinschätzung des FLI wird in den nächsten Tagen erwartet.

 

 

 

Regionale Ortsschauen bleiben in vielen Bundesländern erlaubt. Die Entscheidung ist aber vom Bundesland abhängig. Deshalb hat der BDRG die Bitte bezüglich der Ortsschauen sich mit dem zuständigen Landesverband oder Veterinäramt in Verbindung zu setzen.

 

 

 

In vielen Bundesländern wurde eine flächendeckende Stallpflicht verhängt.  Dies stellt besonders  die Züchter von Zier-, Groß- und Wassergeflügel vor massive Probleme. Die Geflügelpestverordnung sieht für Bestände in §13 Abs.3 vor, dass die zuständige Behörde Ausnahmen erlassen kann, wenn eine Aufstallung wegen der bestehenden Haltungsverhältnisse nicht möglich ist und sichergestellt ist, dass Kontakt zu Wildvögeln auf andere Weise wirksam unterbunden wird. Die Handhabung erfolgt aber auch hier von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

 

 

 

Liebe Züchterinnen und Züchter, Sie können sich sicher sein, dass der BDRG alles unternimmt, um unsere Züchter in einer so schweren Zeit zu unterstützen. Wir bitten aber um Verständnis, dass wir viele Themen erst nach endgültiger Klärung veröffentlichen können.

 

 

 

Dr. Michael Götz,

 

Beauftragter für Tier- und Artenschutz im BDRG

 

Tierseuchenbekämpfung: Nachweis von H5N8 bei einem Wildvogel im Landkreis Peine

Bei einem Wildvogel im Landkreis Peine ist das hochpathogene aviäre Influenzavirus H5N8 festgestellt worden. Die anhängende Pressemitteilung wird zur Kenntnis übersandt. Die gemäß Geflügelpest-Verordnung vorgegebenen Maßnahmen wurden vom Landkreis eingeleitet.

Damit handelt es sich um den ersten positiven Befund im Rahmen dieses Geflügelpest-Geschehens in Niedersachsen. Die überwiegenden positiven Befunde wurden bisher im Norden, in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, sowie im Süden, in Baden-Württemberg und Bayern, festgestellt. Hierzu hat am 12.11.2016 der Zentrale Krisenstab Tierseuchen getagt, in dessen Rahmen ein bundesweit einheitliches, risikobezogenes Vorgehen zum Schutz vor der Geflügelpest beschlossen wurde.

Gestern wurden im Rahmen einer Bund-Länder-Besprechung folgende Maßnahmen abgestimmt:

Aufstallung von Geflügel

In Niedersachsen haben die kommunalen Veterinärbehörden im Rahmen Ihrer Zuständigkeit die risikobasierte Aufstallung gemäß § 13 Geflügelpest-Verordnung umgesetzt, siehe anhängende Karte.

Biosicherheitsmaßnahmen

Die vorgegebenen Maßnahmen gemäß § 6 Geflügelpest-Verordnung sind durch die Geflügelhalter mit mehr als 1.000 Stück Geflügel strikt einzuhalten. Es wird dringend empfohlen, auch Kleinstbetriebe auf die Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen hinzuweisen.

Geflügelausstellungen

Die Genehmigungen für überregionale Veranstaltungen für Geflügel wurden ab der 46. KW durch das LAVES widerrufen. Über das Vorgehen bezüglich regionaler Veranstaltungen entscheidet die kommunale Veterinärbehörde unter Beachtung § 7 Geflügelpest-Verordnung in eigener Zuständigkeit.

Tierparks / Zoos

Den Betreibern sollte empfohlen werden, ggfls. eigenständig über eine Aufstallung des Geflügels zu entscheiden und Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten.

Für Niedersachsen wurden die kommunalen Veterinärbehörden aufgrund dieses aktuellen sehr dynamischen Geschehens aufgefordert, die Geflügelschlachtbetriebe mit Schwerpunkt der Kontrolle der tierseuchenrechtlichen Vorgaben zu überprüfen.

Das LAVES wurde gebeten, die Verarbeitungsbetriebe für Material der Kategorie 1 und 2 zu überprüfen.

Bei vermehrten Todesfällen oder Leistungseinbrüchen ist eine Abklärungsuntersuchung auf Aviäres Influenzavirus zu veranlassen; insbesondere dann, wenn in einem Geflügelbestand bis 100 Tiere mind. drei Tiere und bei größeren Beständen mehr als 2 % der Tiere innerhalb von 24 Stunden verenden.

Geflügelbestände, die ausschließlich Enten und Gänse halten, sind genau zu beobachten: Treten über einen Zeitraum von mehr als vier Tagen mehr als das Dreifache der üblichen Todesfälle auf oder werden Leistungseinbrüche festgestellt, ist ebenfalls eine Abklärung auf Geflügelpest zu veranlassen.

Über Besonderheiten bitte ich unverzüglich zu berichten und die Task-Force Veterinärwesen unter der Telefonnummer 0441 / 57026-134 zu informieren.

Ich bitte die Verbände, ihre Mitglieder entsprechend zu unterrichten.

Für morgen am späten Nachmittag ist eine weitere Sitzung des Zentralen Krisenstabes vorgesehen.

Sobald mir nähere Informationen vorliegen, werde ich Sie unterrichten.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrage

Dr. Ahrens
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

2016-11-16_PI-100-16 Vogelgrippe Wildent
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Aktuelles vom BDRG (Newsletter 2016/17):

 

Keine Anzeigepflicht für Tierbesprechungen.

Wie uns das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bestätigt hat, besteht für Tierbesprechungen  keine Anzeigepflicht.

 

In den letzten Monaten gab es Diskussionen, ob Tierbesprechungen anzeige- oder sogar genehmigungsplichtig sind.

Der Gesetzgeber sieht eine Genehmigungspflicht ausschließlich für Geflügelmärkte oder -börsen vor. Geflügelausstellungen, Geflügelmärkte und Veranstaltungen ähnlicher Art sind nach §4 der Viehverkehrsverordnung der zuständigen Behörde anzuzeigen.

Viele unserer Vereine oder Organisationen führen Tierbesprechungen durch um die Züchter und Preisrichter praktisch zu schulen. Es werden an einigen Tieren die Kriterien der Bewertung und Zuchttauglichkeit besprochen. Diese Schulungen finden verbandsintern (nicht öffentlich) auf eigenem Gelände z.B. in Zuchtanlagen oder Züchterheimen statt.

Die Anzeigepflicht für Geflügelausstellungen und Veranstaltungen ähnlicher Art wurde vom Gesetzgeber eingeführt um die zuständige Behörde über die "Ansammlung" einer größeren Anzahl von Tieren in Kenntnis zu setzen. Damit soll der zuständige Behörde die Möglichkeit gegeben werden aufgrund epidemiologischer Gegebenheiten, z.B. dem Ausbruch von Vogelgrippe in der Region, die Durchführung der Veranstaltung zu untersagen.

Wie uns das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bestätigt hat, besteht für die oben genannten Tierbesprechungen  keine Anzeigepflicht.

Falls es in Ausnahmefällen zu einer größeren Ansammlung von Tieren durch Tierbesprechungen kommt, sind diese anzuzeigen. Eine Anzeige ist in der Regel nicht gebührenpflichtig.

Weiter Details finden Sie auf der Homepage des BDRG....

 

Wettbewerb „Öffentlichkeitsarbeit 2016“

Letzter Abgabetermin: 31. Januar 2017

 

Nach einem im Vorjahr erfolgreich durchgeführten Wettbewerb hatte unser Landesverband Hannover hatte zu einer nächsten Teilnahme zum Thema „Öffentlichkeitsarbeit 2016“ alle Vereine aufgerufen. Die Jury setzt sich im nächsten Jahr zusammen aus Gerhard Schütte, Heinrich Schierholz, Regina Hofmann und zwei noch zu benennenden Kreisverbandsvorsitzenden zusammen.

Dazu dieser Hinweis: Bis spätestens 31. Januar 2017 müssen die Wettbewerbs-Unterlagen entweder bei Gerhard Schütte, Kirchweg 1, 31191 Algermissen oder bei Heinrich Schierholz, Pennigsehler Weg 39, 27246 Borstel-Bockhop vorliegen.

 

Bei eventuellen Nachfragen hier die aktuellen Mail-Anschriften von

Gerhard Schütte:   gerhard@schuette-algermissen.de

Heinrich Schierholz: heinrich.schierholz@gmx.de   

 

 

Hier noch einmal Informationen zum vorherigen  Wettbewerb 2015

Von diesen elf LV-Vereinen einschließlich der LV-Jugend lagen die Unterlagen zwecks Auswertung des Wettbewerbs „Öffentlichkeitsarbeit 2015“ der Jury ordnungsgemäß vor und kamen damit in die Bewertung:

GZV Alfeld (Nicole Mechler)

RGZV Algermissen und Umgebung von 1901 (Hans-Joachim Therburg)

GZV Bad Bevensen (Hans-Jürgen Drögemüller)

GZV Bergen v. 1951 und Umgebung (Dieter Sobczak)

GZV Neu Büddenstedt (Hans-J. Pasemann)

GZV Fallersleben und Umgebung (Heinz Rigus)

RGZV Göttingen Grone (Siegfried Machemehl)

Nutzgeflügel-Zuchtverein Klecken und Umgebung von 1921                     (Friedo Hauff)

Kleintierzuchtverein F 145 Nörten-Hardenberg e.V.                                                                (Kathrin Stietenroth)

RGZV Steinhude (Manfred Schmidt)

LV-Jugend-Zeltlagerzeitung

 

Die Platzierungen mit ausgelobter Preisvergabe in dieser Rangfolge:

1.     Nutzgeflügel-Zuchtverein Klecken und Umgebung von 1921  (Friedo Hauff)  300,-- Euro

2.     RGZV Algermissen und Umgebung von 1901                                                    (Hans-Joachim Therburg)  200,-- Euro

3.     GZV Bergen von 1951 und Umgebung (Dieter Sobczak) 100,-- Euro  

 

Das Juroren-Team stellte der LV Hannover mit Gerhard Schütte (LV Hannover), Andreas Feßner (KV Nienburg), Wolfgang Vallon (KV Diepholz) und Regina Hofmann (KV Braunschweig). 

Über die Schwerpunkt-Themen des Wettbewerbs „Öffentlichkeitsarbeit 2015 im Landesverband Hannoverscher Rassegeflügelzüchter“ informierte unser Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Gerhard Schütte, bei der letzten LV-Delegiertentagung am 16. April 2016 in Osterode-Dorste. Er stellte in seiner Rede Inhalte und Ziele dieses Wettbewerbs vor. Kraft und Erfolge haben letztendlich die Vereine, deren Züchter und Mitglieder sich stark engagieren.

Hinweise lieferten seine Ausführungen über diese Kurzinformationen: Auf verschiedene Generationen im Dorf, in der Stadt und in der Region eingehen. Natur pur, auch alte Rassen pflegen und erhalten. Wie führen wir die Jugend an uns heran?

Was bringt uns die Öffentlichkeitsarbeit, was haben wir damit erreicht, was wollen wir Rassegeflügelzüchter mit diesem Wettbewerb? Im LV Hannover gibt es etliche Vereine mit staken Ideen, Konzepten und Planungen für die nächsten Jahre. Dazu zählen auch Flyer und eine aktuelle Homepage.                                          

 

 

Erste Ergebnisse Zuchttierbestandserfassung 2016.

(Newsletter BDRG 2016/16)

Die Zuchttierbestandserfassung 2016 ist abgeschlossen.

Insgesamt haben sich 62,7 % der Vereine an der Zuchttierbestandserfassung beteiligt.

Es wurden 512.000 Zuchttiere aus 53.000 Zuchten erfasst. Die meist gezüchteten Rassen sind beim Groß- und Wassergeflügel die Zwergenten, bei den Hühnern die Italiener, bei den Zwerghühnern die Zwerg-Wyandotten und bei den Tauben die Deutschen Modeneser.

Erste Ergebnisse sind auf der Homepage des BDRG veröffentlicht. Den Abschlussbericht zur Zuchttierbestandserfassung werden Sie ab Ende Oktober ebenfalls auf unserer Homepage finden.

An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich für die Unterstützung dieses Projektes bedanken. Als Dankeschön bekommt jeder Landesverband für jeweils 10 Vereine, die ihre Daten in der Zuchttierbestandserfassung eingetragen haben, ein BDRG-Band zur freien Vergabe.

Die Zuchttierbestandserfassung 2017 wird am 1. Januar des nächsten Jahres starten. Hierbei werden die Daten aus diesem Jahr übernommen. Dies bedeutet, dass nur neue Zuchten erfasst bzw. nicht mehr existierende Zuchten gelöscht werden müssen. Bei allen anderen Zuchten muss dann nur noch die Anzahl der Zuchttiere aktualisiert werden.

Der BZA - Sparte Tauben - gibt bekannt.

Veröffentlichung über die Anerkennung von Neuzüchtungen sowie über Zulassungen zum Vorstellungsverfahren.

Auf der Homepage des BDRG sind Informationen zu neu anerkannten Rassen und Farbenschlägen sowie über Zulassung zum Vorstellungsverfahren veröffentlicht.

Nachstehende Neuzüchtungen wurden anerkannt:

    Mittelhäuser, blau mit schwarzen Binden;
    Sia chup (Shirazi), schwarz;  Dragoon, indigo gehämmert;
    Elsässer Kröpfer, blau mit schwarzen Binden;
    Amsterdamer Kröpfer, blaufahl-schimmel mit dunklen Binden;
    Arabische Trommeltauben, dun gescheckt;
    Chinesentauben, schwarz gescheckt;
    Altorientalische Mövchen Blondinetten, gelbgesäumt;
    Figurita-Mövchen, rauchblau;
    Bakuer Tümmler mit Rundhaube, schwarzschwänzig;
    Wiener Tümmler glattfüßig, weiß. 

Folgende Neuzüchtungen wurden zum Vorstellungsverfahren zugelassen:

    Briver Farbenköpfe, blau-gemasert;
    Soultzer Hauben, rotfahl ohne Binden;
    Sottobanca, schwarz-gescheckt;
    Lüttischer Brieftaube, rotfahl- schimmel;
    Indianer, rotfahl mit roten Binden;
    Serbische Hochflieger, blau mit schwarzen Binden;
    Deutsche Modeneser Schietti, blaufahl-schimmel mit dunklen Binden;  

Weitere Details finden Sie auf der Homepage des BDRG.


 Reiner Wolf
Obmann der Sparte Tauben im BZA

Der BZA gibt bekannt.

Veröffentlichung über die Anerkennung von Neuzüchtungen sowie über Zulassungen zum Vorstellungsverfahren.

Auf der Homepage des BDRG sind Informationen zu neu anerkannten Rassen und Farbenschlägen sowie über Zulassung zum Vorstellungsverfahren veröffentlicht.

Nachstehende Neuzüchtungen wurden anerkannt:

    Amerikanische Narragansettputen
    Krummschnabelenten dunkelwildfarbig
    Vorster Enten weiß
    Sulmtaler blau-weizenfarbig
    Watermaalsche Bartzwerge gelb mit weißen Tupfen
    Zwerg Plymouth Rocks blau
    Japanische Legewachteln wildfarbig und gelb-wildfarbig

Folgende Neuzüchtungen wurden zum Vorstellungsverfahren zugelassen:

    Mecklenburger Gänse buff
    Rouenenten dunkelwildfarbig
    Tuzo blau-weißgescheckt
    Dresdner gesperbert
    Niederrheiner weiß-schwarzcolumbia gesperbert
    Zwerg Cochin rotgesattelt
    Holländische Zwerghühner gelbsperber
    Thüringer Zwerg Barthühner gold-blaugetupft
            
Weitere Details finden Sie auf der Homepage des BDRG.

Ausbruch im Emsland

PI-59-15 Milde Form der Vogelgrippe im E
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Neuer Vorstand beim Zuchtbuch gewählt

 

Bei der Jahresversammlung im Restaurant "Zum Alten Zöllnerhaus" in Schlage-Ickhorst haben die Mitglieder des Zuchtbuches Hannover Sebastian Fabian aus Bad Lauterberg zum neuen Vorsitzenden und damit zum Nachfolger von Andreas Wesemeyer gewählt. Wie in den Vorjahren waren nur wenige Mitglieder und ein Gast anwesend. Die 16 Mitglieder votierten bei acht zu sieben Stimmen bei einer Enthaltung für den neuen Vorsitzenden. Das bisher vakante Amt des Stellvertreters konnte mit dem Presirichter Michael Beckmeyer aus Raddestorf besetzt werden. Neuer Kassierer ist Andreas Seifert aus Auetal-Rehren. Er tritt die Nachfolge von Wolfgang Ganzert an, der bereits vor einiger Zeit ankündigte, dass er nicht mehr kandidiere. Komplett ist der Vorstand noch nicht: Bis zur Jahresversammlung des kommenden Jahres gilt es einen neuen Schriftführer zu finden, da Uwe Dunkel sein Amt niederlegte. Er begründet dies damit: "Ich habe Andreas Wesemeyer - und nur ihm - meine Zusage gegeben, dass ich ihn bei seiner Arbeit unterstützen werde." Uwe Dunkel erklärte, dass es das Protokoll der selbstverständlich Jahresversammlung noch schreiben werde und danach seine Amtszeit ende.

Wer Fragen zum Zuchtbuch hat, kann den neuen Vorsitzenden, Sebastian Fabian, der bereits als Obmann für Tier- und Artenschutz im LV-Vorstand mitarbeitet, unter Tel. 05524/9967314 oder E-Mail: fabian.sebastian@gmx.de errreichen.

Peter Jahn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Christian Meyer, beim Empfang für Kleintierzüchter und Imker im Niedersachsenhof in Verden.

Einige Bilder vom Treffen mit dem Landwirtschaftsminister Christian Meyer in Verden

Egon Dopmann und Gerhard Schütte (li.) haben augenscheinlich wichtige Themen zu besprechen. Im Hintergrund Alfred Karl Walter und Jens Rode ins Fachgespräch vertieft.                                                                                         

Fotos: Jahn

 

Minister Meyer macht manches möglich

Vielseitige Unterstützung für Imker und Kleintierzüchter

Einig sind sich die Rassegeflügelzüchter mit den Imkern und den Kaninchenzüchtern, dass sie dem niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer einiges zu verdanken haben. So hat er beim Ausbruch der Vogelgrippe im Herbst die Aufstallung regionalisiert und „sich gegen erhebliche Widerstände durchgesetzt“, wie er selbst beim Jahrestreffen der sechs Verbände in Verden voller Stolz erklärt. Für ihn stellt sich dabei die Frage, „warum sollen Rassegeflügelzüchter darunter leiden, wenn in gewerblichen Stallbauten die Vogelgrippe ausbricht“. Durch ein Wildvogel-Monotoring „ist aktiv untersucht worden, wie verbreitet das Virus ist“. Das Ergebnis spreche für sich selbst, so der Minister: „Bei 10 000 bis 20 000 Proben, die von Jägern angeliefert wurden, ist lediglich eine Möwe im Raum Aurich positiv getestet worden.“ Vor diesem Hintergrund habe er das Risiko getragen, dass in vielen Kreisen das Geflügel weiter freilaufen konnte.

Seit Jahrzehnten treffen sich Vertreter der Geflügelzüchter, Imker und Kaninchenzüchter aus den Bereichen Hannover und Weser-Ems im März mit dem Landwirtschaftsminister zum Erfahrungsaustausch. Christian Meyer (Grünen) stellt erfreut fest, dass mittlerweile jedes zweite Bio-Ei aus Niedersachsen stamme. „Die Freilandhaltung wird uns weiter bewegen. Wir müssen wissenschaftliche Fragen stellen, damit Hobbyhaltung und Rassegeflügelhaltung nicht leiden müssen“, betont der Landwirtschaftsminister im Niedersachsenhof in Verden. „Die Vogelgrippe und die Stallpflicht haben uns einiges abverlangt“, sagt Fritz Lindert, Vorsitzender des LV Weser-Ems. Er kritisiert, dass die Rassegeflügelzucht „nur den Stellenwert x bei den zuständigen Landkreisen hat“. Der Erhalt alten Kulturgutes sei in den Amtsstuben kein Thema und die Rote Liste werde nicht gewürdigt. Er fordert den Minister auf, „auch weiterhin nichts unversucht zu lassen, um unsere Arbeit zu unterstützen“. Egon Dopmann kann sich aufgrund dieser Ausführungen auf den Dank an den Minister beschränken, der eingesteht, dass „der Hobbybereich oft nicht richtig berücksichtigt wird“. Er habe längst erkannt, dass die Stallpflicht für die Geflügelzüchter auch erhebliche wirtschaftliche Einbußen bedeute, wenn sie Tiere schlachten müssen, da sie diese in geschlossenen Ställen nicht artgerecht unterbringen können. „Hier gibt es ein Ungleichgewicht – auch bei der Tierseuchenkasse. Man muss über eine Neuregelung nachdenken“, sagt Minister Meyer. Während die Massentierhalter einen vollen Ausgleich erhalten, werden die Rassegeflügelzüchter bisher nicht berücksichtigt. Auch Kaninchenzüchter bekommen von den Ämtern „immer mehr Steine in den Weg gelegt“, klagen Verbandsvertreter.

In seinen Einführungen verweist Christian Meyer auf die beiden Bienenstöcke, die vor seinem Ministerium stehen. 28 Kilo Honig konnten davon im vergangenen Jahr geerntet werden. Minister Meyer hebt die gute Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium und den Imkern hervor. Er hofft, dass die neu aufgelegten Blühstreifenprogramme für die Länder Niedersachsen und Bremen bei den Landwirten Anklang finden. Bisher sind 20 000 Hektar Blühstreifen bewilligt worden. Der Vorsitzende des Landesverbandes der Hannoverschen Imker, Jürgen Frühling, stellt schmunzelnd fest: „Wir haben zwar die meisten Tiere und sind doch keine Massentierhalter.“ Er spricht sich für einjährige  Blühstreifen aus, da diese auch eine späte Trachtquelle sichern. Frühling wünscht sich eine stärkere Nutzung des Programms von den Landwirten in Regionen mit hoher Bodengüte, denn dort haben die Bienen oft Probleme, die Pollenversorgung für die Aufzucht der Winterbienen sicherzustellen. Lobend hebt der Vorsitzende des Landesverbands der Imker hervor, dass es gelungen sei, eine Einigung zwischen den Imkern in Niedersachsen und der Landesforstverwaltung zu erzielen, die es erlaube  Bienenstöcke im Wald aufzustellen.

Probleme mit den örtlichen Bauämtern kennen nicht nur Geflügel- und Kaninchenzüchter. So  haben in Celle und Salzgitter Imker mit dem Aufstellen von Bienenvölkern massive Schwierigkeiten mit den zuständigen Bauämtern bekommen. In Celle sei der Fall inzwischen zugunsten des Imkers entschieden worden.

In diesem Frühjahr befinden sich die Imker in einer schwierigen Situation, denn wie vom Bieneninstitut in Celle prognostiziert, ist der Druck durch die Varroa-Milbe hoch und die Völker sind durch die lange Blühphase der Zwischenfrüchte im Herbst geschwächt. Die Bestäubungsleistung dürfte deshalb niedriger sein. Was die Pestizidrückstände anbelangt, werde zwar keine Höchstmenge überschritten, doch problematisch sei die Belastung für die Bienen dennoch. Dr. Werner von der Ohe vom Bieneninstitut Celle fordert Pflanzenschutzmittel nur außerhalb der Hauptflugzeit der Bienen auszubringen. Minister Meyer möchte das Thema Pflanzenschutz „im Dialog mit den Betroffenen, den Landwirten und Imkern klären“. Er verweist aber auch auf den großen Druck, den die Chemieindustrie ausübe.

Im Unterschied zu Geflügel- und Kaninchenzüchtern können die Imker auf einen steilen Anstieg ihrer Mitgliederzahlen verweisen. In den vergangenen zwei Jahren sind über Tausend dazugekommen. Eine immer größere Rolle spielen die Schulen. „Dort wird praktische Naturerfahrung möglich gemacht“, sagen Landesverbandsvertreter. Auch Minister Meyer meint, „wir brauchen mehr Kontakt mit Tieren“ und sieht in den Schulen dafür einen guten Ansatzpunkt. Er ermuntert die Geflügel- und Kaninchenzüchter es den Imkern gleichzutun und bei der Jugend für ihre Arbeit zu werben.    Peter Jahn

 

Trends erkennen und Chance nutzen Starkes Interesse an der Rassegeflügelzucht bei der Heimtiermesse 

 

 

 

Die Ramelsloher Hühner (li.) finden bei den Messebesuchern großes Interesse, der Schaubrüter des LV (unten) ist ständig umlagert.


Die Skandale und die Vogelgrippe spielen uns Geflügelzüchtern in die Karten. „Wir haben eine gute Chance, Interessenten für unser Hobby zu werben", sind sich nicht nur die Helfer einig, die bei der Heimtiermesse den Stand des Landesverbandes Hannover betreuten. Es ist einfach unglaublich, wie viele Menschen sich an den drei Messetagen um den Stand und vor allem um den Schaubrüter drängten. Kinder, Jugendliche, junge Familien und ältere Menschen sehen teilweise zum ersten Mal in ihrem Leben wie Küken aus den Eiern schlüpfen.

Und dann kommt auch schon die Fragen, die von den meisten Standbesuchern gestellt wird: „Wie lange braucht ein Küken bis es aus dem Ei geschlüpft ist.“ Die Antwort darauf, dass man die Dauer des Schlupfvorgangs nicht genau bestimmen kann, ist meist der Einstieg zum weiterführenden Gespräch. Nein nicht ganz, denn es gibt noch weitere Fragen, die die Menschen derzeit bewegen. „Kann man jetzt schon erkennen, was Hahn oder Henne wird?“ „Werden die Hähne geschreddert und verfüttert?“ „Was passiert nach den Messetagen mit diesen Küken – ich habe Schlimmes im Fernsehen und im Internet gesehen?“

Für die einen sind es noch Fragen, viele andere haben bereits Antworten darauf gefunden oder sind dabei ihre Vorstellungen von artgerechter Tierhaltung, vom gesunden frischen Ei und auch vom leckeren, nicht mit Antibiotika belasteten Braten umzusetzen. Ihre Fragen an uns sind da schon weitergehender: „Wie viel Platz brauchen ein Hahn und zwei oder drei Hennen?“ „Wo bekomme ich Hühner?“ „Wie muss der Stall aussehen, damit die Tiere sich darin wohlfühlen?“ „Wo beziehe ich Biofutter?“ „Wie kann ich meine Hühner bei der Tierseuchenkasse anmelden und welche Impfungen sind vorgeschrieben?“ Die Mannschaft am Stand, das sind an jeweils einem der drei Tage Olaf Metzner, Klaus Poppelreuter, Karl-Friederich Mahlert, Alfred Karl Walter, Willi Esse, Friedhelm Niehus und Peter Jahn, geben Antworten und informieren die interessierten Besucher.

Neben dem Schaubrüter tummeln sich die Küken, die bereits geschlüpft und getrocknet sind in einer Vitrine. In einer attraktiven Voliere sitzen ein Ramelsloher Hahn und eine Henne völlig unbeeindruckt von den vielen Besuchern, die davor stehen und sie bestaunen, auf der Stange. Ab und zu lässt der Hahn sein durchdringendes Kikeriki erschallen. Das wird auch schon mal als Klingelton aufs Handy aufgenommen. „Das ist ein super Lockruf, Musik können alle“, freut sich ein Gast am Stand. Und da sind wir schon bei der nächsten Frage: „Was, wenn das Krähen den Nachbarn stört?“ Prompt kommt der Hinweis auf die Änderung der Baunutzungsverordnung, die Kleintierzüchtern mehr Rechte einräumt. Die handzahmen Ramelsloher begeistern die Standbesucher ebenso wie die Hannoverschen Tümmler, die gegenüber keine Notiz von dem Trubel zu nehmen scheinen. Der Tauber balzt um seine Täubin, sein Geschlechtsgenosse treibt die seine. So zahm und zutraulich sind eben Tiere, wenn man sich mit ihnen beschäftigt, so stressfrei erleben die Tiere drei Messetage oder auch die Tage bei einer Geflügelschau, erklären die Züchter den beeindruckten Gästen.

Während ältere Standbesucher sich noch erinnern, dass die Großmutter früher die Küken in der Küche neben dem Ofen stehen hatte, sind es vor allem junge Paare, die sich für eigene Hühner interessieren. Eine nicht zu unterschätzende Sorge treibt sie um: Sie wollen ihren Kindern keine Eier servieren und Fleisch zumuten, von dem sie nicht wissen, woher es kommt, was die Tiere gefressen haben. Und genau hier liegt die Chance nicht nur für die Rassegeflügelzüchter. Auch Kaninchenzüchter und Imker können vor diesem Hintergrund auf sich aufmerksam machen, mit ihrer Art der Tierhaltung überzeugen und neue Mitglieder für die Vereine gewinnen.

Und hier möchte ich anknüpfen an die Diskussion, die bei der LV-Delegiertentagung geführt wurde, die am gleichen Wochenende wie die Heimtiermesse in Schlage-Ickhorst stattfand. Wenn die Menschen durch Skandale der Massentierhaltung abgeschreckt werden und so großes Interesse an unserem Tun entwickeln, sollten wir noch viel mehr an Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Kindergärten und Schulen sind gute Foren, dort erreichen wir die jungen Generationen. Gemeinsame Aktionen mit Kaninchenzüchtern und Imkern sind denkbar. Auch sollten wir noch mehr die neuen Medien nutzen. Was spricht gegen eine WhatsApp-Gruppe Geflügelzucht - der SV Schlesische Kröpfer macht es gerade vor.

Peter Jahn

 

 

 

 

Betreff: Erneuter Ausbruch von H5N8 hochpathogen in MV

 
 MV hat  informier, dass  es  einen weiteren Ausbruch der Geflügelpest H5N8 hochpathogen in Mecklenburg-Vorpommern, Landkreis Vorpommern-Greifswald,  
 im Umkreis von 1,4 km vom Stadtpark Anklam entfernt bei einem Kleintierhalter gibt. 
 Die notwendigen Schritte wurden seitens des Landkreises und des LKZ eingeleitet.



 

Jahres-Rundschreiben 2013/2014

 

Liebe Zuchtfreunde!

 

Das Jahr 2014 geht seinem Ende entgegen und wie alljährlich erhalten Sie das Rundschreiben des LV Hannover wie gewohnt in der Vorweihnachtszeit. Zuerst möchte ich mich bei allen Kreisverbandsvorsitzenden und deren Vorstände sowie bei allen Vereinsvorsitzenden, Vorstandsmitgliedern und Mitgliedern der Ortsvereine herzlich für die Unterstützung bedanken. Wir sind wieder auf einem guten Weg. Die Zusammenarbeit innerhalb des LV-Vorstandes sowie mit den Vereinen und Kreisverbänden klappt ausgezeichnet. Natürlich gab es ab und an Meinungsverschiedenheit. Das ist ganz normal und fördert die Kreativität. Sie konnten aber immer zu aller Zufriedenheit ausgeräumt werden, zum Wohle unserer gemeinsamen Sache.

 

Jahresmeldung 2014/2015

Auch in diesem Jahr fahren wir mit dem Rundschreiben und den Formularen zweigleisig. Alle Vereine – und das sind fast 150 –, die eine E-mail-Adresse angegeben haben, erhalten alle Unterlagen und Infos auf diesem Wege und können die Jahresmeldungen auch auf diesem Wege zurückschicken. Ich denke, das ist eine erhebliche Arbeitserleichterung und auch Kostenersparnis. Für die restlichen ca. 15 Vereine sollte es eine Überlegung wert sein, die Jahresmeldung ebenfalls auf diesem Wege abzuwickeln. Wenn es dafür im Verein kein Vorstandsmitglied gibt, könnte man als Vorsitzender einen Jugendlichen ansprechen. Für diese Altersgruppe stellt die Abwickelung kein Problem dar und obendrein ist es für sie/ihn ein Zeichen der Wertschätzung und gibt ein Gefühl der Wichtigkeit. Die Jahresmeldung umfasst in diesem Jahr dieselben Formulare wie in den Vorjahren, die auch genauso auszufüllen sind. Termin für die Rückgabe: wie in jedem Jahr der 15. Januar!!!

Ich weise nochmals darauf hin, dass Vereine, die den angegebenen Termin nicht einhalten, für ihre nächste Schau keine LV-Zuwendungen erhalten. Ausfüllen müssen Sie die Unterlagen auf jeden Fall, da ist es sicherlich egal, ob man es sofort macht oder diese erst wochenlang liegen lässt.

Vorstandsmeldung (nur wenn sich etwas geändert hat!!!)

Sollten sich innerhalb des Vorstandes Änderungen ergeben – und nur dann – senden Sie bitte das entsprechende Formular bis zum 31. März 2015 ebenfalls an mich zurück. Bis dahin dürften alle JHV und evtl. Vorstandsneuwahlen durchgeführt sein.

 

Vereinsjubiläum

Sollte Ihr Verein im Jahr 2015 ein Jubiläum begehen, vermerken Sie das bitte im Formular „Jahresmeldung“. Geben Sie dazu bitte an, ob eine offizielle Jubiläumsfeier stattfindet, dazu bitte Ort und Termin. Die Jubiläumspreise des BDRG und des LV, soweit dafür solche vorgesehen sind, müssen nicht gesondert beantragt werden. Denken Sie auch daran, das Gründungsjahr Ihrer Jugendabteilung in das Formular einzutragen. Auch für die Jugendgruppe sind Jubiläumsgaben vorgesehen, die es aber nur geben kann, wenn das Jubiläum bekannt ist.

 

Landesverbandsschau

Die Landesverbandsschau 2014 war wieder der Deutschen Junggeflügelschau angeschlossen. Diese war wieder eine repräsentative Schau mit einem beeindruckenden Gesamterscheinungsbild, wie man es von Hannover kennt. Es waren die Fachverbandsschauen des VHGW und des VZV angeschlossen, was eine Gesamtmeldezahl von annähernd 20.000 Tieren brachte. Dem Hannoverschen GZV mit erstmals Olaf Metzner als Ausstellungsleiter danke ich für die Übernahme und die hervorragende Ausrichtung der LV-Schau. Es soll hierbei aber nicht verschwiegen werden, dass der ausrichtende Hannoversche GZV die anfallenden Arbeiten betreffend an seine Grenzen stößt und diese in Zukunft nicht mehr allein bewältigen kann. Es ist daher an uns als Landesverband Hannover, ob wir die Deutsche Junggeflügelschau, UNSERE Bundesschau, am Leben erhalten wollen. Dazu wird es erforderlich sein, bei den Auf- und Abbauarbeiten helfend mit einzugreifen. Dass es dabei auch um den Erhalt unserer Landesverbandsschau geht, sei nur am Rande erwähnt. Die Alternative ist, dass es keine Deutsche Junggeflügelschau in Hannover mehr gibt. Nähere Erläuterungen dazu wird es im Laufe des kommenden Jahres und insbesondere bei der nächsten LV-Tagung geben.

 

Delegiertentagung 2014 in Bodenwerder-Buchhagen

Wir fanden optimale Bedingungen, der ausrichtende GZV Eschershausen mit Roger Adam an der Spitze und der neue KV-Vorsitzende Albin Borchers hatte keine Mühen gescheut und alles bestens vorbereitet. Die Tagung selbst war recht gut besucht. Die Delegiertentagung 2015 findet am 11. April in Verden statt.

 

LV–Jugendzeltlager

Das LV-Jugendzeltlager fand wie in jedem Jahr auch in diesem Jahr in der ersten Woche der Sommerferien statt. Das Zeltlager in Osterode, Ot. Förste, war wie in jedem Jahr hervorragend organisiert. Hierfür gebührt dem ausrichtenden GZV Osterode sowie natürlich auch dem Jugendvorstand und allen Helfern unser aller Dank. Mit einer Teilnehmerzahl von ca. 250 Personen war das Zeltlager wieder ein voller Erfolg und wer eine solche Veranstaltung über eine ganze Woche schon einmal miterlebt oder gar organisiert hat, kann nachvollziehen, welche logistische Arbeit dahinter steckt. Fazit: Das Jugendzeltlager war wieder einmal ein voller Erfolg. Freuen wir uns auf das Zeltlager 2015 in Bruchhausen-Vilsen.

 

LV-Info 2015

Unsere LV-Info ist seit einiger Zeit farbig gestaltet und umfangreicher geworden. Kurz gesagt: Sie ist interessanter geworden und sollte in keinem Verein fehlen. Da unsere Kassenlage es derzeit zulässt, hat der LV-Vorstand in seiner Sitzung am 20. September 2014 beschlossen, dass jeder Ortsverein die ersten zehn Exemplare der LV-Info 2015 kostenlos erhält.

 

Arbeitstagung 2015

Die Arbeitstagung 2015 findet wie geplant am 14. Februar statt. Tagungsort ist wieder das Hotel „Zum Alten Zöllnerhaus“ in Wedemark, Ot. Schlage-Ickhorst.

 

Schulungstagung 2015

Bei der Gesamtvorstandssitzung im September 2014 haben wir uns dazu entschlossen, auch im nächsten Jahr wieder eine Schulungstagung durchzuführen. Das Thema lautet: Aus der Arbeit des Wissenschaftlichen Geflügelhofes. Referent: Dr. Inga Tiemann (Leiterin des WGH). Es wird jedoch anders als in der Vergangenheit nur einen Termin geben: 3. Juni 2015, 18 Uhr, im Anschluss an die Monatsversammlung des Hannoverschen GZV im „Alten Zöllnerhaus“ in Wedemark, Ot. Schlage-Ickhorst.  Weitere Informationen werden spätestens bei der LV-Tagung in Verden bekanntgegeben.

 

Ihnen und Ihren Vereinsmitgliedern wünsche ich für das Jahr 2015 alles Gute und weiterhin viel Freude an unserem gemeinsamen schönen Hobby, der Rassegeflügelzucht.

 

 

Mit freundlichen Grüßen 

      Egon Dopmann

        Vorsitzender

 

 

Die Homepage des BDRG ist unter neuer Führung...

hier die Änderungen im Überblick...

 

Zuständig für die Inhalte der Homepage ist nun

Hansjörg Opala hier die mail: hansjoerg.opala@bdrg.de  

Informationen zum Thema Geflügelpest!!

Aufstallung in Niedersachsen

Aufstallung_Niedersachsen_2014.pdf
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Pressemitteilung des BDRG bzgl. evtl. Aufstallung

Pressemitteilung+25.11.2014.pdf
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HPAI H5N8 in den Niederlanden vierter Ausbruch 

Nds. ML                    Hannover, den 20.11.2014
203-42260-336
  
HPAI H5N8 in den Niederlanden; vierter Geflügelpest-Ausbruch in NL

Pressemeldung zu Niederlande: H5-Vogelgrippe bei Legehennen in ZoeterwoudeDen Haag (aho) -
In der niederländischen Gemeinde Zoeterwoude (Nähe Leiden, Provinz Südholland) wurde ein H5-Vogelgrippevirus in einer Legehennenhaltung entdeckt.
Wie das Wirtschaftsministerium in den Haag mitteilt, werden die 28.000 Hennen geräumt.
Damit wurden in kurzer Zeit insgesamt vier H5-Vogelgrippefälle aus den Niederlanden gemeldet. 

Weitere Infos unter nachfolgendem Link.
http://www.animal-health-online.de/gross/2014/11/30/niederlande-h5-vogelgrippe-bei-legehennen-in-zoeterwoude/28909/

Aktuelle Informationen:

Landesverbandsvorstand tagt

 

Die Mitglieder des Vorstands trafen sich in Munster zur Sitzung. Sie folgten der Einladung von Rüdiger Schikore und handelten über mehrere Stunden eine umfangreiche Tagesordnung ab. Die Partner besuchten in dieser Zeit unter Führung von Christel Roß die Stadt Lüneburg, um sich dort Sehenswürdigkeiten anzusehen. Die Drehorte der Daily-Soap „Rote Rosen" faszinierten und sorgten für allerlei Gesprächsstoff.

In der Sitzung konnte Klaus-Dieter Ebert berichten, dass der Ringverkauf wieder gestiegen ist. Auch Kassenleiter Heinrich Schierholz wartete mit erfreulicher Nachricht auf. Der LV will sich noch besser darstellen, deshalb wurde über die Neugestaltung des Info-Standes gesprochen und beschlossen. Martin Backert, der bereits bei der Erstellung unseres Infobuches vorzügliche Arbeit leistet, wurde mit der Gestaltung von Roll-ups beauftragt. Darauf sollen unsere Niedersächsischen Rassen, Celler- und Diepholzer Gänse, Rammelsloher, Hannoversche Tümmler, Harzburger Trommeltauben und Deutsche Puten gelb, zu sehen sein.

 

Peter Jahn

 

 

 

 

Niedersachsen_LK_Aurich_Lagebericht_02_1
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PI-075-11 Vogelgrippe-Aufhebung des Sper
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Sperrgebiet Westerwiehe aufgehoben.pdf
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die Termine 2017 für die LV-Jugend sind online.....

Die Meldepapiere für die LV-Jugendschau 2017 sind online....

Neue Dateien des Zuchtbuches stehen zum Download bereit

 

Neue Eintrittserklärung für das Zuchtbuch steht zum Download bereit

 

Kurzprofil vom LV:

 

Der Landesverband

Hannover besteht aus den

Regierungsbezirken

Lüneburg, Hannover und

Braunschweig und wurde

am 9. November 1879 als

Zentralverein für Rassegeflügelzucht

in der Provinz Hannover gegründet.

 

Wir betreuen heute in

13 Kreisverbänden rund

8.900 Mitglieder,

darunter 600 Jugendliche,

die in 170 Rassegeflügel-, Rassetauben-

und Kleintierzuchtvereinen

organisiert sind.

Der nördlichste Verein ist

Cuxhaven und der

südlichste Hann.Münden.

 

Letzte Aktualisierung

am 05. Juli 2017